Australische Elite: Die University of Western Australia im IEC Interview

The University of Western Australia ist ein erstklassiges Ziel für ein Auslandssemester oder mehr. 

University of Western Australia
University of Western Australia

Jasmin Eckelt aus Stuttgart berichtet am Ende ihres zweiten Semesters an der UWA über ihre persönlichen Erfahrungen. Die 25-Jährige steht am Ende ihres Masterstudiums in Wirtschaftspädagogik. Joel Wittwer, Manager im Global Learning Office der UWA, erläutert die Bandbreite an Möglichkeiten für internationale Studierende an der UWA.

Frage: Jasmin, danke für das tolle Foto, das Sie uns geschickt haben. Känguru im Park und Skyline im Hintergrund: Natur und Großstadt liegen bei einem Auslandssemester an der UWA in Perth ziemlich nah zusammen. War Australien Ihr Traumziel?

Jasmin Eckelt: Ja, im Gegensatz zu den meisten Kommilitonen wollte ich nicht in die USA. Die UWA bot dann die Kurse, die mich wirklich interessieren.
Joel Wittwer: Bei uns finden Sie genau das, was man als Europäer von Australien erwartet, wahrscheinlich viel stärker als an der bekannteren Ostküste mit Sydney oder Melbourne. Perth ist mit zwei Mio. Einwohnern eine mittelgroße und überschaubare Stadt, die Studierenden alle Vorteile des Großstadtlebens bietet – auch in der Nacht.

Jasmin in Perth
Jasmin in Perth

Frage: Joel, bei Ihnen in Perth neigt sich der australische Winter seinem Ende zu. Wie ist das Wetter?

Joel Wittwer: Heute regnet es tatsächlich ein wenig. Allerdings haben wir hier nie mehr als 15 ml Niederschlag am Tag. Perth ist die sonnigste aller australischen Hauptstädte. Egal, wann Sie Ihr Auslandssemester an der UWA machen: Unsere großartige Natur können Sie fast jederzeit bei Sonnenschein entdecken. Das sind zum einen tausende Kilometer Küsten, die oftmals völlig unberührt sind. Nördlich von Perth liegt das Ningaloo Reef, das mit dem bekannteren Great Barrier Reef mithalten kann, aber touristisch nicht überlaufen ist. Und dann natürlich das Outback, die klassische australische Buschlandschaft, die sich übrigens bis in die Gestaltung großer städtischer Grünanlagen wie dem nahe zur UWA gelegenen King’s Park zieht.

Frage: Jasmin, hat man denn neben dem Studium Zeit für solche Entdeckungsreisen?

Jasmin Eckelt: Ich bin in der Sommerpause einen Monat gereist und beim Semesterwechsel. Außerdem nehme ich mir nach dem Ende meines zweiten Auslandssemesters noch ein paar Wochen, um auch die Ostküste kennenzulernen. 

Joel Wittwer vor der UWA
Joel Wittwer vor der UWA

Die Entfernungen sind natürlich ungewohnt. An der Küste südlich von Perth runter bis Albany war ich mit Freunden mit einem Mietwagen unterwegs. Nach Darwin im Norden habe ich mich einer geführten Bustour angeschlossen. Und natürlich kommt man ums Fliegen nicht herum, z.B. als es nach Alice Springs ging, um Uluru zu besichtigen.

Frage: Wie lebt es sich in Perth?
Joel Wittwer: Die Lebenshaltungskosten sind hier im Vergleich zu anderen australischen Metropolen günstiger. Ein Zimmer können Sie im Schnitt für 150 AUD pro Woche mieten. Unser Campus liegt übrigens zentrumsnah in einem alten Stadtviertel. Und wir unterstützen die internationalen Studierenden bei der Quartierssuche.
Jasmin Eckelt: Ich habe mein WG-Zimmer über einen Vermittlungspool für Studierende auf der UWA-Website gefunden und teile mir eine Wohnung mit einer norwegischen Studentin. Mit allen Nebenkosten bezahle ich umgerechnet rd. 500 € im Monat. Aus deutscher Sicht ist das nicht superpreiswert, aber man muss halt sehen, dass die australischen Lebenshaltungskosten in vielen Bereichen höher liegen, als wir das gewohnt sind. Was das Leben hier aber wirklich positiv prägt: Die Leute sind total relaxt. Ich fühle mich echt wohl in Perth.

The University of Western Australia ist die älteste Universität des Bundesstaates. Sie bietet ihren über 25.000 Studierenden ein vollständiges Portfolio an Studienmöglichkeiten mit Ausnahme der Tiermedizin. Die UWA gehört zum Verbund der australischen Eliteuniversitäten Group of Eight, der die forschungsstärksten Unis des 5. Kontinents vereinigt. 70 % der Forschung an den fünf Universitäten von Western Australia findet an der UWA statt. Die Business School der UWA hat eine Dreifach-Akkreditierung ihres Studienangebots, was nur ein Prozent der Unis weltweit vorzuweisen hat.

Frage: Viele internationale Studierende kommen an UWA. Warum?

Joel Wittwer: Je nach Studiengang haben wir 15 bis 20% internationale Studierende. Für das klassische Auslandssemester kommen vor allem Studierende aus UK und Europa, den USA und Kanada. Für ein komplettes Auslandsstudium sind wir bei Studierenden aus Asien beliebt. Perth teilt die Zeitzone mit zwei Dritteln der Weltbevölkerung. Ob China, Malaysia, Indonesien: Dieser Großraum rückt immer enger zusammen.
Jasmin Eckelt: Das spricht unbedingt für ein Studium an der UWA. Ich habe so viele Leute aus aller Welt kennengelernt. Das hätte ich in Deutschland nie erlebt. Und man lernt dabei ständig, was sich zu Hause so abstrakt anhört: interkulturelle Kompetenz. Hier hat sich der Begriff für mich mit Leben gefüllt. Übrigens wirkt sich das auch absolut positiv auf die aktive Sprachkompetenz aus. Englisch verbindet uns ja alle.

Frage: Was bringt die Internationalität Studierenden aus Deutschland an Inhalten?

Joel Wittwer: Neben dem direkten persönlichen Kontakt mit Studierenden und Dozenten aus aller Welt, unterscheiden sich viele unserer Studienangebote von denen in Europa. Business-Studierende schätzen z. B., dass bei unseren Kursen Asien stärker im Fokus liegt. 

Der Campus der UWA liegt direkt am Wasser
Der Campus der UWA liegt direkt am Wasser

Viele europäische Studis machen von Perth einen Ausflug nach Bali. Das liegt nur dreieinhalb Flugstunden entfernt. Im Januar und Juli können deutsche Studierende ihren Aufenthalt bei uns etwas verlängern und ihre Bali-Reise mit einem akademischen Kurs verbinden. „Bali Arts & Culture“ beinhaltet einen zweiwöchigen Aufenthalt auf der indonesischen Trauminsel und gibt Gelegenheit, mehr als die Strände zu entdecken. Es entstehen nur die Extrakosten für Flug und Aufenthalt, aber Bali ist ja sehr preisgünstig.

Vielfältiges Kursangebot macht Auslandsemester attraktiv

Frage: Welche anderen Fächer sind nach Ihrer Erfahrung für deutsche Studierende im Auslandsemester besonders interessant?

Joel Wittwer: Das sind z. B. die Umweltwissenschaften aber auch Geografie und Geologie. Viele unserer Kurse beinhalten Field Trips und da bekommen etwa Geologen Gesteinsformationen zu sehen, die es in Europa nicht gibt. Eine sehr spannende Exkursion gehört zum Kurs „Saving endangered species“. Dafür geht es an unseren Campus in der Kleinstadt Albany, fünf Autostunden außerhalb von Perth. Für diesen, wie für den Großteil unserer anderen Kurse, gilt, dass die Studierenden von der starken Forschungsorientierung der UWA profitieren. Denn im Seminar oder im Hörsaal werden sie von forschenden Wissenschaftlern unterrichtet. Erwähnen möchte ich auch noch unsere Indigenous Studies, die zwei Majors bieten. Dabei entdecken Sie die Vorgeschichte der Menschheit in Australien.
Jasmin Eckelt: Einen Kurs in Indigenous Studies habe ich im ersten Semester auch belegt, Field Trip inklusive. Das war echt interessant und ich habe viel über das Volk dieser Region gelernt. Noch so ein Beispiel, das einem das Auslandssemester ermöglicht, Einblick in Fächer zu nehmen, die der heimische Lehrplan nicht vorsieht.

Architektur der UWA
Architektur der UWA

Frage: Gutes Stichwort, Jasmin. Was haben Sie denn an Kursen gewählt? Nehmen Sie Credit Points mit nach Hause?

Jasmin Eckelt: Zwei Kurse werde ich mir anrechnen lassen. Weil ich mit meinem Master-Studium schon ziemlich weit war, konnte ich mich ansonsten stärker an meinen Interessen orientieren. Im ersten Semester waren das Englische Literatur und ein Sprachkurs. In diesem Semester begeistert mich ein praktisch orientiertes Angebot: „Theory and Practice of Teaching German as a Foreign Language”. Ich arbeite also mit Kommilitonen, die Deutsch als Fremdsprache neu erlernen. So eine Lehrerfahrung mit Lernanfängern hätte ich in Deutschland nicht machen können. Dabei ist das so wichtig, wenn man daran denkt, wie viele Flüchtlinge aus unterschiedlichen Ländern in Deutschland Sprachkurse brauchen. Außerdem zeigt das Beispiel auch, dass Hierarchien in Australien nicht so ausgeprägt sind. Ich kann einfach im Tutorium mit unterrichten.

Ein Auslandssemester an der UWA finanzieren

Frage: Wie sieht es mit der finanziellen Seite des Studiums an der UWA aus?

Joel Wittwer: Sie können an der UWA statt der üblichen vier Kurse für ein Auslandssemester im Master, die 13.250 AUD kosten, auch für drei Kurse optieren und sparen dann ein Viertel der Studiengebühren; das bedeutet Sie kommen auf 9.938 AUD. Das ist für all jene interessant, die kostenbewusst ihr Auslandssemester planen müssen und die damit leben können, nicht die komplette Punktzahl an Credits für ein Semester mit nach Hause zu nehmen. Allen EU-Studierenden im Auslandssemester steht das Gerald Frank Brown Scholarship offen, das mit 2.000 AUD dotiert ist. Bei der Wohnungssuche unterstützen wir die Studierenden, um eine passende und preiswerte Unterkunft auf dem Campus, in einem Zimmer in der Stadt oder in einer Gastfamilie zu finden. Und natürlich finanzieren ganz viele deutsche Studierende die Studiengebühren ihres Auslandssemester an der University of Western Australia zu zwei Dritteln mithilfe des Auslands-BAföG.

Jasmin Eckelt: Da die Uni Stuttgart-Hohenheim ein Partnerschaftsabkommen mit der UWA hat, muss ich ja keine Studiengebühren bezahlen und konnte mir so zwei Semester in Perth leisten. Aber man merkt deutlich, dass das Thema Studiengebühren eine Rolle spielt. Ob internationale Freemover oder Australische Studierende: Sie sind sehr zielorientiert. Die UWA ist serviceorientierter als ich das aus Deutschland von der Universität kenne. Aber es gibt auch mehr Regeln, die durchgezogen werden. Die Kurse haben Anwesenheitspflicht, alles ist verschulter. Es fällt auf, wenn jemand nicht erscheint. Auch so eine Lernerfahrung im Auslandssemester: Man erlebt im Alltag, wie sich andersartige Regeln auf eine Gesellschaft auswirken und kann für sich Vergleiche anstellen.

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