Erfahrungsbericht: Sook-Ja Rebecchi

Sook-Ja Rebecchi
„Mit dem 4W-DriveDunes Bashing in den Dünen von Stockton Beach, Surfen und Sonnenbaden am Strand, Angeln bei Sonnenuntergang in der Marina und anschliessend Bier, Rugby und Fish&Chips als krönender Abschluss von einem All-Aussi-Day...“

Teil 1: Uni/ Studium/ Kommilitonen

Die Entscheidung ein Semester im Ausland zu studieren war schnell getroffen, der bürokratische Aufwand des Bewerbungsprozesses und die Reisevorbereitungen dagegen nervenaufreibend und zeitintensiv. Trotz meines organisatorischen Backgrounds und meiner Reiseerfahrung war dies absolutes Neuland für mich und ich war heilfroh IEC als direkten Ansprechpartner an meiner Seite zu haben.

Orientation

In Newcastle angekommen, hieß es dann erst einmal Orientieren, Wohnung finden, in Uni-Kurse Einschreiben und einen Job suchen. Hier hat mir die Orientierungswoche der Uni wirklich sehr geholfen und ich kann nur jedem empfehlen, wenn möglich daran teil zu nehmen. Nicht nur wegen des Informativen sondern vor allem auf Grund des sozialen Charakters der Veranstaltung: einheimische und internationale Kommilitonen kennenlernen und die Möglichkeit haben sich auszutauschen. Des Weiteren wurden Fragen beantwortet wie „Wie nutze ich das online Uni-System? Wie schreibe ich mich in meine Kurse ein? Wie beantrage ich einen Studentenausweis? Wo finden meine Seminare statt? Wie ist die Universität strukturiert und wo bekomme ich Hilfe und Informationen wenn ich sie benötige? Wo finde ich Gleichgesinnte und welche universitätsinternen Aktivitäten/ Clubs gibt es? Was übernimmt die Krankenkasse? Wo finde ich Computerpools, wo kann ich Drucken und Kopieren? Wie und wo kann ich Bücher ausleihen? Etc.

Sprachnachweis

Den Sprachtest für meine Bewerbung an der Universität Newcastle habe ich an meiner Heimatuniversität Potsdam abgelegt. Hierbei handelte es sich um einen Sprachtest vom DAAD der kostenfrei mit vorheriger Anmeldung 2-3 mal im Jahr angeboten wird. Da ich bereits Erfahrung und Sprachkenntnisse im englischsprachigen Ausland erworben habe, habe ich mich nicht auf den Test vorbereiten müssen.

Der Sprachtest war für die Einstufung meiner Sprachkenntnisse und Fähigkeiten um an einer Australischen Universität zu Studieren notwendig, ich denke jedoch nicht das er für meinen weiteren Berufsweg relevant ist, da er meine Sprachkenntnisse nur zu dem Zeitpunkt des Tests widerspiegelte. Bereits nach 3 Monaten im Ausland bin ich sicher, haben sich meinen Sprachkenntnisse bereits verbessert. Ein Auslandssemester sowie Fremdsprachenkenntnisse sind jedoch erforderliche Qualifikationen für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang.

Meine Entscheidung für ein Auslandssemester

Die Entscheidung ein Semester im Ausland zu studieren, traf ich bereits bevor ich überhaupt mein Studium der Europäischen Medienwissenschaft begann. Ein Auslandsaufenthalt gestaltet sich als schwierig wenn man erst einmal in die Arbeitswelt eingestiegen ist, das Studium hingegen bietet einem die Möglichkeit und den perfekten Zeitpunkt.

Wie bereits erwähnt, erwarten Unternehmen heutzutage neben fachlicher und Sozielkompetenz weitere Zusatzqualifikationen,  wie Fremdsprachenkenntnisse und Auslandserfahrung.  Des weiteren empfinde ich es extrem wichtig für die persönliche Entwicklung Zeit im Ausland zu verbringen. Zusätzlich ermöglicht ein Auslandssemester eine fremde Kultur ggf. sogar als zukünftige Heimat kennenzulernen.

Meine Kriterien für die Auswahl von Land und Uni

Nachdem ich bereits als Tourist vor drei Jahren, zwei Monate in Australien verbracht hatte,  wusste ich das ich eines Tages in dieses Land zurückkehren würde. Ausschlaggebend für die Universität Newcastle waren die geringeren Studiengebühren (im Vergleich zu anderen Australischen Universitäten), das Studienangebot im Bereich Kommunikation / Design / Kunst, die klimatischen Begebenheiten an der Ostküste (milde Winter), die preiswerteren Lebenshaltungskosten im Vergleich zu Beispielsweise Sydney, sowie die angenehme Größe von Newcastle mit 300.000 Einwohnern. 

Die Universität Newcastle ist im eine der renommiertesten Universitäten im Bereich der Forschung. Ingenieurswissenschaften dominieren das Angebot. Jedoch ist die Universität im Bereich Media / Kommunikation außerordentlich gut ausgestattet. Universitätseigene Sound/Ton-Studios, TV- und Fotostudios, Schnittraume sowie High-End Video-und Film Equipment stehen Studenten kostenfrei zur Verfügung.  

Karrierefaktor Auslandsstudium

Wie bereits erwähnt ist Auslandserfahrung und Fremdsprachenkenntnisse heutzutage ein absolutes „must-have“. Vor allem im Media-Bereich, der international ausgerichtet ist, sind Fremdsprachenkenntnisse Grundvoraussetzung.  

Finanzierung des Auslandsstudiums

Ich habe meinen Antrag auf Auslands-Bafög bereits November 2010 gestellt, das ist nun fast ein Jahr her. Nach 4 Monaten in Australien habe ich nun endlich Auslandsbafög erhalten. Die Informationen und Hilfestellungen zur Antragsstellung sind eher dürftig und meine Sachbearbeiterin wenig hilfsbereit. Das Bewerbungsverfahren war absolut nervtötend und zeitintensiv, dennoch es hat sich gelohnt. Reguläres Bafög würde ich nicht erhalten, daher waren meine Aussichten auf Auslandsbafög eher beschränkt. Ich kann jeden nur ermuntern es trotzdem zu versuchen, auch wenn man sich ziemlich durchbeißen muss und man sich im Vorfeld kaum Chancen ausrechnet - am Ende habt Ihr vielleicht genauso Glück wie ich.

Teil 2: Freie Zeit

Newcastle - Was man gesehen haben sollte

Newcastle ist keine typische Touristenstadt, d.h. es mangelt an Sightseeing Attraktionen aber nicht an schönen Ecken, die man unbedingt sehen sollte.

Ein perfekter Tag in Newcastle
I.    Der beste Kaffe der Stadt „One Penny Black“, Hunter Street, Newcastle East.
II.    Spaziergang entlang der Foreshore Promenade zu Nobby’s Beach, entlang der Break wall und den Boogie Bordern zuschauen.
III.    Morning swim im Newcastle Bath alternativ den Surfern zuschauen.
IV.    Spaziergang durch King Edwards Park mit grandiosen Aussichten aufs Meer, mit etwas Glück Wale und Delphine.
V.    Vintage Shopping auf der Darby Street und Lunch in einem der süßen Restaurants oder Cafes.
VI.    Besuch der Newcastle National Galerie.
VII.    Fährfahrt nach Stockton und Strandspaziergang durch Sanddünen.
VIII.    Sonnenuntergang, Besichtigung der Cathedral (Church Street) mit tollem Blick über dem Hafen.
IX.    Cocktails und Dinner in einem der Restaurants am Wasser, Honeysuckle.

Mein persönlicher Geheimtip
Jeden Dienstag ist „Open Mic Night“ im Great Northern Hotel, Watt Street/Crn Scott Street. Billard, Live-Bands und Rumpsteak für 10 AUD.

Am besten entspannen lässt es sich mit einem Spaziergang am Meer. Nobby’s Beach oder Stockton Beach sind nicht so überlaufen wie Newcastle Beach. Feiern läßt es sich am preiswertesten Mittwochs, da ist Studenten Night. The Brewery, King Street, Cambridge, The Delany (Del) oder das Great Northern Hotel, Kent, The Exchange etc.. sind gute Anlaufstellen. Meiden sollte man: Fanny“s und Finnegans .

Ganz anders als zu Hause

Man merkt schon, das man sich auf der Südlichen Hemisphäre befindet. Das Southern Cross erstrahlt am nächtlichen Sternenhimmel, die Autos fahren auf der anderen Straßenseite, Pubs heißen manchmal Hotels auch wenn sie keine Betten haben, an der Bar wird nicht nur Bier geordert, sondern auch das Essen im Restaurant, ‘arvo‘ heißt hier Nachmittag und  ‚ta‘ Danke, Rugby ist Nationalsport und Surfen eine Religion. Doch auch hier gibt es beim Aldi tatsächlich Sauerkraut – home sweet home!

Mein bisher schönstes Erlebnis in Australien war sicherlich mein erster Beach-Fishing-Trip mit Freunden nach Nelson Bay. Mit dem 4W-DriveDunes Bashing in den Dünen von Stockton Beach, Surfen und Sonnenbaden am Strand, Angeln bei Sonnenuntergang in der Marina und anschliessend Bier, Rugby und Fish&Chips als krönender Abschluss von einem All-Aussi-Day.

Favourite Study Space in Newcastle