Mit dem Fulbright-Stipendium in den USA studieren

Wie die Kombination aus Fulbright-Stipendium und Beratung durch IEC ihm einen Studienplatz in den USA an der University of California San Diego gebracht hat, berichtet Max, der an der Universität Göttingen gerade an seiner Bachelor-Arbeit in Psychologie schreibt.

Max
Max wird für ein Auslandssemester an der University of California San Diego studieren, dank eines Stipendiums der Fulbright-Kommission.

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Nicht nur reisen bildet. Schon die Vorbereitung darauf steckt voller Erkenntnisgewinn. „Ich bin nicht der Typ, der gerne weit im Voraus plant“, sagt Max von sich. Doch wenn man im Ausland studieren wolle, gehe es nicht ohne einen gewissen zeitlichen Vorlauf. Das gelte insbesondere, wenn man sich zur Finanzierung gleichzeitig um ein Stipendium bewerbe, so sein Fazit nach fast einem Jahr Vorbereitung auf sein Auslandsstudium in den USA.

Auslandsstudium frühzeitig planen

Ein Auslandsaufenthalt gehörte bei Max zu seiner Studienplanung dazu. „Ich bin aus Oberbayern zum Psychologie-Studium nach Göttingen gekommen und brauchte Zeit zum Einleben. Deshalb wollte ich mein Auslandssemester erst nach dem Bachelor machen.“ Im Frühsommer 2016, ein Jahr vor seiner Bachelor-Arbeit, fing er an, sich für die Organisation des Auslandsstudiums zu interessieren.

Fulbright: Stipendium fördert den weltweiten Austausch

Ein erster Blick ins Internet macht Max klar, dass eine Bewerbung um ein Fulbright-Stipendium eine kompetitive Sache ist. Nur 4000 Stipendien gehen jährlich an Studierende in 160 Ländern weltweit, so das Bureau of Educational & Cultural Affairs (ECA), eine US-Bundesbehörde, über ihr Fulbright-Programm. Seit der Gründung des Programms durch den US-Senator J. William Fulbright 1946 gab es über 316.000 Stipendiaten – Studierende wie Hochschullehrer.

Mut zum Versuch: Ums Stipendium bewerben

Max’ Devise: Man muss es versuchen. Schon für sein Studium in Göttingen hatte sich Max für ein Stipendium beworben. „Bei der Studienstiftung des deutschen Volkes hatte es leider nicht geklappt.“ Das Bewerbungsverfahren bei Fulbright empfindet er in einer Hinsicht als angenehm. „Ich hatte nicht den Eindruck, mich verstellen zu müssen.“ Trotzdem ist der erste Bewerbungsschritt eine Herausforderung. Er besteht aus zwei einseitigen Texten in Englisch. Im Personal Statement begründet man, warum man, die Person ist, die ein Fulbright-Stipendium bekommen sollte. In den Study Objectives beschreibt man seine Studienziele.

„Ich habe fast drei Wochen an den Texten gefeilt. Es sollte ja kein Gewäsch sein und nicht nach Angeberei klingen.“ Ein Freund liest kritisch die Entwürfe, Mails gehen hin und her. „Irgendwann war ich genervt und habe gedacht: Schluss, so geht das jetzt raus.“ Offenbar die richtige Entscheidung: Gemeinsam mit drei anderen Studierenden der Psychologie wird Max zu einer Gesprächsrunde bei der deutschen Fulbright-Kommission in Berlin eingeladen.

Interesse für die Geschichte der USA

Vier Kommissionsmitglieder führen mit den Studierenden ein Gruppengespräch, teils auf Deutsch, teils auf Englisch. Max hatte sich darauf vorbereitet, indem er sich mit amerikanischer Geschichte und Politik beschäftigt hat. Ein älterer Freund, der in den USA studiert hatte, meinte: „Du solltest schon wissen, wann der Bürgerkrieg war.“ Der Tipp erweist sich als Volltreffer: Das Thema kommt auf und Max weiß als einziger in der Runde die Jahreszahlen. Drei von ihnen werden aufgenommen, darunter auch Max’ Studienkollege Joshua.

Netzwerk von Persönlichkeiten

Dass ihm die Jahreszahlen, die Zusage für das Stipendium beschert hat, glaubt Max natürlich nicht. Sein Eindruck: „Es geht nicht nur um objektive Leistungen. Meine Noten im Studium sind gut, aber ich bin nicht der Jahrgangsbeste oder so was.“ Gesucht werden Menschen, die sich für den internationalen Austausch und andere Menschen interessieren. Und so hat die Netzwerkbildung unter den Stipendiaten der US-amerikanischen Fulbright Commission einen besonderen Stellenwert. Wie das funktioniert, merkt Max bei den Vorbereitungstreffen: Diskussionen zum Zeitgeschehen sind nicht wichtiger als die Partys danach.

All Fulbrighters share a strong academic background, leadership potential, a passion for increasing mutual understanding among nations and cultures, and the adaptability and flexibility to pursue their proposed Fulbright project successfully.

In den USA wird es im Herbst so weiter gehen. Fulbright bietet unterschiedliche Vorbereitungsseminare an. Es gibt Kurse mit und ohne Sprachlernanteil. Vor allem geht es darum, etwas über die amerikanische Kultur zu lernen. Deshalb findet diese Einführung auch weit entfernt vom eigentlichen Studienort statt, um die Vielfalt des Landes zu entdecken.

Stipendium für Studiengebühren und Lebenshaltung

Wird Max mit seinem Fulbright-Stipendium finanziell auskommen? „Es wird knapp, sollte aber reichen. Monatlich werden maximal 3.850 USD für Studiengebühren und Lebenshaltungskosten gewährt.“ Wer wegen besonders hoher Studiengebühren, z.B. an einer Ivy League-Universität, nicht damit auskommt, muss nachweisen, dass er die Differenz privat finanzieren kann, um in den USA zu studieren.

So viel finanziert ein Stipendium des Fulbright-Programms

Förderungsdauer 4 bis 9 Monate

Bis zu 3.850 USD für Lebenshaltungskosten und Studiengebühren im Monat

Flugkosten von und nach Deutschland in die USA

Nebenkostenpauschale von 600 EUR, z.B. für Sprachtest

Kranken-/ und Unfallversicherung

Gebührenfreie Beantragung des Visums (J-1)

USCD
Die University of California San Diego bietet für ein Auslandssemester attraktive Kurse in vielen Fachbereichen.

Mit IEC zur passenden Universität in den USA

Als Freemover, also ohne universitäres Austauschprogramm, einen Studienplatz in den USA zu finden, ist eine Herausforderung. Vom Tippgeber zur amerikanischen Geschichte erhielt Max auch den Hinweis, es mit IEC zu versuchen. „Mein Freund hatte vor zehn Jahren auch mit Hilfe von IEC in den USA studiert.“

Max und sein Studienfreund Joshua folgen beide diesem Rat. Max entscheidet sich für Kalifornien. Meer und Sonne wären eine schöne Dreingabe zur Auslandserfahrung. Daneben hat er eindeutig akademische Ansprüche. „Die UCSD ist renommiert in Psychologie, ein bekannter Neurowissenschaftler lehrt dort und sie bietet darüber hinaus ein weiteres Studiengebiet, das mich fasziniert: Cognitive Science.“ Letzteres ist in Deutschland kaum vertreten.

Höhere Anforderung an Studienplatz bei Fulbright-Stipendium

Max’ akademischer Anspruch deckt sich mit den Forderungen der Fulbright-Kommission. Die Stipendiaten müssen einen Studienplatz auf Graduate-Level nachweisen, der die Teilnahme an Kursen im Fachgebiet garantiert. Leider sind die Fristen von Kommission und Universitäten nicht besonders kompatibel. „Ohne IEC und meinen Studienberater Jonas Piechaczek hätte das nicht geklappt. Jonas war wirklich der erste, der sich auskannte und an den richtigen Stellen nachgehakt hat.“ Am Ende erhält Max die Bestätigung der UCSD, dass er die gewünschten Kurse auf Master-Level in Psychologie und Cognitive Science belegen kann, sodass das Stipendium gewährleistet ist.

Max’ Fazit: „Wer als Freemover im Ausland studieren will, ist mit IEC gut beraten. Die Leute sind unglaublich engagiert. Muss man wie ich Studienplatzsuche und Stipendiumsbewerbung gleichzeitig machen, wäre es im Alleingang kaum zu schaffen, weil es so viele Fristen zu beachten und bürokratische Hürden zu meistern gilt.“

Surfing
Surfen ist ein Sport, den man in San Diego ganzjährig betreiben kann.

Visa-Regeln beachten

Ab September 2017 wird Max also in den USA studieren – dank Fulbright-Stipendium und dank der Begleitung durch IEC. Er hat sich für drei Quarter entschieden und kann so die maximale Förderungsdauer voll ausnutzen. Anschließend will er bis zum Semesterbeginn in Deutschland noch durch die USA reisen. Hört sich einfach an, ist aber auch nicht ohne bürokratische Beschwernis. 30 Tage nach Ablauf des Studiums muss man ausgereist sein. Dazu reicht leider kein kurzer Trip nach Kanada oder Mexiko. Max wird deshalb einen Kurzurlaub in Mittelamerika antreten, bevor er als Tourist wieder in die USA einreisen kann.

Das J-1-Visum, das Studierende erhalten, die vom amerikanischen Staat gefördert werden, hält noch eine weitere Einschränkung bereit: Die Studierenden dürfen nach ihrem Aufenthalt nicht sofort ein Arbeitsvisum beantragen, sondern sie müssen erst zwei Jahre nachweislich im Heimatland gewesen sein. Diese Frist wird Max mit seinem Master-Studium leicht erfüllen können – und vielleicht danach beruflich in die USA zurückkehren.

Starten auch Sie in die Vorbereitung Ihres Auslandsstudiums

Hat Max aus Göttingen Sie motiviert auch in den USA zu studieren? Mit IEC finden Sie die richtige Universität. Lassen Sie sich zur passenden Finanzierung Ihres Auslandsstudiums beraten: ob Stipendium, Auslands-BAföG oder Studienförderung Ausland. Kontaktieren Sie uns jetzt!

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