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Das Unileben

Da nicht jede Woche super viel Spannendes bei mir passiert, möchte ich mich in diesem Blog etwas mehr auf die Vorlesungen und die Atmosphäre in der Uni konzentrieren.

Ich belege in der University of Winnipeg drei Kurse. Zwei beziehen sich auf die Geschichte der Ureinwohner (Aboriginals) ab 1815 und bis 1900, der dritte Kurs bezieht sich auf die Religionen und Traditionen der Aboriginals. In zwei der drei Kurse besteht eine Anwesenheitspflicht, die auch in die Endnote einfließt. Meine Kurse sind mit 15 bis 25 Studenten recht klein, was aber eine sehr angenehme Atmosphäre während des Unterrichts ermöglicht.

An der Uni werden grundsätzlich auch nur drei Kurse auf einmal empfohlen, da die Kurse doch schon einiges abverlangen, man jedoch noch genug Freizeit hat. Weitere Kurse könnten eventuell zu erdrückend für einige sein. Meine Mentorin, z.B. belegt fünf Kurse und verbringt somit den größten Teil mit Lernen. Sie meinte auch, dass es schon eine ordentliche Anforderung ist, dennoch nichts, was man nicht bewältigen könnte. Das muss im Endeffekt jeder selbst für sich entscheiden. Ich möchte aber nebenbei noch Winnipeg und Kanada erkunden und bin somit sehr zufrieden, ohne mich unterfordert zu fühlen.

Die Anforderungen in den Kursen sind mit denen in Deutschland aus dem ersten oder zweiten Semester zu vergleichen, da die Kurse teilweiße neu eingeführt wurden oder für Studenten in diesem Semester ausgelegt sind. Ich bin meinem Professor sehr dankbar, dass dies an meiner Heimatuni angerechnet wird, da es sowas in Deutschland leider so nicht gibt und mich dies doch sehr interessiert.

Alle paar Wochen stehen schriftliche Arbeiten an, d.h. Assignments oder Essays, die einige Seiten lang sind. Jedoch sind diese mit Hilfe der Unibibliothek oder der Online-Bibliothek der Universität recht einfach zu schreiben. Auch die Professoren/Dozenten stellen einiges an Material zur Verfügung und lehnen die schriftlichen Arbeiten immer an das Unterrichtsgeschehen an. Des Weiteren sind alle an der UofW sehr hilfsbereit. So kann ich mich auf die Hilfe verlassen und bestehe mein Assignment/Essay auf jeden Fall. Die Online-Plattform Nexus, ermöglicht ein einfaches Austauschen mit den Professoren/Dozenten sowie Kommilitonen von zu Hause aus. Auf dieser Plattform wird auch der komplette Unterrichtsstoff, Power-Point-Folien, usw. online gestellt. Dort kann man auch die Kursübersicht einsehen und seine Noten im Auge behalten. Oft sollen wir schriftliche Arbeiten direkt dort hochladen und Diskussionen beiwohnen. Dies erleichtert natürlich das lästige E-Mail schreiben.

Ich muss persönlich gestehen, dass ich es viel angenehmer finde, schriftliche Arbeiten zu verfassen, anstatt Dinge auswendig zu lernen, was mir natürlich in diesem Studiengang zu Gunsten kommt. Dies hängt natürlich immer von der jeweiligen Person ab.

Auch sonst bietet die Universität einiges für die Studenten an. Seien es Lernhilfen, Aktivitäten oder Veranstaltungen, es ist für jeden etwas dabei. Besonders den internationalen Studenten wird regelmäßig etwas geboten. So gab es diese Woche den ‘International Cultural Day‘ bei dem Studenten aus verschiedenen Ländern ihr Land repräsentiert haben. Es gab auch Essen, welches die Studenten traditionsgemäß zubereitet haben. Es war extrem lecker. 

Diese Woche ist zudem auch der Winter in Winnipeg angebrochen. 

Winter in Hogwarts

Diana Niederberger zuletzt bearbeitet am 05.11.2017