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Vorbereitung

Nach dem der “Offer of Place“ der Massey University in meinem Emailpostfach gelandet war, galt es die restlichen Gebühren zu bezahlen, die nicht durch das Stipendium (Tuition Fees) abgedeckt wurden. Das waren zum einen die „Compulsory Non-tuition Fees“ von NZ$586, die einmal jährlich fällig sind und die „Studentsafe-University Insurance“ von NZ$295. Mit der „Insurance“ kann man direkt auf dem Campus zum Allgemeinmediziner gehen und auch etwaige Termine beim „Counselling Services“ sind abgedeckt.

Gleichzeitig ging es dann los mit Organisieren und Planen.

Das Ganze kam so überraschend, wir hatten es gar nicht mehr im Focus und uns somit auch nicht mehr damit beschäftigt.

Nun ging es daran zu klären, welche Visas wir drei nun genau benötigen und welche Unterlagen dafür erforderlich sind. Das warf wiederum eine gnaze Menge neuer Fragen auf. Ich hab in der Zeit alles in ein Notizbuch geschrieben, dass ich immer mit mir herum getragen habe, um etwaige Ideen und Rückrufe zu notieren. Dort steht jetzt alles drinnen; wann ich mit wem worüber gesprochen habe, welche Änderungen es gab etc.

Die wichtigsten Dinge, die es aus meiner Sicht zu organisieren gab, waren folgende:

  • Unterkunft für drei Personen
  • Nachweis einer ausreichenden Finanzierung für die Visabewerbung
  • Kindergartenplatz für unsere Tochter
  • Alle anderen wichtigen Unterlagen/ Dinge für die Visabewerbung

 

Eine erschwingliche Unterkunft für einen alleine zu finden, ist ja in der Regel in einer Unistadt meist schon nicht ganz einfach, wenn auch nicht unmöglich. Wenn man dann allerdings in die Suchanzeige „Pärchen mit Kleinkind“ schreibt, dann bekommt man genau "0" Resultate. Hier sind dann erst einmal Ideen gefragt, um Suchkriterien zur Suche weiter zu verfeinern.

Meine erste Anlaufstelle waren daher die Unterkünfte der Massey University. Ich hab mich einen Kullerkeks gefreut, als ich rausgefunden habe, dass die Uni Familienappartements anbietet.  Schnellstens habe ich mich direkt darauf beworben nur um kurze Zeit später – sehr enttäuscht -  eine Absage im Postfach zu haben. Der Grund: Man nimmt für die Appartements nur Bewerbungen für das ganze akademische Jahr an, nicht nur für ein Semester. Wer also plant, zu Jahresbeginn anzureisen und zwei Semester zu absolvieren, der sollte sich hier ruhig bewerben.

Für uns hieß es dann allerdings weitersuchen.

Dafür war ich in sämtlichen relevanten Facebook-Groups, Online-Foren und Websites präsent. Habe mir zig unterschiedliche Beherbergungsmöglichkeiten angeschaut und irgendwann frustriert den Kopf auf die Tischplatte gelegt.

Das wir dann letztendlich doch noch eine Unterkunft gefunden haben, war dann mehr eine glückliche Fügung des Schicksals. Ich hatte auf einer chrisltichen Flatsharing-Website eine nette junge Frau angeschrieben, die mir leider mitteilte, dass ihr Zimmer nicht nur zu klein sondern für den Zeitraum auch schon vergeben war. ABER sie arbeitet im Kranknehaus in Palmerston North und die haben ein internes „Social Media“ Netzwerk namens „Gossip“.

Sie bot mir an, unsere Anzeige dort einzustellen. Nachdem ich wochenlang verzweifelt gesucht hatte, bekam ich innerhalb von zwei Tagen eine Anfrage von einem netten älteren Ehepaar, ob wir uns vorstellen könnten, ein bisschen außerhalb der Stadt bei ihnen zu wohnen, auf einem Lifestyle Block. Und natürlich, wir konnten es uns vorstellen.

Was genau ein Lifestyle Block ist und wie es da aussieht, erfahrt ihr im nächsten Post ;)

Living on a Lifestyle Block

Sina Schmiester zuletzt bearbeitet am 04.09.2017