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das Unileben

Hallihallo,

Diesen Blog widme ich mal komplett der Uni und allem darum herum.

Allgemeine Infos: Um die 25.000 Studenten und 3.500 Professoren etc. laufen auf dem Campus durch die Gegend - laut Google. Carleton ist eine richtige Campus-Uni, so wie man sie sich vorstellt. Alle Gebäude auf einem grooooßen Fleck, mit Innenhöfen, wirren Gehwegen und natürlich den Tunneln. Wir sind schon bei -14° angelangt - laut meinem Handy fühlt es sich sogar an wie -23° und ich gebe ihm Recht! An zwei Seiten ist der Campus vom Rideau River und dem Rideau Canal eingerahmt, was das Campus-Feeling noch mehr unterstützt. Der Athletics-Complex ist durch die S-Bahn Strecke abgetrennt und somit noch am weitesten vom Rest weg, aber trotzdem noch am Campus. Neben der S-Bahn kommen noch 4 Busse glaube ich auf den Campus, also ist schon sehr gut angeschlossen an den öffentlichen Nahverkehr.

Um nochmal auf die Tunnel sprechen zu kommen. Anscheinend gibt es Studenten, ich schätze mal vor allem die in den Residences leben, die mit Hilfe der Tunnel im Winter selten das Tageslicht erblicken. Deshalb werden sie auch liebevoll Tunnel Rats genannt ;)

Ich nutze die Tunnel eigentlich gar nicht, weil sich mein gesamter Unterricht in einem Gebäude abspielt.

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Die andere Uni der Stadt, die University of Ottawa ist so bisschen das Gegenteil. Hier fahren Autos durch, öffentliche Verkehrsmittel und auch so läuft man hier gern mal aus Versehen durch und merkt es eigentlich gar nicht. Also die ist etwas mehr verstreut. Da gefällt mir unser Campus schon besser ;)

Über den Foodcourt habe ich ja schonmal ein oder zwei Worte verloren, hat sich seitdem auch nichts geändert. Ich war aber auch schon lang nicht mehr da ehrlich gesagt. Ich habe immer drei Stunden Vorlesung am Stück, da machen wir natürlich mal Pause zwischendrin. Es würde sich aber nicht rentieren bis zum Foodcourt zu laufen. Deswegen haben die meisten selber Lunch dabei oder wir gehen wenn dann schnell zu einem der drei Tim Hortons ins Erdgeschoss und holen uns dort was. Das ist immer Glückssache, machmal ist die Hölle los und manchmal ist einfach nur viel los. In jedem Fall ist es immer ein knappes Unterfangen.

Carleton me

Was gibt’s noch zum Unterricht zu sagen? Ich habe auch drei mal die gleiche Dozentin, deswegen ist der Style immer recht ähnlich, bzw. genau der Gleiche ;) Meine Kommilitonen können unsere Dozentin irgendwie nicht so leiden ehrlich gesagt ;) Sie ist ziemlich verpeilt und unorganisiert. Einige Studenten weisen sie immer mal wieder auf ihre Fehler hin. Aber oft sagt sie auch selber, dass sie das und das auch öfters verwirrt oder, dass sie die Folien nicht ganz geschafft hat zu Ende zu machen und so weiter. Also ich kann verstehen, dass das Studenten in unteren Semestern stressen bzw. nerven kann, weil man sich nicht wirklich auf sie verlassen kann. Dafür ist sie dann bei der Benotung schon relativ streng! Ich muss aber sagen, ich finde sie sympathisch und die (kleinen) Fehler machen sie menschlich. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich bis jetzt immer gute Noten hatte ;) Toi, Toi, Toi, dass das so bleibt! Wir haben in jedem Fach wöchentliche kleine Abgaben an festen Tagen in der Woche - recht nervig und vor allem jetzt auch stressig, weil die „richtigen“ Assignments mehr werden. Fühlt sich in der Tat wieder an wie Schule. Alle sagen auch „school“, also hat schon seinen Sinn ;)

Kurze Zischen-Info: Allen denen ich von diesem System erzähle sagen immer: Och, das ist doch gut, da bleibt man wenigstens am Ball. Das schon, aber ich bin jemand, den Zeitdruck und viele Sachen gleichzeitig machen zu müssen stresst, immer die wöchentlichen Deadlines im Kopf haben etc. Für mich wäre dieser Stil auf Dauer nichts. Da lob ich mir unser System daheim ;)

Nachdem wir die wöchentlichen Assignments in der Klasse besprochen haben, gibt’s neuen Stoff. Zwischendrin sind immer kleine Aufgaben wie z.B. 10min Freewriting (im Fach Writing for Media) oder die 360° Kameras ausprobieren (Basics of Visual Communication) oder mit der Software „Tableau“ arbeiten (Introductary Data Storytelling), eingebaut. Diese Software habe ich hier erst kennengelernt, dafür machen wir auch immer wieder Tutorials in der Klasse, oder Tutorials für die Adobe Programme. Man muss immer im Hinterkopf behalten, dass meine Kommilitonen erst im 2. Jahr (dritten Semester) sind! Das vergesse ich manchmal, für die sind auch die Adobe Programme noch Neuland. Außerdem haben die noch mit Programmierung und Business zu kämpfen. Das habe ich zum Glück schon alles hinter mir, aber ich fühle definitiv mit ihnen! Ich war auch schon an ihrer Stelle…

Okay, ja wie schon gesagt ich habe keinerlei schriftlichen Prüfungen in diesem Semester, nur take-home-exams. Darüber bin ich ehrlich gesagt ganz froh, weil ich’s so auch von daheim gewohnt bin ;)

Zur Uni komm ich entweder nach wie vor mit dem Bus oder jetzt auch mit den beiden Bahnen. Dazu müsste ich 10min zur ersten Station laufen, damit dann ein paar Stationen fahren, in die andere umsteigen und die bringt mich dann direkt in den Campus.

  • Vorteile Bus: Meine Haltestelle ist nur 3min zu Fuß entfernt und ich muss nicht umsteigen.
  • Nachteile: Ist unzuverlässig, dauert länger als die Bahn.
  • Vorteile Bahn: zuverlässig und schnell
  • Nachteile: ich muss 10 min zur Station laufen und einmal umsteigen.

Also mal so mal so ;)

Ich hab immer Montags, Mittwochs und Freitags von 11:35-14:35 Uhr Uni. Dienstags und Donnerstags hab ich somit frei. Nach bzw. vor der Uni geh ich meistens noch ins Uni eigene Gym oder besuche einen der Kurse. Meine zwei Lieblingskurse sind Kickboxing Fundamentales und Vinyasa/Hatha Yoga. Das Gym ist ja umsonst sozusagen und die Kurse habe ich mit dem CUFit Pass abgedeckt.

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Spannender wird’s nicht wirklich. Vor allem zur Zeit (midterms) geht viel Zeit für die take-home-exams drauf. Das wird sich dann am Ende des Semesters noch einmal wiederholen ;) Übrigens, die vorlesungsfreie Zeit beginnt am 6.12.19. danach hat man entweder nur noch Prüfungen oder eben Abgaben. (Da ist gar nicht mehr soooo lang hin…)

Sonst so geh ich tatsächlich auch hin und wieder in meiner Freizeit in die Uni. Letztens war z.B. Trivia-Night. Wie ein Quiz-Abend, bei dem in Teams Fragen beantwortet werden und welches am Ende am meisten richtig hat, hat gewonnen. Bei den Fragen geht’s größtenteils um Allgemeinwissen, aber auch über kanadische Facts. Da hatte ich ziemlich Glück, dass in meinem Team neben der lieben Laura auch eine Kanadierin war ;) Auf jeden Fall haben wir gewonnen und der Preis war eine Flasche Ahornsirup. So gabs auch noch ein paar Snacks während des Abends. Hat auf jeden Fall total Spaß gemacht. So viel Spaß, dass ich heute gleich nochmal zu so einer Trivia-Night gehen werde. Die werden übrigens wieder von den verschiedenen Clubs an der Uni angeboten und sind kostenlos s:)

Mehr fällt mir momentan nicht mehr ein über die Uni ;)

Long Story short:

Ich bin mit meiner Carleton University auf jeden Fall mehr als zufrieden! Auch meine Kurse waren eigentlich eine gute Wahl. Writing for Media ist jetzt nicht mein liebstes Fach, aber ich will mich auf keinen Fall beschweren und dafür sind die anderen beiden umso cooler!

Falls ich noch irgendeine Frage unbeantwortet gelassen habe, meldet euch bei mir auf Instagram. (Ich hab wirklich leider keine schönen Fotos von der Uni…)

See ya!

Samantha Stadler zuletzt bearbeitet am 14.11.2019