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Abstecher nach Bintan

Hallo Leute,

bevor die Lernphase für die Uni beginnt, haben ein paar Freunde und ich uns entschieden für ein Wochenende auf die indonesische Nachbarinsel Bintan zu fahren, um uns etwas von der ersten Woche Uni zu entspannen :P

Am Freitag Nachmittag haben wir die Fähre in Richtung Bintan genommen. Nach nur einer Stunde ist man auch schon am Ziel angekommen. Die Kosten für eine Hin- und Rückfahrt waren erschwinglich. Es schwankt zwischen 50-70$.

Nach der kurzen Fahrt, wurden wir schon von unseren Taxifahrern erwartet, die uns zu unserer Unterkunft (hieß Shaddy Shack oder so ähnlich) gebracht haben. Die Fahrt dauerte nochmals ca. eine Stunde und so kamen wir erst Abends an unserem Ziel an. Die Unterkunft war aber absolute Spitze. Wer Luxus erwartet, ist hier sehr falsch, dafür erwartet euch hier aber Natur pur! Wir haben die zwei Nächten in Holzhütten direkt am Strand (ca 4 Meter bis zum Wasser) übernachtet. Nachts konnte man das Wasser, die Vögel und anderen Tiere sehr gut hören, während man langsam einschlief. Auf dem Foto könnt ihr übrigens die Hütte mal anschauen, in der wir gewohnt haben :)

Als erstes haben wir alle direkt mal was gegessen. Dem Essen dort gebe ich 3 von 5 Sternen. Es war nichts besonderes, aber es schmeckte frisch und war preislich erschwinglich. Wir waren uns alle einig, dass das Omelette dort am besten war :D

Abends blieb dann noch die Zeit, kurz Feuerholz zu suchen und ein Feuer am Strand zu machen. Es hielt zwar nicht lange, aber für die paar epischen Minuten hat sich der Aufwand doch wieder gelohnt. Beendet haben wir den Abend mit einer kleinen Runde Fußball mit ein paar Locals von Bintan.

Der Tag dannach hat, für mich zumindest, sehr frühr begonnen, da ich umbedingt den Sonnenaufgang miterleben wollte, Wurde leider nichts draus :P Obwohl ich ca. um halb 6 augestanden bin, war die Sonne schon fast vollständig aufgegangen. Wer den Sonnenaufgang also sehen möchte: Geht am besten garnicht erst schlafen :D

Ansonsten haben wir den ganzen Tag am Meer gechillt, das wirklich einfach der Hammer war. Teilweise sehr klares Wasser und wolkenloser Himmel. Das Wetter hat zum Glück mitgespielt. Ich habe dort auch meine ersten Schnorchelerfahrungen sammeln können. Viel habe ich leider nicht entdecken könne, aber ein Oktopus und viele kleine, bunte Fische waren auch für mich zu finden :) Gegen Abend haben wir dann ein lokales "Restaurant" aufgesucht, um mal von dem Essen aus dem Hostel wegzukommen. Das Essen dort war auch sehr günstig, aber wirklich spektakulär war es dann auch nicht. Ganz süß war aber, dass wir bei dem Restaurant scheinbar eine Art Attraktion waren und so entstanden ca. 20 Fotos von uns und der Lokalbesitzerin für ihr Fotoalbum und ihre Facebookseite. Diese Erfahrung haben wir noch öfter machen dürfen. Viele Kinder und Erwachsene auf Bintan scheinen nicht oft "Weisse" Personen zu sehen, da wir oftmals stark winkend und grinsend begrüßt wurden. Wirklich lustig :) Abends wurde dann noch ein richtiges Lagerfeuer gemacht, dass länger anhielt. Es wurde von dem Hostelpersonal arrangiert. Spontan wurden wir auch noch zusätzlich von einem scheinbar betrunkenen Feuerspucker entertaint :P

Der nächste Tag war dann mal wieder etwas spektakulärer. Wir haben uns Motorroller gemietet, um die Insel ein wenig zu erkunden. Motorroller scheinen hier das gängigste Fortbewegungsmittel zu sein. Manchmal sieht man eine ganze Familie (Vater, Mutter, zwei Kinder) auf einem Roller fahren. Auf eine Weise lustig anzuschauen, aber andererseits einfach sau gefährlich. Generell wird hier kaum Wert auf Verkehrsregeln gelegt. Es wird wild über rot gefahren, von links und rechts überholt, gehupt, wenns einem passt und so schnell gefahren, wie nur möglich. Also obacht!

Der Trip an sich war aber der Hammer. Wir hatten nicht so wirklich einen Plan, wo es hingeht. Nach einer Weile haben wir aber ein Art Stadt entdeckt, wo wir dann abgestiegen sind, um uns umzuschauen. Die Stadt an sich war sehr dreckig und die Leute teilweise bizarr. Dort wurden wir teilweise echt angeglotzt, als würden wir von einem anderen Stern kommen. Aber dennoch waren die Menschen sehr nett, wenn man mal mit Ihnen gesprochen hat. Die Kommunikation war generell relativ schwer, da viele wenig bis garkein Englisch gesprochen haben. Das ist in Singapur äußerst selten der Fall. Auch die Preise auf den Märkten waren sehr günstig. Eine ganze Kokusnuss, die frisch vor unserem Augen durch eine Machete aufgeschnitten wurde, kostete umgerechnet 30 Cent (eurpäische).

Nachdem wir und durch alle stinkenden Fischmärkte gekämpft haben, fuhren wir weiter zu einem anderen Strand. Der war noch beeindruckender als unser. Es handelte sich um eine Bucht mit scheinbar noch klarerem Wasser und sehr angenehmer Temperatur. Nach dem stundenlangen Rollertrip eine willkommene Abkühlung :)

Abends wurden wir dann schließlich von unseren Taxen abgeholt und zur Fähre gefahren, die uns wieder nach Singapur brachte. Natürlich wurde vor der Einreise obligatorisch der Duty Free Shop an der Fährstation abgegrast, damit wir für die kommenden Partys auch günstig gerüstet sind. Ich kann nur nochmal betonen, dass der Alkohol sehr, sehr teuer ist :)

Insgesamt hat sich der Trip ziemlich gelohnt und ich bin mit vielen neuen Erfahrungen "nach Hause" gefahren. Wochenendtrips, insbesondere nach Bintan, kann ich euch also nur empfehlen :)

Jetzt geht hier erstmal wieder die Uni weiter, juhu! Ich bin schließlich zum studieren hier ;)

Beste Grüße aus Singapur und bis bald!

 

Joel

Unsere Hütte auf Bintan

Joel De Marco zuletzt bearbeitet am 01.11.2014