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Erfahrungsbericht: Zeyneb Yolcu

Zeyneb Yolcu
„Dream Big, Believe Big, Act Big and the results will be BIG“

Auslandssemester in London an der University of Westminster

Schon von Beginn meines Studiums an wusste ich, dass ich mein Auslandssemster in London machen will. Leider kam zwischenzeitlich Corona dazwischen und ich musste es um ein Jahr verschieben. Doch das Warten hat sich gelohnt!

Da die Hochschule Ruhr West keine Partnerhochschulen in England hat, machte ich mich als Freemover auf die Suche nach Universitäten in London und stieß auf die Organsiation IEC, welche mir im Laufe meines Bewerbungsprozesses half und als Vermittlung zwischen der Universität und mir diente. So bewarb ich mich an der University of Westminster im Herzen von London und bekam zeitnah eine Zusage. Zeitgleich bewarb sich auch meine Kommilitonin und Freundin, die ebenfalls angenommen wurde, sodass wir unser Auslandssemester gemeinsam absolvieren konnten.

Meine Unterkunft war die Marylebone Hall der Universität. Mein Weg zu den Vorlesungen betrug somit etwa zwei Minuten und erleichterte mir das Leben. Des weiteren lebte ich so Zentral, dass ich mit 15 Minuten Fußweg die Oxford Street erreichte. Die ersten zwei Wochen vergingen traumhaft und wir erkundeten die Stadt. Ich hatte mir eine lange To-do-Liste erstellt und erweiterte diese regelmäßig durch neue Orte, die ich in den sozialen Medien sah. 

Vor meiner Ankunft wählte ich die Module: The Role of the Manager, Innovative Marketing und Global Business Environment und ließ diese vorab von meiner Hochschule in Deutschland anerkennen. 

Ich wählte nicht die Module mit den höchsten Schwierigkeitsgraden und belegte die Module daher häufig mit Kommilitonen, die in den ersten Semestern ihres Studiums waren. Sprachlich gab es für mich keine Probleme. Nach einer Woche hatte ich mich schnell an die verschiedenen Akzente der Professoren gewöhnt. Ich hatte keine Klausurphase. Stattdessen standen mir im Laufe des Semesters viele verschiedene Abgaben bevor. 

So musste ich einen Podcast aufnehmen, mehrere Hausarbeiten und ethische Texte schreiben und auch zwei Präsentationen vorbereiten. Die Vorlesungen und Seminare waren zum Teil Online und zum Teil in Präsenz und haben mir stets Freude bereitet. Wir waren in kleineren Gruppen von etwa 15-35 Leuten in den Seminaren. 

Den schulischen Teil würde ich zusammenfassend als interessant, abwechslungsreich und lehrreich beschreiben. Ich hatte teilweise ganz andere Aufgaben als bisher in meinem Studium in Deutschland. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass die Dozenten weniger professionell sind, da sich zum Beispiel im Laufe des Semesters kurz vor Abgabe einer Arbeit die Aufgabenstellung veränderte oder das Modulhandbuch unkonkret war und sich ebenfalls veränderte und von den Informationen der Dozenten abwich, was für Verwirrung sorgte.

Abgesehen von meiner akademischen Entwicklung und Erfahrung habe ich allerdings sehr viel für mich selbst gelernt. Ich hatte viel Zeit für mich selbst. Ich spielte in der Basketball Mannschaft der Universität und lernte viele großartige und interessante Menschen aus den verschiedensten Ländern kennen. Die Menschen in London sind superfreundlich und herzlich, sodass mir in meinen vier Monaten kein einziger unfreundlicher Mensch begegnet ist. Die Metropole wird nie langweilig und es ist immer was los. London ist wunderschön. Jede Ecke ist sauber und selbst die Mülltonnen und Laternen sind mit goldenen Verzierungen bemalt. Hinter jeder Ecke lauert eine Inspirationsquelle und mein Auslandssemester war wirklich wunderschön. 

Ich habe gelernt, dass kein Ziel unerreichbar ist und dass man alles schaffen kann. Es klingt ein wenig Klischeehaft, aber tatsächlich haben mich die Menschen so stark inspiriert. Ich habe mich mit so vielen Menschen unterhalten und egal, woher sie kommen, sie gehören zu London und fühlen sich dort wohl und zuhause. Ich hatte das Gefühl, das jeder in dieser Stadt Willkommen ist.  

Ich kann jedem der darüber nachdenkt ein Auslandssemester zu machen nur dazu raten sich zu trauen! Es lohnt sich alle Male und prägt einen für sein Leben. Man bereut meist die Dinge, die man nicht getan hat und dank meines Teilstipendiums der Hochschule Ruhr West konnte ich auch finanziell ein wenig aufatmen und die Zeit in vollen Zügen genießen. 

 Liebe Grüße

Zeyneb

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