Master in Neuseeland: Von Berlin nach Auckland

Johannes Uhlig absolviert seinen Master an der Auckland University of Technology in Neuseeland. Nach dem ersten Semester zieht er im IEC Interview Bilanz.

Master in Neuseeland
Johannes Uhlig - Master in Auckland und Neuseeland entdecken

Wenn schon, dann richtig: Nach diesem Motto ist Johannes Uhlig die Planung seines Auslandsstudiums angegangen und hat sich für einen Master in Neuseeland entschieden. Sein erstes Semester im Master-Studiengang Business mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik an der Auckland University of Technology, der führenden technischen Hochschule des Landes, hat der 26-jährige Berliner hinter sich.

Frage: Hallo Johannes, Ihr erstes halbes Jahr ist um, das ist ein Drittel Ihres Auslandsstudiums. Sind Sie mit Ihrer Entscheidung zufrieden?

Johannes Uhlig: Ja, sehr. Ich verabschiede mich gerade von Leuten, die nur für ein Auslandssemester hier waren und sagen: Schade, jetzt, wo ich ich mich eingelebt habe, muss ich schon wieder fort. Ich bin froh, dass ich mehr Zeit habe, Neuseeland zu entdecken und hier zu leben.

Frage: Können Sie uns ein paar Eindrücke von Auckland, von Land und Leuten geben?

Johannes Uhlig: Auckland ist ja die einzige wirkliche Großstadt Neuseelands. Im Vergleich zu meiner Heimatstadt Berlin ist sie natürlich übersichtlich, aber als erstes lernt man bei so einem Auslandsaufenthalt, nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Auckland ist echt attraktiv, überall stößt man auf Parks und andere grüne Bereiche, die manchmal aussehen wie ein echter Dschungel. Vom Campus sind es zu Fuß nur 15 Minuten bis zum Hafen. Als ich im Februar hier ankam, war ja Hochsommer und ich hatte Glück. Es gab ungewöhnlich lang anhaltend gutes Wetter und ich konnte das Stadt- und Strandleben genießen. Außerdem habe ich schon einiges von der Südinsel gesehen. Die Landschaften hier sind wirklich so grandios wie ihr Ruf. Ihrem Ruf werden auch die Kiwis gerecht. Man ist hier überall sehr freundlich und offen. Was mich besonders beeindruckt hat, ist der hohe Stellenwert, den die Maori und ihre Kultur im Land haben.

Frage: War Neuseeland schon Ihr erklärtes Ziel, als Sie in die IEC Beratung kamen?

Johannes Uhlig: Nein, das hat sich so rausgeschält. Klar war, dass ich mein gesamtes Master-Studium im Ausland absolvieren wollte. Ich bin sehr reiseafin und da war mir ein Auslandssemester einfach zu wenig. Und während meines Dualen Bachelor-Studiums hat schlichtweg die Zeit gefehlt zwischen den Lernphasen an der Uni und in meinem Ausbildungsbetrieb längere Zeit ins Ausland zu gehen. Außerdem wollte ich raus aus Europa, aber eher nicht nach Nordamerika. Singapur hätte ich mir vorstellen können. Da gab es leider kein passendes Studienangebot für meine Interessen. Schließlich lief es auf Australien oder Neuseeland hinaus.

Frage: Was gab den Ausschlag für Neuseeland?

Johannes Uhlig: Die Studiengebühren in Neuseeland sind günstiger und mir kommt das vergleichsweise gemäßigte Klima entgegen. Außerdem ist das Land natürlich viel kleiner als Australien. Es ist viel einfacher mit dem Auto zu entdecken und nach eineinhalb Jahren kann man sich da schon gut auskennen.

Frage: Das hört sich nicht so an, als hätten Sie zwischendurch Heimweh gehabt?

Johannes Uhlig: Das würde ich so nicht sagen. Ich vermisse meine Freunde, meine Familie und Berlin natürlich. Die vielen neuen Eindrücke lenken aber stark ab und halten beschäftigt. Eine große Herausforderung ist allerdings meine Fernbeziehung. Mal eben nach Hause zu jetten, um Zeit mit seiner Freundin zu verbringen, verbietet sich nicht nur wegen der Kosten. Die 36 Stunden Anreise sind eine Strapaze. Umso mehr freue ich mich, dass meine Freundin während meiner Semesterferien im Sommer für einen längeren Zeitraum nach Neuseeland kommt.

Frage: Das Thema Studiengebühren haben Sie schon angesprochen. Wie haben Sie die Finanzierung gelöst?

Johannes Uhlig: Zum Glück unterstützt mich meine Familie. Außerdem habe ich nach dem Bachelor anderthalb Jahre in meiner Ausbildungsfirma gearbeitet und einiges gespart. Meine Wohnung in Berlin konnte ich untervermieten. Zusätzlich gehe ich jetzt auf Jobsuche, was mir durch mein postgraduated study VISA ermöglicht wird. Die Uni unterstützt einen dabei. Die Kiwis generell organisieren sich ganz stark online. Da findet man beim größten Auktionshaus Trade.me eben auch Jobs.

Frage: Wie ist es für Sie gelaufen mit dem Bewerbungsverfahren und dem Einstieg in die Uni?

Johannes Uhlig: Die Bewerbung war unkompliziert, weil sich IEC um alles gekümmert hat. An der AUT gibt es guten Support. Die Mitarbeiter und Professoren erlebe ich als sehr engagiert. Und zumindest im Master-Studium sind die Klassen mit acht bis zehn Studierenden wirklich übersichtlich. Im Augenblick wohne ich noch in einem Studentenwohnheim. Wohnraum ist leider ziemlich teuer in Neuseeland, speziell in Auckland. Aber viele Studis mieten gemeinsam ein Haus. Da wird sich jetzt bestimmt etwas finden. So etwas organisiert sich hier unkompliziert. Für einen längeren Aufenthalt ist ein Konto bei einer der lokalen Banken sehr hilfreich, da Kiwis in der Regel bargeldlos bezahlen. Mieten werden grundsätzlich wöchentlich abgerechnet. Glücklicherweise liegt der City Campus der AUT wirklich mitten in der Stadt, denn leider gibt es kein Semesterticket wie in Deutschland, sondern nur einen Rabatt auf Busfahrten. Auch an diesem Punkt zeigt sich, dass die Neuseeländer so ein Studium viel stärker als persönliche Investition wahrnehmen und der Staat sich mehr raushält.

Frage: Ihr erstes Semester ist rum: Hat es auch akademisch Ihre Erwartungen erfüllt?

Johannes Uhlig: Man merkt, dass die Dozenten und Dozentinnen einen anständigen Business-Hintergrund haben. Auch die kleinen Lerngruppen sind positiv. Allerdings hatte ich erwartet, dass es im Master weniger verschult hergeht. Die Diskussionsfreude ist entwicklungsfähig., zumindest in meinem Studiengang. Was zum Selbstläufer geworden ist, ist Englisch zu sprechen. Ein echtes Plus ist natürlich, dass ich in nur drei Semestern meinen Master absolviere. Und man kann sich entscheiden, ob man forschungsorientierter arbeiten möchte oder mehr Kurse besucht. Im ersten Fall wird eine ausführliche Master-Arbeit fällig. Ich habe mich dafür entschieden, mehr praxisorientierte Seminare mitzunehmen und weniger Zeit in die schriftliche Abschlussarbeit investieren zu müssen. So profitiere ich auch stärker von der Lernatmosphäre mit vielen internationalen Studierenden.

Frage: Haben Sie schon Pläne für die Zeit danach, Johannes?

Johannes Uhlig: Uns eingeborene Berliner zieht es ja immer nach Hause zurück. Aber ich glaube nicht für ewig. Ich setze darauf, dass ich mit meinem Masterabschluss in der Hauptstadt vorerst ziemlich gute Jobchancen haben werde. Letzten Endes kann man mit einem englischen Master aber international ohne größere Problem Arbeit finden, zumindest im Business-Bereich.

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