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XJTLU: Master im Auslandsstudium in China

Für seinen Master in Business Analytics studiert Adrian de Riz aus Hannover für drei Semester an der Xi’an Jiaotong-Liverpool University. Warum er sich für ein Auslandsstudium in China entschied und was er dort erlebt, berichtet er im IEC Interview.

Adrian de Riz
Internationale Freundschaften gehören zum Auslandsstudium an der XJTLU dazu, sagt Adrian de Riz aus Hannover.

Frage: Hallo Adrian, am Ende Ihrer Emails grüßen Sie polyglott auf Deutsch, Englisch und mit chinesischen Schriftzeichen. Wie sieht es mit dem Chinesisch-Lernen während Ihres Master-Studiums in Suzhou aus?

Adrian de Riz: Zum Studienprogramm gehören drei Stunden Chinesisch-Unterricht in der Woche. Dort erhält man gute Grundlagen. 95 % der Kommilitonen hier sind Chinesen, also gibt es genug Gelegenheiten, die neuen Kenntnisse auch anzuwenden. Allerdings entnehme ich den fragenden Blicken der Einheimischen, dass ich an meiner Aussprache noch arbeiten muss. Mit der falschen Tonhöhe und Betonung kann man in dieser Sprache für ziemlich viel Verwirrung sorgen.

Weltsprache Englisch im Auslandsstudium

Frage: Mit Englisch als Unterrichtssprache läuft es sicher einfacher. Welche Auslandserfahrungen hatten Sie schon?

Adrian de Riz: Für mich persönlich ist das kein Problem, denn ich habe meinen Bachelor in International Business an einer Fachhochschule in Den Haag auf Englisch absolviert. Die chinesischen Studierenden fällt es offensichtlich etwas schwerer, in Englisch mitzukommen. Während des Bachelor-Studiums habe ich neben den Niederlanden auch Japan und Indien kennengelernt.

Frage: Gibt es spürbar große Unterschiede zwischen diesen asiatischen Ländern und Ihrem jetzigen Aufenthalt in China? Wie erleben Sie den Umgang mit den chinesischen Studienkolleg/innen?

Adrian de Riz: Natürlich sind die Kulturen unterschiedlich. Allerdings fühlt man sich in China noch mal deutlich stärker im Ausland, weil die gewohnten sozialen Netzwerke wie Facebook in China nicht erlaubt sind. Der Kontakt zu Freunden und Familien zu Hause ist dadurch weniger unmittelbar. Kontakt mit den chinesischen Mitstudierenden bekommt man ganz gut. Allerdings habe ich festgestellt, dass sich ihr Ehrgeiz nicht aufs Klassenzimmer beschränkt. Freundschaften werden sehr danach geschlossen, was sie einem für Vorteile bringen können und weniger rein nach Sympathie.

Andere Kulturen im Auslandsstudium entdecken
Ein mongolisches Zelt in Suzhou steht für die Vielfalt der Kulturen innerhalb Chinas

Studieren auf der Höhe der Zeit

Frage: Kommen wir zu Ihrem Master-Studium. Was gab den Ausschlag für die XJTLU?

Adrian de Riz: Ich wollte mich in Datenverarbeitung spezialisieren, nachdem mein Bachelor-Studium ja eher allgemein ausgerichtet war. Und es sollte China sein. Ich glaube, dass es viel zu tun gibt für Fachleute in Deutschland, die China kennen. Ein Kommilitone in Den Haag kannte die XJTLU und hat sie mir empfohlen. Mit dem Studienerlebnis bin ich sehr zufrieden. Das Studium ist im Vergleich zur FH stärker theoretisch ausgerichtet, was mir gut gefällt. Den Unterschied zu einer deutschen Uni kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber ich bin sehr zufrieden mit dem Angebot. Die Dozenten sind sehr engagiert. Toll ist auch das Umfeld. Die XJTLU ist eine von rd. 30 Universitäten in einem High Education Park. Das ist der intellektuelle Nährboden für die benachbarte Freihandelszone, wo viele bekannte Unternehmen von Google bis Baidu Standorte haben.

Frage: Wie international ist das Umfeld?

Adrian de Riz: Die Studierenden stammen überwiegend aus China. Die internationalen Studierenden kommen aus der ganzen Welt. Für Deutsche ist noch Platz. Wir sind augenblicklich zu zweit. Auch bei den Dozent/innen hat man hier eine bunte Welt. Es gibt natürlich viele Briten, wegen der Zusammenarbeit mit der University of Liverpool. Aber man trifft auch auf Amerikaner und Leute aus ganz Asien.

Politische Kultur im Alltag

Frage: China lebt mit einem anderen politischen System als wir es gewohnt sind. Macht sich das im Studium oder im Alltag bemerkbar?

Adrian de Riz: Im Studium werden Diskussionen eingefordert. Aber es ist auffällig, dass sich daran vor allem die internationalen Studierenden beteiligen, während die chinesischen fleißig Notizen machen. Im Alltag außerhalb der Uni ist mir aufgefallen, dass man vorsichtig sein muss, worüber man in der Öffentlichkeit spricht. Als ich wegen der aktuellen Änderungen der Rolle des chinesischen Staatschefs dessen Namen bei einem Gespräch auf der Sprache öfter genannt habe, bekam ich klar signalisiert, dass man das besser bleiben lässt.

Suzhou, Bildungsmetropole
Blick aus dem Zug auf das verschneite Suzhou, eine der ältesten Städte Chinas.

China im Auslandsstudium entdecken

Frage: Was erwartet einen für ein Campus? Und was tut man in der Freizeit?

Adrian de Riz: Der Campus ist wunderschön. Gartenähnlich und mit sehr gut ausgestatteten, modernen Gebäuden. Man hat eine angenehme Arbeitsumgebung und ist reichlich mit PCs ausgestattet. Die Studierendenwohnheime befinden sich fußläufig vom Campus. Auf dem Gelände gibt es viele Möglichkeiten für Freizeitsportarten. Zur Zeit entsteht noch eine neues Sportzentrum. Außerdem gibt es unzählige Clubs für alle möglichen Interessen. Montags ist z. B. Filmabend.

Frage: Und wie sind die Stadt Suzhou und die Umgebung?

Adrian de Riz: In Suzhou erlebt man hundert Prozent China. Weil die chinesischen Studierenden sehr zielorientiert arbeiten, gibt es kaum ein darauf spezialisiertes Kneipenleben. Anders ist das in Shanghai. Das erreicht man in 30 Minuten mit dem Schnellzug und bekommt das volle Programm an Musik- und Nachtleben.

Frage: Zum Schluss die Frage zur Finanzierung: Ist ein Auslandsstudium an der Xi’an Jiatong-Liverpool University erschwinglich?

Adrian de Riz: Im Gegensatz zu Deutschland bezahle ich hier natürlich Studiengebühren. Bei guten Noten gibt es dann Rabatte, was mir schon gelungen ist. Außerdem sind die Lebenshaltungskosten in China günstiger als in Europa. Ich schätze, dass ich monatlich mit 300 EUR weniger als zu Hause auskomme. Auch das relativiert den Gesamtpreis.

Machen Sie Ihren Master-Abschluss in China

An der Xi’an Jiatong-Liverpool University können Sie sowohl für ein Auslandssemester als auch für einen Abschluss im Bachelor oder Master studieren. Neben Business-Fächern stehen z. B. Architektur oder Informatik-Studiengänge als auch Gesundheits- oder Ingenieurswissenschaften zur Verfügung. Fragen Sie das IEC Beratungsteam nach Ihren Möglichkeiten für ein Auslandsstudium in Chinas Süden. Es informiert Sie auch zur Finanzierung Ihres Auslandsstudiums.

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