Im Auslandssemester Vietnam entdecken

Dependance des australischen RMIT ermöglicht preisgünstiges Auslandsstudium

Clare Magee, RMIT Vietnam
Clare Magee informierte im Berliner IEC Büro deutsche Studierende über Studienmöglichkeiten am RMIT Vietnam

RMIT Vietnam: Hinter diesem Kürzel steht eine Erfolgsgeschichte der Globalisierung, von der deutsche Studierende im Auslandssemester profitieren können. 1998 gründete Australiens größte Universität, das traditionsreiche Royal Melbourne Institute of Technology RMIT, die erste internationale Universität in Vietnam. Daraus wurde innerhalb von anderthalb Jahrzehnten mit 8.000 Studierenden der zweitgrößte Off-shore Campus der Welt. Clare Magee arbeitet seit sechs Jahren in Ho-Chi-Min-Stadt und freut sich, dass sich beim Besuch im Berliner Büro von IEC nicht nur Studierende mit vietnamesischen Wurzeln für ein Auslandsstudium in Südostasien an der RMIT International University Vietnam interessieren.

Frage: Clare, was macht ein Auslandssemester am RMIT Vietnam so besonders?

Clare Magee: Ob in Ho-Chi-Min-Stadt oder Hanoi: Wir bieten den gleichen hohen westlichen Standard wie in Australien selbst. Das bedeutet, dass wir neben 20 % australischen Kollegen Lehrkräfte aus der ganzen Welt, vor allem aus Europa und den USA haben, die wirklich etwas von ihrem Fach verstehen. Deshalb können sich die Studierenden in der Regel problemlos ihre Credit Points an der Heimatuni anrechnen lassen. Unterrichtssprache ist natürlich Englisch. Dazu kommen die Vorteile des Standortes. Wer eine Weltkarriere anstrebt, bekommt hier Einblick in die Besonderheiten Asiens.

Frage: Was bedeutet das bei den Studienfächern?

Clare Magee: Wir  verbinden z. B. Fashion und Textile mit Logistics. 80 % aller weltweit getragenen Nikes werden in Vietnam produziert. An solchen Beispielen können Sie hier ganz praktisch lernen wie Globalisierung funktioniert. Gefragt ist das RMIT bei Design-Studierenden ebenso wie bei MBA-Kandidaten. Interessant ist auch der Master of International Business. Oder nehmen Sie ganz andere Fachrichtungen: Ingenieure und Ökologen beschäftigen sich mit dem Klimawandel im Mekong-Delta. Wie breit wir auch in der Forschung aufgestellt sind, zeigen drei aktuelle Beispiele, die ausgezeichnet wurden: International besetzte Forscherteams untersuchen das Tabu-Thema Kondomgebrauch in Vietnam, beschäftigen sich mit der Verknüpfung von Technologie und Tanz und haben Indikatoren für die Wohlstandstandsentwicklung in ländlichen Regionen ermittelt.

Frage: Lassen Sie uns einen harten Fakt ansprechen, die Kosten.

Clare Magee: Die Lebenshaltungskosten sind im Vergleich zu Australien und Europa extrem günstig. Für 300 USD können Sie in Vietnam eine schöne, um nicht zu sagen luxuriöse Bleibe finden. Bei Essen und Trinken kommt man mit 100 bis 200 USD durch die Woche – und das bei der hervorragenden vietnamesischen Küche. Ich habe selbst in China studiert und fand es damals sehr angenehm, nicht den finanziellen Druck wie zu Hause zu haben. Was die Studiengebühren angeht: Deutsche Studierende können diese mit dem Höchstsatz des Auslands-BAföG zu rd. 90 % decken.

Frage: Worin unterscheiden sich die beiden Studienorte Hanoi und Ho-Chi-Min-Stadt?

Clare Magee: Ho-Chi-Min-Stadt, das alte Saigon, ist der Standort des größeren und sehr modernen RMIT-Campus. Hier erwartet Sie beständig warmes Wetter. Im Norden haben Sie einen Jahreszeitenwechsel. Saigon ist westlicher orientiert, Hanoi traditioneller. Wer sich auch für politische und administrative Fragen des Standortes Vietnam interessiert, ist in der Hauptstadt gut aufgehoben. Saigon bietet sicherlich mehr Partyleben. Von Hanoi ist man schnell in China, vom Süden aus fährt man für 4 USD mit dem Bus nach Kambodscha.

Frage: Woher kommen die Studierenden am RMIT Vietnam?

Clare Magee: Das ist eine tolle internationale Gemeinschaft. Unsere vietnamesischen Studierenden freuen sich, dass so viele Kommilitonen aus Korea, Frankreich und Australien hier sind. Gäste aus Deutschland sind uns sehr willkommen!

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