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Weekendtrips

Der Herbst in Kanada ist perfekt für Ausflüge und Roadtrips am Wochenende, denn die Hauptsaison ist vorbei, der Unistress hält sich für die Internationals noch in Grenzen und das Wetter ist ebenfalls noch sehr angenehm. Das Beste am Herbst ist jedoch die Vielzahl der Farben in der Landschaft.

 

Der erste kleine Ausflug ging nach Whiteshell, dies ist ein kleinerer Nationalpark circa zwei Stunden östlich von Winnipeg. Wir haben uns für diesen Tag einen Minivan gemietet und sind dort den ganzen Tag wandern gewesen, haben die Ruhe und Schönheit der Natur genossen und waren zudem noch in einem kühlen Bergsee schwimmen. Während der Wanderung kam uns die Überlegung für den nächsten Trip und wir haben Pläne für den Banff Nationalpark geschmiedet. Dieser liegt ungefähr 14 Autostunden in westlicher Richtung und einer der berühmtesten und schönsten Nationalparks Kanadas.

 

Tatsächlich sind wir den folgenden Donnerstag um Mitternacht nach Calgary aufgebrochen, wo wir uns ein Haus angemietet hatten. Die Unterkünfte in den kleinen und sehr europäisch wirkenden Dörfchen im Nationalpark kann sich ein Student leider nicht leisten. Nach einer erstaunlich gelungen Fahrt sind wir müde aber gut gelaunt in Calgary angekommen und haben den Rest des Tages genutzt um die Stadt zu erkunden. Die Stadt versprüht einen einladenden und jungen Charme durch viele Parks und moderne Gebäude. Abends haben wir von einem kleinen Hügel kurz außerhalb des Zentrums den Blick die erleuchtete Skyline genossen.

Am nächsten Morgen sind relativ früh aufgebrochen um in den Nationalpark zu fahren. Nach einer 90–minütigen Fahrt, welche einer einzigen Panoramaroute glich, waren wir am berühmten Lake Louise, den wir alle gemeinsam mit einer Kanufahrt bestaunt haben. Lake Louise ist umgeben von hohen Bergen und einem Gletscher der beinahe in den See mündet. Eine der Sehenswürdigkeiten Kanadas! Anschließend haben wir noch zwei weitere Seen und die Umgebung erkundet, welche wiederum ganz anders und einzigartig in ihrer Form und Farbe gewesen sind.

Am Sonntagmorgen ging es nach Fernie in British Columbia, was eine weitere Fahrt von circa drei Stunden bedeutet hat. Doch wie so oft ist der Weg das Ziel, denn Alberta und British Columbia haben sehr Facettenreiche und nicht langweilig werden Landschaften. Im verschlafenen Fernie, das umringt ist von den Rocky Mountains, sind wir erneut wandern gewesen. Zum Abschluss haben wir uns den Sonnenuntergang mit einem warmen oder kalten Getränk angeschaut und haben uns auf den Rückweg nach Winnipeg gemacht.

Dieser beinhaltet noch eine Überraschung und das wohl größte Highlight meines ganzen Aufenthaltes in Kanada: Wir hatten die wohl seltene Gelegenheit für nicht Kanadier die Nordlichter bzw. Polarlichter zu sehen. Alle zusammen standen wir um drei Uhr morgens bei zwei Grad Plus auf dem Highway mitten in Kanada und haben das unbeschreibliche Naturschauspiel betrachtet.

 

Auch an diesem Wochenende hatte ich die Gelegenheit eine weitere Stadt zu erkunden, doch in einem ganzen anderen Rahmen. Ich spiele hier in Winnipeg einmal die Woche Feldhockey (in der Halle) und meine Mannschaft wurde zu einem Turnier in Edmonton eingeladen. Daher ging es Freitagabend wieder gen Westen, aber dieses Mal mit dem Flugzeug. Das Hockeyturnier ist im Vergleich zu Turnieren oder Spielen in Deutschland sehr sehr unterschiedlich, aber ich hatte viel Spaß und habe mehr über Kanada und Indien gelernt, da 70% meines Teams indische Wurzeln hat.

 

Nächste Woche steht die Reading Week bevor und wir sind momentan dabei unsere Pläne zu machen für den einwöchigen Roadtrip. Anschließend werden wir es alle ruhiger angehen lassen, da Midterms anstehen und es dann auch langsam zu kalt wird für Ausflüge.

 

Falls Du irgendwelche Fragen hast, kannst Du mir jederzeit schreiben. Bildliche Eindrücke aus Kanada erhältst Du auf meinem Instagramaccount.

 

Bis dahin, mach´s gut und pass auf dich auf!

 

Lauritz Schmidt zuletzt bearbeitet am 04.10.2016