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Zimmersuche // 8th Street ≠ 8th Avenue

Hallo liebe Leser,

im Folgenden möchte ich Euch gerne etwas über die Zimmersuche erzählen. Wir haben eine Menge erlebt. Wie ich ja schon in meinem letzten Blog berichtet habe, macht es Sinn, den Bus zur Uni zu nehmen und von dort aus zu allen Apartment-Komplexen zu laufen. Genau das haben wir auch getan.

Zuerst einmal muss ich sagen, dass Bus fahren in San Diego nicht mit Bus fahren in Deutschland zu vergleichen ist. Die Busfahrer geben z.B. kein Wechselgeld und man kann sein Fahrrad, wenn man denn eines besitzt, vorne am Bus befestigen, um es nicht mit hinein nehmen zu müssen. Im Inneren des Busses gibt es auch keine Stop-Knöpfe, sondern eine Art Drahtseil, welches durch den ganzen Bus führt. Das fand ich interessant genug, um darüber zu berichten. Sollte es nicht so interessant klingen, macht die Erfahrung selbst. Ihr werdet schon sehen, was ich meine, wenn es soweit ist.

Nach ca. drei Stunden erfolgloser Zimmersuche auf craigslist.org kamen wir dann endlich an der Uni an. Schon an der Bushaltestelle wurden wir bereits von einem großen Banner mit Aufschrift „BLVD 63“ angelacht. Wir sind dann auch gleich mal zum Büro gegangen, um uns die Sache genauer anzuschauen. Im Büro selbst wurden wir dann von einer aufgesetzt freundlichen und überaus aufgeweckten Mitarbeiterin „beraten“, die mehr Werbung gemacht hat, als alles andere. Sie hat uns dann zum eigentlichen Büro weitergeleitet, in dem sie uns eine Karte in die Hand drückte und meinte, es seien nur 10 Minuten Fußweg bis dort hin. Nach etwa einer halben Stunde (!!!) kamen wir dann dort an, nur um gesagt zu bekommen, dass man hier nur für 12 Monate unterschreiben kann, die Kaution zwei Monatsmieten beträgt (ca. $5,000) und man selbst für seinen Nachmieter verantwortlich ist. Also an alle, die sich für BLVD 63 interessieren: Bleibt denen fern! Der Aufwand lohnt sich nicht im Geringsten.

Nachdem wir uns mit Hilfe von Mc Donald’s etwas abreagiert hatten, ging es dann weiter zu diversen Apartment-Komplexen, die alle schon ausgebucht waren. Einschließlich Aztec Corner, welches schon seit März 2014 für das Fall Semester 2015 ausgebucht ist. Hier war das Personal jedoch so nett, uns mit Infos zu überhäufen. So sind wir dann an „The Suites on Paseo“ geraten, welches sich nur ein paar Blocks weiter befindet.

Hier angekommen wurden wir gleich von Ryan, einem der Büromenschen zu einer Tour durch’s Gebäude eingeladen. Wir waren absolut begeistert. Es gibt ein Gym, ein internes Kino inkl. Konsolen, einen Jacuzzi, diverse Tischtennisplatten und und und… Allerdings zu einem stolzen Preis. Die einzige für uns mögliche Variante war demnach ein 3-Bett-Zimmer. Nun ist es jedoch so, dass wir uns schon vorab entschieden hatten, die Gruppe zu teilen, sodass mein Kumpel und ich noch einen weiteren Mitbewohner finden mussten. Also machten wir uns erst einmal wieder auf den Weg zurück ins Lucky D’s, welches in der Nähe der 8th Avenue liegt.

Da wir noch nicht so wirklich wussten, wie wir jetzt genau dahin zurückkommen, haben wir dann einfach mal einen Bus genommen, auf dem groß die Aufschrift „8th“ prangte. Jedoch nicht „8th Avenue“, sondern „8th Street“. Dort angekommen befanden wir uns fast an der Grenze zu Mexiko und mussten dann von dort aus für $7 mit der Straßenbahn fahren und dann noch ca. 20 Minuten laufen, um wieder zurück zum Hostel zu kommen.

Dort angekommen, haben wir dann gleich unseren noch nahezu unbekannten Zimmergenossen mit der Idee überfallen, mit uns ein Zimmer in „The Suites on Paseo“ zu teilen. Was soll ich sagen? Wir sitzen gerade auf unserem Zimmer in Uninähe und „genießen“ ein Budweiser.  Ich würde sagen, es war die Tortur wert :D.

Ich würde „The Suites on Paseo“ jedem empfehlen. Es ist fünf Minuten Fußweg von der Uni entfernt, das Personal ist an Kompetenz nicht zu überbieten und die Anlage ist überwältigend. Wir zahlen jetzt zwar $725 pro Kopf, haben jedoch keine Nebenkosten. Das Gym und alle schon erwähnten Features stehen frei zur Verfügung und $100 gab’s noch geschenkt, weil wir für fünf Monate gebucht haben. Außerdem gibt es siebenmal pro Woche All-You-Can-Eat gratis. Das Essen ist außerdem frisch und abwechslungsreich. Mit Kantinenessen ist das nicht zu vergleichen. Man hat eher das Gefühl, man sitzt in einem schicken Restaurant.

Alles in Allem bin ich super zufrieden mit unserer Wahl. Man muss aber auch einfach mal Glück haben.

So viel zu diesem Zeitpunkt. Ich höre jetzt mal auf, bevor das hier noch in einem Roman endet.

Hier noch der Link zu „The Suites on Paseo“: http://www.suitesonpaseo.com/index.php

Lieben Gruß,

Sebastian

San Diego Trolley

Sebastian Mack zuletzt bearbeitet am 14.09.2014