Freiwilliges Auslandssemester: Hochschulbesuch in Sydney (abi.de, 11.2011)

Obwohl ein Auslandsaufenthalt in ihrem Bachelorstudiengang „Media Management“ an der privaten Rheinischen Fachhochschule Köln keine Pflicht ist, entschied sich Anna Pantenburg (24) zu diesem Schritt: Sechs Monate lang studierte sie an der University of Western Sydney in Australien.

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Ursprünglich wollte Anna Pantenburg ihr kostenpflichtiges Bachelorstudium an der Rheinischen Fachhochschule Köln in der Regelstudienzeit von sechs Semestern abschließen. Das Urlaubssemester, das sie für einen Auslandsaufenthalt nehmen musste, ließ sie zunächst zögern: „Ich hatte bereits eine Ausbildung zur Mediengestalterin gemacht und wollte endlich ins Berufsleben starten. Andererseits können einen sehr gute Englischkenntnisse und Auslandserfahrungen in der Medienbranche weiterbringen“, sagt die 24-Jährige.
Schließlich entschied sie sich doch für das freiwillige Auslandssemester.

Weil sie alles selbst organisieren musste, informierte sich die Studentin schon mehr als ein Jahr im Voraus: Welche Länder kommen infrage? Welche Erfahrungen haben andere Studierende gemacht? Sie besuchte etwa eine Infoveranstaltung des Berliner International Education Centre (IEC) in Köln, bei der sich die University of Western Sydney vorstellte. „Damit stand mein Ziel fest“, erinnert sich Anna Pantenburg. „Ein Vorteil war auch, dass mir das IEC bei den Vorbereitungen zur Seite stand.“ Um einen Platz an der australischen Universität zu bekommen, ließ sie sich von ihrem Kölner Dozenten Englischkenntnisse bescheinigen. Auch ihre aktuelle Leistungsübersicht musste sie sich von der Fachhochschule in englischer Sprache ausstellen lassen. Für die Genehmigung des Visums, das bei längeren Studienaufenthalten in Australien Pflicht ist, ist eine Auslandskrankenversicherung erforderlich. „Ich habe außerdem noch eine private Zusatzkranken-versicherung abgeschlossen, um den Rücktransport im Falle des Falles zu sichern. Das Visum selbst konnte man online beantragen und bekam es dann per E-Mail zugeschickt.“ Eine Unterkunft fand sie im Wohnheim der University of Western Sydney.

Das Wintersemester in Australien startete bereits Mitte Juli 2010 und endete im Dezember 2010. An der University of Western Sydney hatte sich Anna Pantenburg für die Kurse „Markets of Asia“, „Strategic Management“ und „Introduction to International Business“ eingeschrieben. „Leider konnte nur der Kurs in strategischem Management auf mein Bachelorstudium angerechnet werden“, erklärt sie. Zur Finanzierung
der Studiengebühren an der australischen Uni und ihrer Lebenshaltungskosten während ihres Aufenthalts erhielt die Studentin ein privates Darlehen von den Eltern. Außerdem konnte sie auch in Sydney ihrem Nebenjob nachgehen: Für eine Kölner Unternehmensberatung entwirft sie zum Beispiel Flyer oder Imagebroschüren.

Eine solide Basis sei wichtig, um in Australien über die Runden zu kommen. „Studentenrabatte oder so etwas
wie ein Semesterticket gibt es nur für Austausch-studenten.“ Weil das Fliegen innerhalb Australiens so unkompliziert sei wie Busfahren, konnte sie in ihrer Freizeit dennoch viel unternehmen. „Wir waren zum Beispiel Schnorcheln am Great Barrier Reef und Surfen am Seven Miles Beach.“ Seit Dezember 2010 ist Anna Pantenburg wieder in Köln und schreibt an ihrer Bachelor-Thesis. Sie ist froh, den Schritt gewagt zu haben. „Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Sprache zu verbessern und eine andere Kultur im Alltag zu erleben.“ Für die Zeit nach ihrem Bachelorstudium hat Anna Pantenburg auch schon Pläne: Zum einen will sie sich auf Arbeitsstellen bewerben, zum anderen aber auch für passende und interessante Masterstudiengänge.

Quelle

www.abi.de/data/PrintEdition/77/abi_extra_bachelor_2011_screen.pdf am 10. November 2011

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