The University of Winnipeg: Als Freemover nach Kanada

Von Lüneburg nach Winnipeg in der kanadischen Provinz Manitoba: Als Freemover hat sich Livia Grzegorzak mit Hilfe von IEC für ein Auslandssemester an der University of Winnipeg entschieden. Was dafür den Ausschlag gab und warum ihr der erste Monat in der Mitte Kanadas schon viel Spaß gemacht hat, berichtet sie im IEC Interview.

Livia Grezgorzak
IEC Amabassador Livia Grezgorzak nutzte den schönen Spätsommer, um gleich Kanadas Wildnis vor den Toren der University of Winnipeg zu entdecken – lesen Sie mehr in ihrem IEC Ambassador Blog.

Beratungsanfrage

Frage: Guten Morgen Livia, war Kanada Ihr erstes Ziel für ein Auslandssemester?

Livia Grzegorzak: Ehrlich gesagt nein. Es sollte eigentlich Südamerika werden. Aber da ich mir die Kurse im Auslandssemester aufs Bachelor-Studium zu Hause anrechnen lassen möchte, ging das in meinem Fach Umweltwissenschaften nicht so einfach. Als ich mit der IEC Beraterin darüber gesprochen habe, war die UWin gleich ganz vorne mit dabei.  

Frage: Warum haben Sie sich als Freemover auf den Weg gemacht, anstatt auf ein Austauschprogramm Ihrer Heimatuniversität zu setzen, das keine Studiengebühren kostet?

Livia Grzegorzak: Bei IEC hatte ich quasi eine Garantie, bei meiner Wunschuniversität angenommen zu werden. Im Austauschprogramm wäre es gescheitert, weil für mich nur das 5. Semester infrage kam. Aber die Kostenfrage spielte natürlich schon eine Rolle: An der University of Winnipeg werden bei mir die Studiengebühren komplett durch das Auslands-BAföG gedeckt. Mir ist hier im Gespräch mit US-amerikanischen Kommilitonen bewusst geworden, was das für ein Vorteil in Deutschland ist. Dieser Teil des Auslands-BAföG ist ein Zuschuss und selbst die Förderung der Lebenshaltungskosten muss man nur zur Hälfte zurückzahlen. Dafür können wir dankbar sein. Insgesamt war die IEC Beratung bei dem ganzen Papierkram sehr hilfreich. Und ich hatte das Gefühl, dass ich wegen jedes Details nachfragen kann. Wenn meine Beraterin eine Frage selbst nicht sofort beantworten konnte, hat sie sich im Team erkundigt und sich schnell zurückgemeldet.

Neue Freunde helfen unkompliziert

The University of Winnipeg
Mit neuen Freunden entdeckt man im Auslandssemester typisch einheimische Gebräuche: z.B. Baseball

Frage: Sie schreiben als IEC Ambassador einen Blog über Ihre Erlebnisse und geben Tipps. Eine frühzeitige Wohnungssuche scheint wichtig zu sein.

Livia Grzegorzak: Ja, da hatte ich einen holprigen Start. Aber es hat sich aus zwei Gründen schnell eine Lösung gefunden. Die Kandier sind tatsächlich so freundlich und hilfsbereit, wie man ihnen nachsagt. Und zum anderen hat es sich sehr bewährt, mehr auf Facebook und Instagram aktiv zu sein, als das bisher meine Art war. Dadurch habe ich ganz schnell Kontakte und Unterstützung gefunden. Deutsche, die wie ich jetzt in Winnipeg waren, haben mich an ihre kanadischen Freunde vermittelt, sodass ich schon dadurch schnell Anschluss gefunden habe.

Frage: Worauf sollte man sich im Studienablauf an Unterschieden einstellen?

Livia Grzegorzak: Sehr positiv sind die kleinen Klassen. Es ist dadurch alles viel persönlicher. Die Profs sind auch weniger distanziert, als ich es aus Deutschland kenne. Gewöhnungsbedürftig sind Anwesenheitslisten. Die regelmäßige Teilnahme als auch die Beteiligung gehen in die Semesternote ein. Insgesamt ist alles verschulter. Eine Überraschung war, dass man sich hier Lehrbücher anschaffen muss und nicht mit den Materialien des Dozenten auskommt. Das kann teuer werden. Glücklicherweise kann man viele Bücher gebraucht erstehen. Der Inhalt ist dafür sehr leicht zugänglich.

Frage: War es am Anfang schwer, den Kursen auf Englisch zu folgen? An der UWin braucht man für ein Auslandssemester ja keinen Sprachnachweis.

Livia Grzegorzak: Für mich überhaupt nicht, denn ich habe schon mal ein Au-Pair-Jahr in den USA verbracht. Doch auch andere deutsche Studierende ohne eine vorherige Auslandserfahrung kommen problemlos mit.

Spaß am Studium im Auslandssemester

Auslandssemester an der University of Winnipeg
Manchmal kommt die Natur bis ins Klassenzimmer im Auslandssemester Umweltwissenschaften an der University of Winnipeg

Frage: Sie sagten schon, dass die Anerkennung von Studienleistungen für Sie ein Kriterium bei der Uni-Auswahl war. Besuchen Sie deshalb nur Kurse in Ihrem Studienfach?

Livia Grzegorzak: Die Kurse in Umweltwissenschaften bekomme ich an der Uni in Lüneburg anerkannt. Hier in Kanada ist es sehr üblich über den eigenen akademischen Tellerrand zu schauen. Deshalb sind die Einführungen in die Kurse etwas leichter gestaltet. Daneben habe ich einen Kurs in Sozialpsychologie belegt. Da an meiner Heimatuniversität ein Komplementärfach zum Haupt- und Nebenfach gehört ist, kann ich mir das dann auch anrechnen lassen.

Frage: In Ihrem Blog kann man schon über Ihre ersten Ausflüge einiges erfahren. Wie gefallen Ihnen die Stadt und die Umgebung?

Livia Grzegorzak: Die Natur drum herum ist großartig. Allerdings braucht man ein Auto, um überall hinzukommen. Immerhin kann man das auch unter 25 Jahren problemlos und ziemlich preiswert mieten für einen Kurztrip. Winnipeg ist eine sympathische Stadt. Die sozialen Unterschiede sind hier viel deutlicher spürbar als in Deutschland. Die Freundlichkeit der Menschen macht das wett. Wenn man hier jemanden nach dem Weg fragt und er ihn nicht kennt, dann schaut er selbstverständlich ins Smartphone, um einem weiter zu helfen. Übrigens gibt es hier ein französisches Viertel, auch wenn die Zweisprachigkeit in Winnipeg im Alltag ansonsten keine echte Rolle spielt.

Entdecken Sie jetzt Kanada als Freemover

Wollen Sie auch ein Auslandssemester an der University of Winnipeg machen? Das IEC Beratungsteam berät Sie gerne zu Ihren Optionen, auch beim Thema Finanzierung. IEC Ambassador Livia Grzegorzak steht Ihnen ebenfalls für einen Erfahrungsaustausch via Facebook zur Verfügung.

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