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Auslandsstudium trotz Corona: Online-Auslandssemester in Kalifornien

Die bei Studierenden aus Deutschland besonders beliebten Universitäten in Kalifornien bieten in der Corona-Pandemie nur Online-Kurse an. Wir beschäftigen uns damit, wie das Online-Studium aussieht und ob es nicht doch noch eine Möglichkeit gibt trotzdem vor Ort zu studieren.

California

Wer in 2021 unbedingt an einer kalifornischen Universität studieren möchte, hat es momentan schwer, denn die Lage ist dynamisch und unübersichtlich (mehr dazu in unserem Corona-FAQ). Online-Kurse werden zwar angeboten, aber diese müssen von zuhause absolviert werden, da ein Studium aus reinen Online-Kursen nicht für ein Studierendenvisum qualifiziert. Wir haben mit Pauline gesprochen, die ihr Auslandssemester momentan an der California State University Fullerton absolviert - online und von zuhause - um mal zu hören, wie das eigentlich so ist.

Außerdem haben wir eine sehr coole, aber bisher leider einzigartige Option für das Auslandssemester vor Ort - online, aber in Kalifornien - für Sie gefunden! 

Go Beach
Go Beach trotz Corona - an der CSULB möglich

Leben in Kalifornien, online studieren

Die California State State University Long Beach (CSULB) bietet Studierenden aus dem Ausland eine Möglichkeit in Kalifornien zu studieren trotz der Visumsbeschränkungen. Da ein F1-Visum die Teilnahme an mindestens einem Präsenzkurs vor Ort voraussetzt, bietet die CSULB einen kostenfreien Hybridkurs an, der einmal im Monat für zwei Stunden auf dem Campus stattfinden wird. Für diesen Kurs gibt es keine Credits und er behandelt vor allem interkulturelle Kommunikation und globale Gewandheit. Der Kurs wird mit unter 15 Teilnehmenden in desinfizierten und gesäuberten Räumen stattfinden.

Alle anderen Kurse stellt die CSULB online zur Verfügung. So können Studierende mit einem Studierendenvisum ganz normal einreisen, einmal im Monat den Präsenzkurz besuchen und den Rest der Zeit in Kalifornien leben und online studieren. Im Laufe der Zeit wird die Universität versuchen weitere Kurse nach und nach auf Präsenzveranstaltungen umzustellen, insofern die Corona-Situation vor Ort es zulässt.

Interesse an dieser Option? Dann stellen Sie uns eine Anfrage!

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US-Studium an der Ostsee
US-Studium an der Ostsee

Kalifornisches Auslandssemester - online an der Ostsee

Pauline hat sich dazu entschieden, während ihres Dualen Studiums an der Nordakademie derzeit ein Online-Auslandssemester an der California State University Fullerton zu machen. Im Interview hat sie uns von ihrer Entscheidung und Erfahrung berichtet, US-amerikanisch zu studieren, von der Ostsee aus.

Für den Alltag bedeute das Online-Semester eine komplette Umstellung, so Pauline, da die Kurse durch die Zeitumstellung auf den Abend fallen. In der Zeit von 19:00-23:00 Uhr hat sie ihre Online-Kurse: „Ich lerne und arbeite in der Zeit, wo alle anderen frei haben, wo man sich eigentlich treffen könnte mit Freunden, aber das ist mit Corona ja sowieso nicht ständig möglich (…) da hat man eine ganz gute Ausrede,“ sagt sie und lacht. Sie nimmt es also mit Humor, dass ihr Auslandssemester nicht so wie geplant stattfinden konnte.

Im Nachhinein sei sie aber auch ganz froh, zurzeit nicht in den USA zu sein, mit den Unruhen rundum die bevorstehende Wahl sowie der hohen Anzahl von Corona-Fällen. Vorteile sieht sie auch darin, dass sie in den dunklen Stunden des Tages an ihren Kursen sitzt und tagsüber Dinge erledigen kann. So schaffe sie deutlich mehr, als wenn sie den ganzen Tag über in der Uni säße. Sie wollte sich von Corona ihre Pläne nicht durchkreuzen lassen. Letzten Endes habe aber auch ganz einfach die Praktikabilität entschieden: „Also, der entscheidende Punkt war am Ende bei mir, dass ich ein Stipendium bekommen habe (HAW.International vom DAAD), was ansonsten ausgelaufen wäre. Dass ich dann gesagt hab, ich nehme die Chance jetzt wahr. Das war für mich am Ende der entscheidende Punkt, weil die Kosten tatsächlich sehr heftig sind.“

Gerade im dualen Studium lasse sich ein Auslandssemester nicht ohne Weiteres verschieben, so Pauline weiter, „deswegen hab ich’s lieber jetzt gemacht, wo es die Möglichkeit noch gab, bevor ich das nachher gar nicht mehr machen könnte, denn die Erfahrung ist wirklich super.“ Zum Studieren sagt Pauline: „Das ist ein ganz, ganz anderes Studieren, ein anderes Lernen. Die Dozenten setzen auf ganz andere Strategien, den Studierenden etwas beizubringen. Also: ganz viel Gruppenarbeit, ganz viel Hausaufgaben, Abfragen und irgendwelche Quizzes zwischendurch, wo das Erlernte abgefragt wird. Das kenne ich aus meiner Uni in Deutschland überhaupt nicht (...) und es sind Kurse, die ich in Deutschland niemals hätte belegen können, von den Inhalten her.“ Es sei außerdem eine schöne Erfahrung, dass nicht alles von einer Klausurnote am Ende abhänge. Das kontinuierliche Feedback ihrer DozentInnen helfe außerdem sehr im Lernprozess.Das Workload schätzt sie auf circa 30 Stunden in der Woche. Um die Anerkennung der Kurse hat sie sich vorab an ihrer Heimatuni per Learning Agreement gekümmert.

Das Campusleben entfällt, doch die persönliche Entwicklung bleibt
Das Campusleben entfällt, doch die persönliche Entwicklung bleibt

Durch die Gruppenarbeiten in ihren fünf Kursen komme sie bei wöchentlichen Online-Treffen in Kontakt zu den anderen US-amerikanischen und internationalen Studierenden: „Da ist natürlich erst mal eine halbe Stunde Quatschen, und dann eine halbe Stunde Arbeiten. Also schon, dass man sich da privat austauscht. Ist natürlich bestimmt nicht so intensiv wie, wenn man vor Ort wäre und da die Pausen zusammen verbringt, aber trotzdem habe ich das Gefühl, wir haben schon gut Kontakt.“ Neben Online-Kursen biete die CSU Fullerton auch noch andere Dinge online an: zum Beispiel Career Days, bei denen Experten eingeladen wurden, die in die regulären Zoom Sessions mit reingekommen sind, um über ihre Arbeit zu berichten und Karrieremöglichkeiten aufzuzeigen. Für die internationalen Studierenden gab es die Einführungsveranstaltungen online.

Würde sie das Online-Auslandssemester empfehlen? Auf diese Frage antwortet Pauline: „Ich kann es empfehlen. Es ist ein ganz anderes Lernen, eine ganz andere Erfahrung vom Lernen, wovon ich auch viel für die deutsche Uni mitnehmen möchte, weil man diese vielen Wiederholungen hat, was viel bringt, um dann am Ende besser in den Klausuren abschneiden zu können. Und, dass es eben auch inhaltlich ganz anderen Themen sind. Das liegt glaube ich nicht nur daran, welche Kurse ich gewählt habe, sondern, dass sie in Amerika den Fokus auf ganz andere Dinge legen (…), zum Beispiel auf die persönliche Entwicklung. (…) Das finde ich am Ende sehr positiv, dass ich auch viel für mein privates Leben mitnehmen kann.“

Letzten Endes, so Pauline, können nicht viele von sich behaupten, ein Online-Auslandssemester gemacht zu haben. So sei es „auch etwas Spannendes für den Lebenslauf…ein schöner Aufhänger, zum Beispiel in Bewerbungsgesprächen.“

Interesse am Online-Semester in Kalifornien?

Können Sie Ihr Auslandssemester nicht verschieben, brauchen Sie verpflichtend Credits aus dem Ausland oder sind Sie einfach neugierig auf ein Online-Semester? Dann lassen Sie sich vom IEC Beratungsteam zu Ihren Optionen in Kalifornien beraten. Wir stehen zudem in engem Kontakt zu unseren Partneruniversitäten vor Ort und erfahren neue Entwicklungen sofort. 

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