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Die ersten Tage an der Uvic

Nach meinen zwei Tagen in Seattle ging es mit dem Victoria Clipper weiter nach Kanada. Die Fahrt hat weniger als drei Stunden gedauert und ich hab sogar einen Delfin gesehen (wenn auch nur die Rückenflosse). In Victoria angekommen musste ich erstmal den Weg zur Bushaltestelle suchen, was mit meinem Gepäck schon recht anstrengend war. Als ich dann aber erstmal im Bus war, war der Fahrer so nett und hat mich kostenlos mitfahren lassen. An der Uni angekommen habe ich mich im ersten Moment gefühlt wie in einem amerikanischen College Film. Ein wunderschöner Campus um mich herum und ich stehe mit meinem großen Koffer am Bus Loop und habe keinen Plan, wo ich hin muss. Dadurch, dass ich zwei Tage vor dem offiziellen Einzugstermin schon Business Exchange Programm hatte, durfte ich schon vorher einziehen und demnach war es noch recht ruhig auf dem Campus. Mit der Hilfe von einigen Leuten, die mich jeweils weitergeleitet haben, bin ich nach einer Weile im Residence Office gelandet, wo ich meine Schlüssel bekommen habe. Zu meiner Unterkunft werde ich im nächsten Blogpost mehr schreiben. 

Am nächsten Tag fing das Programm an, welches von 9 Uhr morgens bis Nachmittags ging. Die Leute hier sind total offen und man merkt, dass alle im gleichen Boot sitzen und Anschluss finden wollen, was hier aber echt super einfach ist. Während des Programms haben sich verschiedene Personen vorgestellt und es wurde viel über Themen wie das Wohnen, Freizeitaktivitäten, Leben in Kanada, das Studium im Allgemeinen usw. erzählt. Außerdem gab es eine Campustour, was echt notwendig war, denn man kann sich hier am Anfang sehr schnell verlaufen. Am Tag darauf hat vormittags erstmal eine Art Vorlesung zum Thema Business im interkulturellen Kontext stattgefunden. Man hat gemerkt, dass der Professor sehr begeistert von dem ist, was er vermittelt und es hat Spaß gemacht ihm zuzuhören. Ich bin gespannt wie die Professoren sind, bei denen ich bald meine Kurse haben werde. Danach haben wir in kleinen Gruppen eine Art Race gemacht, bei dem wir verschiedene Stationen auf dem Campus finden mussten und anschließend stand eine Bustour in klassischen knallgelben Schulbussen auf dem Programm. 

Die Fahrt hat echt Lust gemacht, Victoria näher zu erkunden, denn die Stadt ist wirklich richtig schön und größer als ich sie mir vorgestellt hatte. In Downtown, wo wir rausgelassen wurden, hat das Programm geendet und von dort aus bin ich mit ein paar Leuten essen gegangen, durch Chinatown gelaufen und am Hafen entlang spaziert. An einer Stelle konnten wir sogar direkt neben uns alle paar Minuten Wasserflugzeuge landen sehen. 

Der nächste Tag war ebenfalls sehr ereignisreich, denn es war Move-In Day und es sind über 2000 Leute in die verschiedenen Häuser der Residence eingezogen. Viele Kanadier, vor allem diejenigen im ersten Jahr, kamen samt Eltern, Geschwistern, mehreren Koffern und Umzugskisten an und es war super voll auf dem Campus. Dazu gab es draußen mehrere Stände, die kostenloses Zeug verteilt haben, wodurch natürlich umso mehr los war.

Eines meiner Highlights bisher war eine recht spontane Wanderung zum Mount Douglas am Morgen mit insgesamt 25 internationalen Studenten unter anderem aus Deutschland, Tschechien, Österreich, Spanien, Belgien, der Türkei, den Niederlanden, China und Japan. Auch wenn ich hier sehr nette Deutsche kennengelernt habe, versucht man natürlich bei dem, was man gerade macht, möglichst immer einige Nicht-Deutschsprachige dabei zu haben, man ist ja schließlich unter anderem auch hier, um sein Englisch zu verbessern und andere Kulturen kennenzulernen. Das Wandern hat jedenfalls wirklich Spaß gemacht und ich hoffe, dass ich während meiner Zeit hier noch einige solcher Trips erleben werde. 

 

Zusammengefasst ist mein erster Eindruck von der Uvic sehr positiv, so kann es gerne weitergehen. :)

Nadine Butke zuletzt bearbeitet am 05.09.2018