Chance Auslandsstudium: Studierende ohne Akademiker-Eltern profitieren besonders

Das Thema soziale Selektion im Bildungsverlauf wird augenblicklich auf allen Ebenen diskutiert. Eine aktuelle Untersuchung des renommierten Centrums für Hochschulentwicklung CHE zeigt, dass Studierende ohne Akademiker-Eltern in stärkerem Maße von den Vorteilen eines Auslandsstudiums profitieren. Was Sie besonders brauchen, um dorthin zu gelangen: Mehr Beratung wie sie zum Beispiel IEC leistet.

CHE
Den Bildungshintergrund unserer Eltern sieht man uns nicht an, aber er prägt unsere Entscheidungen mit.

Beratungsanfrage

Die Vorteile eines Auslandssemesters sind wissenschaftlich nachgewiesen: Der Auslandsaufenthalt im Studium bringt die gesamte Persönlichkeitsentwicklung deutlich voran. Dazu zählen mehr Selbstvertrauen, gestärkte soziale Kompetenzen wie sie zum Beispiel im Umgang mit international vielfältigen Teams wichtig sind und natürlich verbesserte Sprachkenntnisse. Woran liegt es, dass davon nicht alle Studierenden gleichermaßen profitieren, indem sie sich für einen Auslandsaufenthalt entscheiden?

Herkunft macht mobil

Der Titel der CHE-Studie bringt eine wesentliche Antwort auf diese Frage auf den Punkt: Die (soziale) Herkunft macht mobil. Als Selektivitätskriterium wird die akademische bzw. nicht-akademische Bildung der Eltern definiert. Aus einem akademischen vorgeprägten Haushalt stammt, wo mindestens ein Elternteil einen Hochschulabschluss hat. 

Die Studienautorinnen gingen zwei Fragen auf den Grund:

1.Wird die Entscheidung für oder gegen einen Auslandsaufenthalt je nach Bildungsherkunft anders begründet? 

2.Führt die Auslandsmobilität zu anderen Wirkungen?

Als Basis griffen sie auf bisher unveröffentlichte Daten der „Erasmus Impact Study“ der Europäischen Kommission von 2014 zurück. Die Befragung von über 50.000 mobilen und nicht-mobilen Studierenden fand 2013 statt. Eingeschlossen in die CHE-Studie wurden die Antworten von 3.590 Personen aus Deutschland.

Unterschiede im Mobilitätsverhalten nach Herkunft

Die herkunftsspezifischen Unterschiede im Mobilitätsverhalten sind danach signifikant: Unter den nicht-mobilen Studierenden haben 58% einen nicht-akademischen Hintergrund und 42% Prozent haben Eltern, die studiert haben. Bei den mobilen Studierenden ist das Verhältnis praktisch umgekehrt. Auch bei der Häufigkeit macht die soziale Herkunft einen Unterschied. Zwar begnügen sich aus beiden Herkunftsgruppen die meisten mit einem einmaligen Auslandsaufenthalt, nämlich rd. drei Viertel. Doch der Abstand liegt bei deutlich erkennbaren fünf Prozentpunkten. Das gilt auch bei jenen, die mehrmals in Ausland gehen. Das tun 29 % der Studierenden, deren Eltern bereits eine Universität besucht haben, gegenüber 24 % der Studierenden aus einer nicht-akademischen Familie.

Bali
Die Kosten für ein Auslandssemester sind ein wichtiger Faktor, doch es gibt viele Möglichkeiten. Ein Auslandssemester auf Bali kann z.B. Dank niedriger Studiengebühren und Lebenshaltungskosten günstiger sein als das Semester zuhause.

Unterschiede gibt es auch bei der Auswahl der Programme, die zu einem Auslandssemester führen. Beim Erasmus-Programm kommen 54% der Studierenden aus Akademiker-Haushalten, während 46 % keine akademische Herkunft haben. Bei anderen Austauschformaten, ob über die eigene Hochschule, den DAAD oder auch als Freemover steigt die Spreizung auf 58% zu 42 %.

Gründe für oder gegen einen Auslandsaufenthalt

Die Forscherinnen arbeiten zwei zentrale Aspekte heraus, warum die Entscheidung für oder gegen ein Auslandssemester oder ein Auslandspraktikum ausfällt. „Wichtige Faktoren, in denen  sich  Studierende ohne akademisches Elternhaus von jenen mit akademischer  Bildungsherkunft unterscheiden, sind die Unsicherheit über die Kosten eines Auslandsaufenthalts und mangelnde Unterstützung bei der Wohnungssuche.“ Zwar ist der Kostenfaktor für beide Studierendengruppen sehr wichtig. Doch für Kinder aus nicht-akademischen Familien scheinen sich verschiedene Punkte zu addieren, die ihren Informations- und Beratungsbedarf vor einer positiven Entscheidung für einen Auslandsaufenthalt erhöhen.

In der Wirkung eines Auslandsaufenthalts stellt die Studie keine nennenswerten herkunftsspezifischen Unterschiede fest. Insgesamt profitierten mobile Studierende von ihren Studien und Praktikumsaufenthalten in Bezug  auf  beruflich  nützliche  Kompetenzen und auf ihre Persönlichkeit. Studierende, deren Eltern nicht studiert haben, empfinden die Stärkung dieser Kompetenzen allerdings subjektiv deutlicher als ihre Kommiliton/innen aus Akademiker-Haushalten.

WSU
Für 2017 kann IEC 10 Wohnheimstipendien der Western Sydney University vergeben: IEC Bewerber für ein Auslandssemester sparen damit die kompletten Kosten für das Wohnen (ca. 4000 AUD).

Mehr Chancengleichheit im Auslandsstudium durch Beratung

Die Studienautorin Nina Horstmann fordert deshalb mehr Chancengleichheit. Ein wichtiger Schritt dahin, sei mehr Beratung, denn die Studierenden haben vor allem bei den Themen Finanzierung und Wohnungssuche Unterstützungsbedarf.

„Hier kann IEC effektiv helfen. Unser Beratungsteam kann wichtige Hinweise zu Themen wie Auslands-BAföG, die Studienfinanzierung Ausland oder Stipendien geben, um das Auslandsstudium zu finanzieren“, so Jonas Piechaczek, der Leiter des IEC Beratungsteams. Wer als Freemover Auslands-BAföG erhält, das übrigens einem größeren Personenkreis als im Inland zusteht, sollte wissen, dass bis zu 4.600 € Zuschuss zu den Studiengebühren geleistet werden, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Jonas
Jonas Piechaczek leitet das IEC Beratungsteam.

Außerdem hat IEC Partneruniversitäten im Portfolio, die mit günstigen Studiengebühren und bezahlbaren Wohnheimplätzen auf dem Campus punkten. Besonders attraktiv in punkto Finanzierung ist das Auslandssemester an asiatischen Universitäten.

Wer sich als Studienland für eine europäische Destination wie Spanien, die Niederlande und bisher auch Großbritannien entscheidet, kann natürlich nebenbei problemlos jobben und so zusätzlich Praxiserfahrung im Ausland sammeln. Ähnlich einfach ist das auch in Australien und Neuseeland. Selbst in den USA und Kanada besteht hierzu unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit.

Als Freemover mit IEC ins Auslandssemester

Laut CHE-Studie ist der Abstand zwischen Akademiker- und Nichtakademiker-Kindern beim Erasmus-Austausch geringer als bei anderen Formen des Auslandsstudiums. „Wer auf Grund seines Studiums oder Nebenjobs wenig Zeit für eine Bewerbung als Freemover hat, ist bei IEC in den richtigen Händen. Wir begleiten Studierende bei allen Bewerbungsschritten und beraten zu relevanten Themen rund ums Auslandsstudium, wie dem Wohnen vor Ort. Dabei können wir neben eigenen Erfahrungen auch auf langjährige Erfahrung in der Beratung zurückgreifen“, weist Jonas Piechaczek auf einen weiteren Vorteil der Beratung durch IEC hin. Zudem vernetzt IEC Bewerber/innen mit anderen Studierenden, die bereits vor Ort waren, es gerade sind oder sich ebenfalls gerade in der Bewerbungsphase befinden, um einen Austausch und eine gemeinsame Planung zwischen den Auslandsstudierenden zu ermöglichen.

Starten Sie jetzt in Richtung Auslandsstudium

Haben Sie Fragen wie Ihr Weg ins Auslandssemester aussehen könnte? Das IEC Beratungsteam unterstützt Sie gerne. Kontaktieren Sie uns jetzt!

Beratungsanfrage

geschrieben von: