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Meine erste Woche

Hallo Zusammen~ Meine erste Woche an der Carleton Universität verging wie im Flug und ich möchte euch in diesem Blogeintrag von meiner ereignisreichen Woche erzählen.

 

Rideau Canal

Aller Anfang ist schwer. Nach dem Einzug in mein Studentenwohnheim habe ich mir natürlich Sorgen über viele Dinge gemacht. Wie zum Beispiel: Werde ich neue Freunde kennenlernen? Wie werden meine Mitbewohner sein und werden wir uns gut miteinander verstehen? Werde ich meine Heimat, Familie und Freunde vermissen? Ich bin sehr froh, dass ich mich hier relativ schnell einleben konnte und mich sehr gut mit meinen Mitbewohnerinnen verstehe. Glücklicherweise habe ich auch viele neue Menschen kennengelernt und Freunde gefunden. Natürlich vermisse ich meine Familie, Heimat und Freunde, aber das ist ganz normal. Es war eine ereignisreiche Woche mit vielen Highlights und ich möchte euch heute davon erzählen.


Move-In-Day:

Ich habe mich entschieden, in den Residences (Wohnheim) auf dem Campus der Uni zu wohnen, da man dort einfach mehr vom Studenten-Leben mitbekommt. Am 01. bis 02. September war der offizieller Move-In-Day, an dem die meisten Studenten in die Wohnheime eingezogen sind. Bevor man einziehen konnte, musste man erstmal sein eigenes Move-In-Package vom jeweiligen Wohnheimsgebäude abholen. Das Move-In-Package beinhaltet dabei die Schlüssel für die Zimmer, ein paar Informationsflyer, den Studentenausweis sowie U-Pass. Der U-Pass ist eine Fahrkarte, mit der man kostenlos mit Bus und Bahn in ganz Ottawa fahren kann. Beim Einzug wird man von sehr vielen hilfsbereiten Studenten herzlich empfangen. Diese helfen gerne dein ganzes Gepäck in dein Zimmer zu tragen. Wenn man mit einem Auto kommt, kann man sogar direkt für kurze Zeit am Gebäude parken. Nachdem man geparkt hat, wird man gleich von einem Schwarm von hilfsbereiten Studenten empfangen, die "Pop the Trunk", also "Öffne den Kofferraum" rufen.

Es gibt verschiedene Residences in Carleton. Man kann sich dabei entscheiden, ob man in einem Einzelzimmer oder mit jemanden zusammen in einem Zimmer wohnen möchte. Ich habe mich hierbei für das Leeds House mit einem Einzelzimmer entschieden. Es ist das einzige Gebäude, bei der die Wohnungen eine eigene Küche haben. Ich teile mir die Wohnung mit drei weiteren Studenten. Jeder hat ein eigenes Zimmer und man teilt sich jeweils zu zweit ein Badezimmer. Das Leeds Studentenwohnheim hat dabei 6 Stockwerke und auf jedem Stockwerk wohnen etwa über 70 Studenten. Für jedes Stockwerk gibt es einen Residence Fellow, der für das jeweilige Stockwerk zuständig ist und den Studenten bei Problemen helfen soll. Residence Fellows sind auch Studenten der Universität und wohnen jeweils am Eingang des Stockwerks. In dem Leeds Gebäude dürfen nur Third und Fourth year sowie Graduate Studenten wohnen.

Fun Fact: Viele internationale Studenten sowie Austausch-Studenten wohnen im Leeds Gebäude. Man kann also auch viele verschiedene Studenten aus unterschiedlichen Ländern kennenlernen. Gleich am Einzugstag gab es auch schon das erste Residence Meeting, bei dem man seinen Residence Fellow sowie andere Studenten, die im gleichen Stockwerk wohnen, kennenlernt.

Orientation Week:

In der ersten Woche findet die Orientation Week statt, bei der man viele neue Menschen kennenlernt. In dieser Woche gibt es eine Reihe von Aktivitäten, an denen man teilnehmen kann. Zum Beispiel die Movie Night, Quiz Night oder Northern Light Show zusammen anschauen gehen. Ich hatte mich entschieden, zusammen mit anderen die Lichtershow am Parliament Hill anzuschauen. Die sogenannte Northern Light and Sound Show geht etwa 30 Minuten und erzählt über die Geschichte Kanadas. Es ist eine wunderschöne Show und ich würde es definitiv weiterempfehlen. Die Lichtershow geht von Juli bis September. Hier ist ein Bild von der Lichtershow zu sehen.

Northern Light Show

Fun Fact: In Kanada ist das Mindestalter für Alkohol 19. Während in deutschen Universitäten die Orientation Week zum Beispiel eine Bar-Tour oder andere Aktivitäten mit Alkohol beinhaltet, ist es hier in Kanada anders. Hier möchten sie den Alkoholkonsum nicht unterstützen und deshalb sind die offiziellen Events alkoholfrei. Aber für Leute, die gerne feiern gehen, gibt es in den Wohnheimen von anderen Studenten oder außerhalb des Campus viele Orte.


Carleton Expo:

Am Dienstag gab es eine Carleton Expo, bei der verschiedene Hochschulgruppen sich vorstellen und man sich für die jeweiligen Gruppen anmelden kann. Hier gibt es über 500 Gruppen, die einen eigenen Stand haben und man kann sich an den jeweiligen Ständen informieren.

Unter der großen Auswahl gibt es auch einige außergewöhnliche und lustige Gruppen. Zum Beispiel einen Quidditch Sport Club. In diesem Club macht man die Quidditch-Sportart aus dem Roman Harry Potter. Es gibt aber auch seriösere Gruppen wie Aiesec, UNICEF oder auch Rotaract etc. Ich habe mich hierbei auch für ein paar Gruppen eingeschrieben. In einem späteren Blogeintrag werde ich euch mehr über die Clubs, in die ich mich eingeschrieben habe und wie ich sie finde, erzählen.


Mein Stundenplan:

Ich habe mich entschieden, dieses Semester nur 3 Kurse zu wählen, wobei einer davon ein Online Kurs ist. Daher habe ich nur am Montag und Mittwoch Vorlesungen. Jedoch sollte man den Arbeitsaufwand hier nicht unterschätzen, da man ziemlich viel auch selber nacharbeiten muss. Auf die Unterschiede zwischen den Universitäten in Deutschland und Kanada werde ich in einem späteren Blogeintrag näher eingehen.


Freizeit:

Die restliche freie Zeit in dieser Woche habe ich genutzt, Ottawa noch ein bisschen zu erkunden. Nicht weit entfernt von der Carleton University ist dabei ein kleiner Strand: Mooneys Beach Park. Er ist zwar nicht sehr groß, aber man hat eine schöne Aussicht. Ich bin schon sehr froh, dass es überhaupt einen Strand gibt. Hier seht ihr ein Bild von dem Strand. Außerdem liegt der Campus direkt am Rideau Canal. Ich wohne nur etwa 5 Gehminuten von dem wunderschönen Kanal entfernt. Viele Menschen joggen oder spazieren gerne entlang des Kanals. Er ist wirklich sehr schön und im Winter wird der Kanal zu einer Schlittschuhlaufbahn! Darauf freue ich mich schon sehr.

Carleton University

Fun Fact: Der Rideau Canal, auch Rideau Waterway genannt, ist ein 202 Kilometer langer Kanal und nach dem Rideau River benannt. Der Rideau Canal ist die älteste ununterbrochen benutzte künstliche Wasserstraße in Nordamerika und ist ein Weltkulturerbe.

 

Mein Fazit für diese Woche:

Wenn man in einer fremde Umgebung ist und niemanden kennt, braucht man sich keine Sorgen zu machen. Lasse es einfach auf dich zukommen und versuche deinen inneren Schweinehund zu überwinden! Wie für viele Andere, war es für mich anfangs sehr schwer den ersten Schritt zu machen und mit einer fremden Person ein Gespräch anzufangen. Aber das kommt mit der Zeit.

Das waren meine Highlights der Woche!

Bis zum nächsten Mal~

Viele Grüße aus Kanada!

 

Nina

Nina Ge zuletzt bearbeitet am 22.09.2018