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#00 Hallo und Auf Wiedersehen!

Liebe/r Leser/in,

ich bin Lukas und habe im Wintersemester 2014/15 drei Monate in London studiert. Auch wenn dieser Beitrag wahrscheinlich der erste ist, den Du in meinem Blog entdeckt hast, bildet er in Wahrheit den Abschluss einer ereignisreichen Zeit, die nun hinter mir liegt. In regelmäßigen Abständen habe ich an dieser Stelle versucht Erfahrungen und Gefühle in Worte zu fassen, die eigentlich nur nachempfindbar sind, solltest Du Dich einmal selbst in eine Dir unbekannte Welt begeben.

Wenn Du schon einen konkreten Plan gefasst hast und auf der Suche nach speziellen Informationen bist, möchte ich dir die Navigation in meinem Blog etwas erleichtern. Um meinem Schreibstil Rechnung zu tragen, habe ich daher meine Beiträge nummeriert und in nachfolgendem Glossar organisiert:

An - und Abreise 00, 02, 05

Einkaufen 03, 04, 08

Finanzen 00, 04

London 02, 03, 05, 08, 09, 13

LSBU 00, 07, 08, 10, 12

Motivation 01, 09, 13

Studium 01, 07, 09, 10, 12

Vorbereitung 00, 01, 02

Wohnen 02, 04, 11

Dennoch empfehle ich auch abseits des Weges zu lesen. Mit meinem Blog habe ich versucht, meine Auslandserfahrung, also ein individuelles Lebensgefühl zu vermitteln, das in der Einstimmung auf einen Auslandsaufenthalt meiner Meinung nach wichtiger ist, als vor der Anreise über die hippsten Bars und Clubs Bescheid zu wissen.

 

 

Dinge, die ich gerne vorher gewusst hätte:

 

London ist teuer

Natürlich wusste ich das auch vorher, aber ich hatte es unterschätzt. Vor einer Abreise ins Vereinigte Königreich sollte daher noch einmal darüber nachgedacht werden, wieviel einem der „London-Faktor“ wirklich wert ist – denn dieser ist nicht zu unterschätzen. Selbst ein sparsamer Lebensstil ist um einiges teurer, als das Leben in Deutschland.

Das Problem mit der Fremdwährung

Ich habe keine Ahnung von internationalem Banktransfer - das hat mich das ein oder andere Mal eine Menge Geld gekostet. Was den Geldtransfer ins Ausland angeht kann ich nur empfehlen, sich rechtzeitig und vor allem ausreichend zu informieren. Da man in Großbritannien mit dem heimischen Euro nicht weit kommt, muss in Pfund bezahlt werden. Selbst wenn man sein Geld nicht in bar umtauscht kann es zu erheblichen Verlusten bei Transferaktionen kommen, die durch ungünstige Umrechnungskurse verursacht werden. Eine Kreditkarte, mit der man im Ausland zu geringen Gebühren an das Geld auf seinem deutschen Konto kommt ist Pflicht! Ein Gespräch mit der eigenen Bank, was das Verfügen über Geld im Ausland betrifft, sollte daher fester Bestandteil Deiner Auslandsvorbereitung sein!

Nicht jeder Londoner Flughafen ist wirklich in London

Vor allem Billigairlines wie Ryanair und Easyjet fliegen mit Vorliebe Flughäfen an, die gute anderthalb Stunden Fahrt vom Stadtzentrum entfernt liegen. Dieser Transport muss bezahlt werden und kann je nachdem, ob man sich für den Zug oder ein privates Busunternehmen entscheidet, schon mal über 20 Pfund kosten. Hinzu kommen Warte- und Fahrtzeiten, die nicht immer ganz stressfrei verlaufen. Daher sollte man sich überlegen, ob man vielleicht einen etwas teureren Flug bucht, dafür aber einen der Flughäfen in Stadtzentrumsnähe anfliegt.

Höhere Studiengebühren bedeuten nicht zwangsweise hochwertigere Lehre

Im Vergleich zu deutschen Studiengebühren ist der Semesterbeitrag für ein Semester an der LSBU unvorstellbar hoch. Da das Studieren in Großbritannien umso vieles teurer ist, bin ich anfangs davon ausgegangen, dass die Lehre an der Universität dementsprechend hochwertiger als zuhause ist – was sich in meinem Fall aber nicht bewahrheitet hat. Anstatt die LSBU mit meiner Heimatuniversität zu vergleichen, wär ein Vergleich mit weiteren Unis in London aussagekräftiger gewesen. Denn was die Höhe der Studiengebühren anbelangt, hält sich die LSBU dort eher am unteren Rand der Liste auf.

 

 

Mit diesen letzten Tipps möchte ich meinen Blog abschließen. Auch wenn nicht alles Gold ist, was glänzt, hatte ich eine unvergessliche Zeit und bin um zahlreiche Erinnerungen reicher zurück nach Hause gekehrt. Ich freue mich über jeden, der durch meine Geschichten einen kleinen Einblick in eine Zeit erhält, die mich bewegt und verändert hat und eventuell sogar dazu ermutigt wird, in naher Zukunft den eigenen Koffer zu packen. Denn selbst wenn meine Auslandserfahrung vorbei ist, Deine beginnt vielleicht genau in diesem Moment – als unscheinbare Idee in deinem Kopf. 

Cheers,

Lukas

Lukas Krähn zuletzt bearbeitet am 02.02.2015