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Ende vom Semester = Stressigste Zeit im Semester

Mein Due-Date-Kalender

Wahnsinn, jetzt ist schon Mitte November und das Semester hat nur noch 3 Wochen. Wie auch in Deutschland, sind die letzten Wochen im Semester auch gleichzeitig die stressigsten – zumindest bei mir. Das variiert allerdings stark zwischen den Fächern.

Global Human Ressource Management (HR 6320)

Generell muss ich sagen, dass ich unwissentlich Fächer gewählt habe, die im Vergleich zu anderen Fächern genug Raum für Freizeit lassen. So habe ich z. B. für meinen Onlinekurs Global Human Ressource Management bereits alle wöchentlichen Quizzests und auch das Examen erledigt. Da steht jetzt lediglich noch ein Assignment über ein Buch an.

Entrepreneurship (MGMT 6210)

Der Managementkurs Entrepreneurship hat die meiste Zeit beansprucht. Neben insgesamt vier Assignments (über das Semester verteilt) steht am 21.11. noch eine Gruppenpräsentation an. Außerdem ist ebenfalls am 21.11. die Abgabe eines individuellen Businessplans fällig. Am 28.11. gibt es dann noch ein Examen. Dadurch, dass sowohl der Businessplan als auch das Examen eine Woche nach vorne gezogen wurden, bin ich quasi kurz nach dem Thanksgiving-Wochenende auch mit diesem Kurs durch.

Digital Innovation (IS 6997)

Dieser Kurs barg während des Semesters die größten Geheimnisse. Laut Syllabus waren neben den wöchentlichen Gruppenpräsentationen (3 pro Gruppe) auch ein Gruppenprojekt, individuelle Assignments und ein Examen Grundlage für die Endnote. Doch in den Vorlesungen war lediglich die Rede von den Gruppenpräsentationen und dem Projekt. Bis vor kurzem...

Da wurden zwei Paper veröffentlicht, die jeder von uns bearbeiten muss (scheint jeweils nicht allzu viel Arbeit zu sein). Zusätzlich wird es in der letzten Woche des Semesters, was eigentlich die Examenswoche ist, ein Take-Home-Exam geben. Ich denke auch das sollte keine allzu schwere Hürde darstellen.

Wenn die Aufgaben, Tests, Projekte alle nicht sooo schwer sind, wieso habe ich dann jetzt Stress?

Naja das liegt daran, dass alle Due-Dates und das Entrepreneurship-Examen relativ eng um Thanksgiving liegen. Prinzipiell kein Problem, wenn man da nicht schon seit langem einen 5-Tage-Trip nach Kauai geplant und gebucht hätte. Aber was hilft es da zu jammern? *****backen zusammenkneifen und noch einmal ein paar Tage fleißig studieren - es werden ja wahrscheinlich die Letzten meines Masterstudiums sein.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, ob ich meine Fächerkombination generell weiterempfehlen würde oder nicht.

Ja, würde ich – definitiv! Natürlich haben alle Fächer ihre Vor- und Nachteile, je nachdem worauf man Fokus legt. Bspw. hat ein Großteil des Stoffes in HR inhaltlich nicht dem entsprochen, was ich erwartet hatte, auf der anderen Seite, war der nötige Aufwand (sobald man mal den Dreh raushat) um ein A (Bestnote) zu bekommen, relativ gering. In MGMT war es für mich persönlich andersherum. Hier bedurfte es etwas mehr Aufwand, allerdings hatte ich auch das Gefühl, das mir dieser Kurs etwas mehr gebracht hat, als z. B. HR. Zu IS kann ich sagen, dass am Anfang des Semesters in diesen Kurs gewechselt bin, weil mein Marketingkurs gecancelt wurde. Ich habe den Wechsel aber bisher nicht bereut, da die Inhalte meistens spannend sind und der Aufwand vergleichsweise gering ist. Vor allem das Gruppenprojekt macht mir hier großen Spaß. Insgesamt kann ich sagen, dass ich von der Notengebung überrascht wurde. Zwar haben mir viele Freunde, die bereits USA-Studiumserfahrungen gesammelt haben, gesagt, dass es nicht allzu schwer werden wird, dennoch konnte ich das nicht so ganz glauben - und wurde eines Besseren belehrt! In allen Kursen (natürlich mit Ausnahme der Online-Kurse) bekommt man schon Punkte, wenn man nur in die Vorlesung kommt. Ein Anwesendheitspflicht nebenbei gab es soweit ich weiß bei mir nicht. Bei den Assignments und Präsentationen habe ich das Gefühl, dass wenn man nur etwas abgibt, das bereits ein B+ ist. Mit etwas Mühe ist i.d.R. das A oder A- also kein Problem.

Dann kann die Ausbildung ja nichts wert sein...

So würde ich das jetzt nicht sehen. Was mir hier besonders gut gefallen hat, war die Präxisnähe des vermittelten Stoffes, was ich an der Uni Mainz manchmal etwas vermisst habe. Die Inhalte werden anhand von mehr oder weniger aktuellen Praxisbeispielen aufgearbeitet. Das macht es einfacher die gelernte Theorie auf andere Beispiele und Sachverhalte anzuwenden. Trotzdem: ich habe schon das Gefühl, dass man prinzipiell etwas mehr gefordert werden dürfte.

ABER: Naja, es ist mein letztes Semester (auch noch im Ausland), das ich dadurch eben noch mehr genießen kann. Und ganz ehrlich: So ein kleiner Notenboost zum Ende hin, tut ja auch nochmal ganz gut.

Natürlich ist das alles sehr subjektiv und jeder muss sich sein eigenes Bild machen. Zu anderen Kursen kann ich relativ wenig sagen. Was ich so gehört habe: Finance-Kurse im Graduate-Programm scheinen sehr anspruchsvoll und zeitaufwendig zu sein. Dafür würde ich aber nicht die Hand ins Feuer legen, nagelt mich also nicht drauf fest.

So genug, ich mache jetzt mal noch ein Assignment fertig!

Ich denke ich melde mich nach Thanksgiving wieder mal bei euch. Bis dahin wird es denke ich nichts Spannendes zu erzählen geben.

Bis dahin….

ALOHA Patrick

Patrick Zimmerer zuletzt bearbeitet am 17.11.2017