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Ausgaben & Tipps

Ein Auslandssemester in Australien ist definitiv in vielen Dingen teurer als in anderen Ländern. Jedoch auch in Australien ist es möglich, sparsam über die Runden zu kommen. Meine generellen Ausgaben konnte ich durch den Bafög Höchstsatz, Promos- und IEC-Stipendium decken. Kosten für reisen, feiern oder schick essen gehen sind dabei natürlich nicht mit eingerechnet.  Hier meine generellen Ausgaben, Erfahrungen und Tipps zusammengefasst:

Auslandskrankenversicherung: In Australien könnt ihr mit einem Studentenvisum oder Work and Travel Visum studieren. Das Work and Travel Visa ist günstiger, es kann eine günstigere Krankenversicherung abgeschlossen werden und die Aufenthaltsdauer in Australien kann bis zu einem Jahr betragen. Allerdings darf die Studienzeit von Semesterstart bis Semesterende mit einem Work and Travel Visa nicht mehr als vier Monate betragen! Die Aufenthaltsdauer mit einem Studentenvisa ist auf eure Studienzeit plus einen Monat begrenzt. Da ich mir einen weiteren Aufenthalt in Australien offenlassen wollte, habe ich mich für das Work and Travel Visa entschieden. Die OSHC Versicherung der Allianz, welche über die Gasthochschule abgeschlossen werden kann, ist ungültig, wenn ihr mit einem Work and Travel Visa studiert. Diesen Fehler solltet ihr im Gegensatz zu mir vermeiden. Letztendlich konnte ich auch nicht auf eine günstige Auslandskrankenversicherung des ADAC oder eines anderen Anbieters zurückgreifen, da man sich zum Zeitpunkt der Antragstellung im Heimatland befinden muss. Letztendlich musste ich eine etwas teurere Versicherung der OVHC Allianz abschließen, welche sogar noch wesentlich schlechtere Leistungen als die ADAC Versicherung bereitstellt.

Hin & Rückflug: Ich konnte meine Flüge einen Monat vor Abreise unproblematisch und günstig buchen. Geflogen bin ich von Frankfurt nach Hanoi (Vietnam) und von Hanoi über Kuala Lumpur nach Perth für insgesamt nur 450 Euro. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, einen Monat durch Vietnam zu reisen.

Unterkunft: Ein Einzelzimmer im University Village kostet um die 550 Euro im Monat und ein Zimmer außerhalb vom Campus ist ab 350 Euro erhältlich. Mit einer Unterkunft im Studentenwohnheim zahlt ihr mehr, spart jedoch Fahrzeit und verpasst keine Veranstaltung.

Lebensunterhaltungskosten: Wie in Deutschland auch sind die Lebensmittel hier im Aldi am günstigsten. Die Preise und das Angebot im australischen Aldi sind vergleichsweise identisch mit dem Aldi in Deutschland. Da ich hauptsächlich frische Mahlzeiten, wie Porridge am Morgen und z.B. Hähnchen mit Reis und Gemüse am Abend zubereite, fallen pro Woche nur ca. 60 Euro für Lebensmittel an. Weitere 40 Euro pro Woche sind für Mittagessen auf dem Campus angefallen.

Handykarte: Die größten Mobilfunkanbieter in Perth sind Telstra, Optus und Vodafone. Das günstigste Preis- Leistungs- Verhältnis für Prepaidkarten bietet Optus. Für 20 Euro können in den ersten vier Monaten 35 GB Datenvolumen erworben werden und danach 10 GB. Tipp: Nach vier Monaten eine neue Handykarte kaufen. Ein Nachteil ist die neue Telefonnummer.

Busfahrkarte (Smart Rider): Durch Verknüpfen der Smart Rider Karte mit eurem Studentenausweis und eurem Bankkonto bekommt Ihr einen Rabatt von ca. 60% des Normalpreises. Der ÖPNV ist damit sehr günstig und umgerechnet für einen Euro könnt Ihr zum Strand oder in die Stadt fahren. Beim Ein- und Aussteigen wird die Chipkarte an ein Lesegerät gehalten und der Fahrpreis wird von eurem 20 Euro automatisch nachgeladenen Guthaben abgezogen.

Gaetano Vasta zuletzt bearbeitet am 04.02.2020