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#04 Darf's noch etwas mehr sein?

Meine erste Woche in London neigt sich dem Ende zu. Höchste Zeit also, einen kleinen Rückblick auf die ersten Tage meines Auslandsaufenthaltes zu wagen. Ich habe schon so viele Dinge erlebt, die alle einen eigenen Blogeintrag wert gewesen wären, doch müsste ich all das in Worte fassen, hätte ich keine Zeit mehr für neue Erlebnisse.

Diese Stadt ist gigantisch. Ich habe immer gedacht, Berlin ist groß, doch London ist in jedem Belang noch ein weiteres Stück extremer. An jeder Ecke werden riesige Wolkenkratzer in die Höhe gezogen - neben historischen Gebäuden bestimmen Stahl und Glass das Stadtbild. Während die letzten Stockwerke meist noch gar nicht fertig sind, wird in den Etagen darunter schon gewohnt oder gearbeitet. Durch die Straßen der Innenstadt schlängeln sich Autos wie am Fließband, rote Doppeldecker und schwarze Taxis, die Bürgersteige sind vollgestopft mit Fußgängern, ein kurzes Innehalten verursacht sofort eine angestaute Menschenmenge. Solltest Du dich an rote Ampeln halten, bist du im nächsten Moment schon als Tourist enttarnt, beim Überqueren einer Kreuzung musst du höllisch aufpassen, denn der gemeine Engländer fährt grundsätzlich auf der falschen Straßenseite. 

In der letzten Woche bin ich häufig einfach losgelaufen. Ich habe meine Sachen gepackt, mein Zimmer abgeschlossen, bin auf den St. George Circus hinausgetreten und dann der Nase nach. So habe ich vor ein paar Tagen zufällig den Borough Market entdeckt, der sich am Südufer der Themse direkt in der Nähe der London Bridge befindet. Ich habe mich gefühlt wie in einem Jamie Oliver Kochbuch, wenn zwischen den ganzen Rezepten zu sehen ist, wie er auf zahlreichen Wochenmärkten Gemüse befühlt, an Gewürzen riecht und mit den Standinhabern plauscht.

Hier gibt es alles, was das Feinschmeckerherz begehrt: Gemüse und Obst in allen erdenklichen Variationen, frischen Fisch soweit das Auge reicht und Spezialitäten aus allen Ländern der Welt. Jeder Stand verströmt seinen eigenen unwiderstehlichen Geruch, in großen Pfannen und Kochtöpfen werden dir die schmackhaftesten Gerichte direkt vor deinen Augen zubereitet. Du willst einen guten Tipp für den Marktbesuch in London? Nimm nie zuviel Geld mit, du könntest arm werden!

Cheers,

Lukas

P.S.: Bist Du ein Kaffeeliebhaber? Dann lass das hektische Markttreiben hinter dir und genieße einen frisch aufgebrühten Kaffee bei der Monmouth Coffee Company am Borough Market. (Und nein, ich kriege für diese Werbung leider keinen Freikaffee...) 

Tomaten über Tomaten

Lukas Krähn zuletzt bearbeitet am 02.02.2015