Michigan State University: Weltklasse aus dem Mittleren Westen

Die MSU ermöglicht ein typisch amerikanisches Uni-Erlebnis. Chris McKenzie, Direktor im International Office, erzählt, was die Universität so besonders macht.

Chris McKenzie
Chris McKenzie ist verantwortlich für das American Semester Program der Michigan State University

Frage: Chris, Sie stammen selbst aus Michigan. Was sollten wir über Ihre Heimat und Ihre Landsleute wissen?

Chris McKenzie: Michigan ist ein bisschen der Underdog unter den Bundesstaaten. Wir mögen das, weil wir die Menschen, die zu uns kommen, schnell positiv überraschen können. Das hat viele Ebenen. Michigan ist nach Kalifornien der Staat mit der größten Biodiversität. Dazu gehört unberührte Natur ebenso wie Kulturlandschaften. Hier wird z. B. ein guter Riesling angebaut. Daneben haben wir auch eine große industrielle Wirtschaftsgeschichte. Auch kulturell ist hier einiges los: von der Musik bis zur Produktion von TV und Film. Die Michigan State University ist Teil dieser Besonderheit. Unser Campus hat sich über anderthalb Jahrhunderte entwickelt und steht für akademische Exzellenz genauso wie für ein typisch amerikanisches College-Leben. Dabei spielt Sport eine große Rolle, aber genauso Museen und Kulturfestivals.

 

Der Traum vom amerikanischen Campus-Leben

Frage: Ist der MSU-Campus eine Welt für sich?

Chris McKenzie: Im positiven Sinne ja, weil es hier so viel zu entdecken gibt. Aber er ist sehr offen für die Welt, denn hier studieren Menschen aus den ganzen USA und aus 80 Ländern der Erde. Auf einer technischen Ebene sind wir allerdings von der Welt unabhängig. Der Campus ist energietechnisch autark. Wir leben Nachhaltigkeit und sind damit in aller Welt Vorbild. Den Campus durchziehen kilometerlange Rad- und Wanderwege. Es gibt zwei Golfplätze. Bei einem handelt es sich um eine Spende. Er wird nur weiter gefördert, wenn wir dafür sorgen, dass jede Baumart Michigans auf unserem Campus gepflegt wird.

Frage: Habe ich im American Semester Program freie Wahl aus dem Kursangebot der MSU?

Chris McKenzie: Im Prinzip ja. Von über 200 Programmen im Undergraduate-Bereich sind zzt. nur fünf nicht für internationale Studierende zugänglich. Kurse in der Business School sind schwierig zu bekommen, wegen bestimmter Zulassungsvoraussetzungen. Dennoch sind Einführungsveranstaltungen in Marketing, Management, Finance und Global Business möglich. Darüber hinaus gibt es über 100 weitere Business-Kurse anderer Fakultäten wie etwas Sales Leadership am College of Communication Arts. Außerdem werden alle VWL- und Statistik-Kurse vom College of Social Science angeboten.

 

Studienfächer für jeden Geschmack

Frage: Haben Sie ein paar Beispiele für uns, was es an Fächern an der MSU zu entdecken gibt?

Chris McKenzie: Ich greife mal drei Beispiele heraus. Die Fakultät Art, Design, Communication bietet eine Vielzahl an praxisorientierten Ausbildungsmöglichkeiten in Bereichen wie Journalismus, Medien, aber auch Computer Information Systems. Darin steckt sehr viel kreatives Potential.

Der Fachbereich Education ist seit 20 Jahren die Nr. 1 in den USA. Hier profitieren Studierende von einem hohen Niveau in der pädagogischen Theorie und der Möglichkeit, die Praxis kennenzulernen. Rund um Themen wie Sport, Fitness und Ernährung sind auch ganz neue Ausbildungswege entstanden.

Das dritte Beispiel führt uns zu den Wurzeln der MSU. Alles, was mit Landwirtschaft zu tun hat, ist hier exzellent. Das reicht von Food Science bis zu Landscape Design. Dabei bieten wir auch fachliche Verknüpfungen mit der Law School an.

 

Auch Jura und Praktika möglich

Frage: Jura ist ein gutes Stichwort. Die MSU gehört zu wenigen amerikanischen Universitäten, die LL.M.-Programme für internationale Studierende öffnen.

Chris McKenzie: Darauf sind wir stolz. Sie können für ein Auslandssemester im Jura-Studium kommen, aber auch in einem Jahr einen LL.M. in den USA machen. Dabei stehen ihnen zwei Wege offen. Einmal das Barr Exam für die Zulassung an amerikanischen Gerichten oder eine juristische Ausbildung, die sie befähigt, in internationalen Kanzleien und Unternehmen juristische Hintergrundarbeit zu leisten. Dafür können Sie sowohl im Winter- wie im Sommersemester Ihren LL.M. in den USA an der Michigan State University beginnen. Die Studiengebühr für den One-year-LL.M. beträgt 32.000 USD (Stand Nov '15).

Frage: Eine weitere Besonderheit ist das Praktikumsprogramm für Absolvent/innen der American Semester Program.

Chris McKenzie: Ja, es ist in einzigartig in seiner Konzeption. Nach Ihrem akademischen Semester bei uns im Mittleren Westen können Sie während eines unbezahlten Praktikums die zu Ihrem Studium passende Arbeitsrealität in einem Unternehmen oder einer NGO kennenlernen, vor allem in den Metropolen an der Ost- und Westküste. In der Regel starten Sie mit Ihrem Studium an der MSU im Herbst und machen das Praktikum zwischen Januar und Mai. Wenn Sie zwei Semester studieren, folgt das Praktikum während der Sommermonate. Wir haben ein Computerprogramm entwickelt, das Studierende und Unternehmen anhand der Antworten eines Fragebogens zusammenbringt. Außerdem interviewen sich beide Seiten gegenseitig. Zusammen führt das zu einer äußerst erfolgreichen Auswahl.

Das Programm kostet rd. 9.500 USD. Dafür vermitteln wir den Praktikumsplatz und sorgen für die Vor- und Nachbetreuung. Insbesondere bei der Frage nach dem passendem Visum erhalten die Studierenden Unterstützung von uns. Das Praktikum kann acht bis 15 Wochen dauern. Außerdem erhalten Sie 3 Credits wie bei einen Semesterkurs und schließlich beinhaltet die Gebühr auch Ihre Unterkunft in der Stadt Ihrer Wahl. Wenn man weiß, wie teuer das Leben in New York oder San Francisco sein kann, ist das ein sehr attraktives Gesamtpaket. Sie können auf diese Weise ein Jahr und mehr in den USA verbringen, denn nach dem Praktikum können Sie sowohl ein weiteres Auslandssemester anschließen als auch mit einem zweiten Praktikum durchstarten. Damit wird Ihr Aufenthalt bei uns zu einem echten Karriere-Booster.

 

Das größte Sportangebot aller US-Unis

Frage: Eine Frage zum Schluss: Das umfangreiche Sportangebot der MSU, ob Freizeit- oder Spitzensport, sucht seinesgleichen. Was sind Ihre Favoriten?

Chris McKenzie: Als Mann aus dem Mittleren Westen steht natürlich American Football ganz oben. Wenn ich selbst etwas tun will, dann fahre ich Rad, klettere und wandere. Auch Paddeln ist toll. Sport ist übrigens an der Michigan State mehr als ein Event. Er ist ein Kulturgut, das Studierende, Mitarbeiter und Alumni verbindet: sowohl beim Anfeuern als auch beim gemeinsamen Erleben der Michigan State Spartans. Das wird besonders sichtbar, wenn unsere erstklassigen Mannschaften im American Football oder Basketball antreten. Da kommen schnell 50.000 bis 150.000 Fans zusammen! Aber die MSU Spartans treten auch in vielen anderen Sportarten ganz vorne an wie Schwimmen, Wrestling oder Tennis. Die MSU bietet das umfangreichste Sportangebot aller amerikanischen Universitäten. In gewisser Weise ist unser Campus ein einziger großer Sportplatz, wenn man z. B. an 98 Meilen Rad- und Wanderwege auf dem Gelände denkt. Aber die Studierenden finden auch eine Vielzahl an Sportarten in der Halle vor, darunter drei Fitnesscenter. Spaß und Wettbewerb liegen bei den Studierenden-Ligen nah beieinander. Es gibt in fast allen Sportarten Turniere: für Frauen, für Männer, in gemischten Mannschaften. Sport ist einfach Teil des Studienerlebnisses an der MSU.

 

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