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So läuft’s im Auslandssemester am Strand von Long Beach

„Go Beach“ lautet das Motto für ein Auslandssemester an der California State University Long Beach. Für Robin und Sarah aus NRW war das durchaus ein Kriterium für eine coole Zeit weit weg von zu Hause. Im IEC Interview erzählen sie von ihren Erfahrungen.

CSULB
Go Beach: Klare Ansage fürs Auslandssemester an der California State University Long Beach

Als wir mit Sarah sprechen, ist sie gerade seit drei Tagen wieder im heimischen Düsseldorf und kämpft noch mit dem Jetlag. Sie hat das Semester von September bis Dezember 2018 an der CSULB verbracht und anschließend noch einen Monat zum Reisen genutzt, um z.B. Mexiko kennenzulernen. Über ihre Erfahrungen und kleinen Abenteuer hat sie als IEC Ambassador regelmäßig in ihrem Blog berichtet.

Push für die Englisch-Kenntnisse

Sarah
Viel auf Reisen: Bloggerin Sarah

Ihr Fazit: „Alles war spannend, weil es neu war. Auch wenn es für die einheimischen Kommilitonen ein ganz normaler Tag war.“ Ihr Alltags-Englisch habe sehr profitiert, wie bei ihrer Rückkehr amerikanische Freunde in Düsseldorf sofort feststellten. „Ob alles rund um die Wohnungssuche oder einen Mietwagen. Das geht jetzt problemlos auf Englisch.“ Beides sind durchaus zentrale Themen, denn das Wohnen ist in Kalifornien leider eine teure Angelegenheit. Sarah hat sich mit drei anderen internationalen Studentinnen ein Apartment in Uni-Nähe genommen. Für einen günstigen Mietwagen sind sie hingegen nach San Diego gefahren, um die zahlreichen Touren bezahlbar zu halten.

Auch Robin aus Schloss Holte, der an der Uni Paderborn studiert, hat in seinen ersten Wochen zu Beginn des neuen Jahres schon ähnliche Erfahrungen gesammelt. Er hat ein Zimmer zur Untermiete über eine Facebook-Gruppe gefunden. Das schlägt mit 820 USD im Monat zu Buche. „Meinem Englisch kommt zugute, dass meine Mitbewohnerin Amerikanerin ist“, stellt er nach der kurzen Zeit fest.

Garten der CSULB
Auch abends ein Treffpunkt: Campus der CSULB

Den schönen Campus loben beide einhellig. „Von einem zum anderen Ende braucht man zu Fuß 15 Minuten“, berichtet Sarah. Robin hat sich deshalb bereits ein Longboard zugelegt, um sich damit an der Uni und in der Stadt unabhängiger vom Bus zu machen. Außerdem steht die Anschaffung eines Autos an.

Geld gespart in der eigenen Küche

Robin Kleinegrauthoff
Immer mobil: Robin mit neuem Longboard

Andere Ernährungsgewohnheiten sind beiden sofort aufgefallen. Man isst in Long Beach gerne auswärts, was aber nicht ganz preiswert sei. „Wir vier europäischen Mädels haben häufig zu Hause gekocht und sind auch nicht jeden Tag zu Starbucks: aus Kostengründen“, so Sarah. „Es war insgesamt teuer“, sagt sie rückblickend, „Aber ich habe auch alles mitgenommen, was zum Beispiel an Reisen und Ausflügen zeitlich möglich war.“ Eine Mischfinanzierung hat ihr geholfen, über die Runden zu kommen. Neben dem Stipendium als IEC Ambassador hat sie noch ein Teilstipendium der Uni Düsseldorf erhalten. „Vorher habe ich viel gespart und gearbeitet.“

Robin ist Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung (s. Kasten am Ende des Artikels). Sein Fazit zu den Finanzen: „Ich habe auch lange gespart. Die Stiftung hat die Flugkosten und einen Gutteil der Studiengebühren übernommen. Außerdem erhalte ich eine Auslandspauschale von 300 EUR. Alleine hätte ich das finanziell nicht stemmen können.“ Relativ teuer in Anbetracht des kurzen Aufenthaltes sind auch die Versicherungskosten. 500 USD kostet die verpflichtende Versicherung der Uni. Hinzu kommt noch eine private Zusatzversicherung, weil sonst nicht alle Risiken abgedeckt wären.

Neues Lerngefühl im Auslandssemester

Wie ist das Auslandssemester akademisch gelaufen bei Sarah, die Medien- und Kulturwissenschaften studiert? Sie zeigt sich inhaltlich sehr zufrieden. „Es ist eine ganz andere Lernerfahrung. Persönlicher, eher wie in der Schule. Gewöhnungsbedürftig sind die vielen kleinen Tests und Aufgaben im Laufe der Woche. Man ist immer unter Dampf.“ Den Schwierigkeitsgrad beurteilt sie im Allgemeinen geringer als in Deutschland, doch dafür gibt es innovative Unterrichtsformen. „Eine junge Professorin hat mit uns ein Wikipedia-Projekt erarbeitet. Der Artikel ist die Abschlussarbeit“, zeigt sich Sarah begeistert. Auch bekommt sie alle Kurse angerechnet, sodass sie sich im Sommer nun ganz auf ihren Bachelor-Abschluss konzentrieren kann.

Robin hat gerade erst die Einführungswoche hinter sich, als wir miteinander sprechen. Er studiert Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Elektrotechnik. Wie auch Sarah hat er sich an den Rankingergebnissen der CSLUB orientiert und ein gutes akademischen Angebot vorgefunden. Zwei Marketing-Kurse, die er zu Hause braucht, kann er an der CSULB im Auslandsemester absolvieren. Für die Kurse in E-Technik musste er noch auf die Zusage der Professoren warten. Sein Tipp: „Am besten zu Hause mehr Learning Agreements mit der heimischen Fakultät abschließen, als man braucht. Dann ist man vor Ort flexibel, falls ein angestrebter Kurs schon belegt ist.“

Kulturellen Horizont erweitern

Homecoming
Spaß am Semesterstart: Studierende aus aller Welt an der CSULB

Ein Thema ist Sarah als positive Erfahrung wichtig: Sie hat die kulturellen Unterschiede genossen. Im Alltag profitieren beide von Vornamen, die in den USA geläufig sind. Sarah berichtet, dass man sich in Seminaren immer mit Vor- und Zunamen vorstellt und dann auch über seine ethnische Herkunft spricht. Ihr gefällt gut, dass das Thema offener angegangen wird als in Deutschland, wo sich die Mitmenschen oft nicht trauen nach ihrer Herkunft zu fragen. „Aber mein zweiter Vorname Uchechukwu ist immer eine Herausforderung, ob in Deutschland oder in den USA. Der stammt aus der Muttersprache Igbo meines nigerianischen Vaters.“

Ähnlich geht es Robin mit seinem klassisch westfälischen Nachnamen Kleinegrauthoff: „Am besten ist es, wenn ich ihn selbst aufschreibe.“ Unzweifelhaft ist: An der CSULB und in Kalifornien stoßen sehr viel mehr kulturelle Identitäten aufeinander, als man das in Mitteleuropa gewohnt ist.

Coastline
Naturschönheiten in Longbeach

Und der Strand? Der nächste Strand ist zwar nicht direkt am Campus, aber auch nur einen Kilometer entfernt. Da kann Robin sechs Kilometer mit seinem Longboard rollen. Wie es am berühmten Venice Beach ist, hat Sarah in ihrem Blog berichtet. Doch wer die abwechslungsreichen Landschaften Kaliforniens entdecken will, hat dafür vielleicht weniger Zeit als gedacht. Reiseanregungen gibt es ebenfalls in Sarahs Blog.

Jetzt fürs Auslandssemester an der CSULB bewerben

Kein Zweifel: Ein Auslandssemester an der California State University Long Beach ist ein prägendes Erlebnis. Sprechen Sie jetzt das IEC Beratungsteam an, um sich auch auf den Weg in die (fast) ewige Sonne zu machen.

Beratungsanfrage

 

 

Hans-Böckler-Stiftung

Die Hans-Böckler-Stiftung ist das Begabtenförderungswerk der deutschen Gewerkschaften. Um gefördert zu werden, ist daher gewerkschaftliches Engagement erforderlich. Robin Kleinegrauthoff hat sich während seiner Ausbildung zum Industriemechatroniker als Jugendvertreter der IG-Metall-Jugend eingebracht.

Verlangt werden gute bis sehr gute Noten und das Studium muss noch mindestens drei Semester dauern. Gefördert wird maximal die Regelstudienzeit. Dabei kann auch ein Auslandssemester gefördert werden. Ein komplettes Auslandsstudium wird nur in der EU und der Schweiz unterstützt. Erster Schritt zur Bewerbung ist eine Online-Maske. Es folgen Interviews durch Vertrauensdozent/innen der Gewerkschaften und durch eine Stipendiat/innengruppe. Ein Auswahlausschuss führt ein abschließendes Bewerbungsgespräch. Dieser Prozess nimmt mindestens sechs Monate in Anspruch. Bewerbungsschluss ist immer am 15. April und am 15. Oktober.

Das Stipendium beträgt monatlich bis zu 1.350 €, wenn es einkommensunabhängig gewährt wird. Hinzu können bis zu 100 EUR für die Krankenversicherung kommen. Im Auslandssemester sind ortsabhängige höhere Pauschalen möglich. Ein Stipendium muss nicht zurückgezahlt werden.

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