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Auslandssemester mit Stipendium: Erfahrungsbericht aus den USA

Mohammad Khanjar ist sich sicher, dass er das Beste aus seinem Auslandssemester an der San Diego State University gemacht hat. An Silvester 2017 ist der Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung in seine Heimatstadt Berlin zurückgekehrt und zieht im IEC Interview eine Bilanz seines Auslandssemesters in den USA.

Mohammad Khanjar
Mohammad Khanjar studierte mit einem Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung in den USA.

Frage: Hallo Mohammad, im Frühjahr 2018 haben Sie uns bereits berichtet, wie es mit dem Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung bei Ihnen funktioniert hat. Wie sind Sie mit der finanziellen Ausstattung Ihres Auslandssemesters durch die Stiftung in den USA zurechtgekommen?

Mohammad Khanjar: Das hat gut geklappt. Meine Flugkosten wurden im Voraus übernommen. Für die Lebenshaltungskosten gibt es von der Friedrich-Ebert-Stiftung für die Westküste der USA 300 EUR zusätzlich zur normalen monatlichen Förderung, weil es dort leider ziemlich teuer ist. Im Nachhinein wurde mir ein Teil der Versicherungskosten erstattet und natürlich die kompletten Studiengebühren.

Campus der SDSU
Südliches Flair auf dem Campus der SDSU

Studentisches Wohnen als Kontaktbörse

Frage: Der größte Brocken vor Ort sind immer die Kosten für die Unterkunft. Wie haben Sie an der SDSU gewohnt?

Mohammad Khanjar: In einem Studierendenwohnheim in der College Area. Dort habe ich mir in einem Apartment ein Zimmer mit einem amerikanischen Kommilitonen geteilt. Das ist die preiswerteste Variante, die trotzdem noch 650 USD im Monat kostet. Allerdings wird auch einiges geboten. Man konnte ein Fitness-Studio und einen Swimmingpool nutzen. Außerdem gab es gemeinsame Abende mit Kino und so. Gut ist auch, dass man überwiegend unter Menschen aus Kalifornien lebt und schnell Kontakt findet.

Frage: Ganz allgemein: Hat sich die Investition gelohnt? Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

Mohammad Khanjar: Erfüllt ganz sicher, vielfach sogar übererfüllt. Ich habe in der kurzen Zeit sehr viel gesehen und erlebt. Manches Vorurteil hat sich schnell in Luft aufgelöst: Vorher hatte ich gehört, dass an den amerikanischen Unis oft ein einfaches Niveau herrsche. An der SDSU war das nicht der Fall. Die Leute sind sehr wissbegierig und lernen zielorientiert. Weil es viele Zwischentests gibt, muss man ständig am Ball bleiben und kann nicht erst am Ende des Semesters mit dem Lernen beginnen.

Strand von San Diego
Entspannen am Strand gehört zum erfolgreichen Auslandssemester dazu.

ECTS anerkennen lassen

Frage: Wie ist Ihre akademische Bilanz? Bekommen Sie ECTS angerechnet?

Mohammad Khanjar: Auch das lief besser als erwartet. Ich hatte mit maximal 24 Punkten gerechnet, konnte mir aber 36 ECTS anrechnen lassen, sodass ich mein volles Semester von der Universität Potsdam anerkannt bekomme.

Frage: Was hat Sie bei der Kurswahl beeinflusst?

Mohammad Khanjar: Meine persönlichen Studieninteressen, wollte ich mit einem amerikanischen Blick auf meine Fächer Politik, Geschichte und Soziologie anreichern. Ich habe einen Kurs zur amerikanischen Geschichte seit dem Bürgerkrieg besucht, Soziologische Theorie gehört, den arabischen-israelischen Konflikt betrachtet und einen Rückblick auf den 2. Weltkrieg aus einer nicht euro-zentrischen Sichtweise bekommen.

Frage: Sind Sie, wie erhofft, auch themensicher für Ihr geplantes Master-Studium geworden?

Mohammad Khanjar: Ja, auf jeden Fall soll es jetzt International Relations werden. Ich kann mir zwei Schwerpunkte vorstellen: die Transatlantischen Beziehungen und den Einfluss der USA auf den Nahostkonflikt.

Baseball in San Diego
Baseball gehört zu den Entdeckungen bei einem Auslandssemester in den USA.

Reisen in den USA

Frage: Offenbar waren Sie ganz schön fleißig. Ist die Freizeit zu kurz gekommen?

Mohammad Khanjar: Höchstens den Strand habe ich zu wenig genutzt. Das liegt aber auch daran, dass man vom Campus eine Stunde mit dem Öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist. Da bin ich als Berliner natürlich ein effektiveres System gewohnt. Ansonsten bin ich jedes zweite Wochenende verreist. Eigentlich bin ich ja eine Großstadt-Pflanze, aber die Natur in Kalifornien hat mich begeistert, z.B. der Yosemite-Nationalpark. Den Grand Canyon habe ich auch gesehen. Außerdem habe ich es geschafft, einen Trip nach Kuba einzulegen.

Frage: Wie haben sie den Campus der SDSU und San Diego erlebt?

Mohammad Khanjar: Das Campus-Leben ist vielfältiger als in Deutschland. Ständig gibt es irgendwo Info-Stände und Mini-Partys. Und Sachen, die man auf einem deutschen Campus eher nicht findet, wie Open-Air-Kino oder Bowling. Auch die Sportmöglichkeiten sind toll. Der Fitnessclub ist für internationale Studierende kostenlos und ich habe mit einem Fußball-Team bei einem Campus-Turnier den zweiten Platz gemacht. San Diego wird seinem Slogan als „Americas Finest City“ gerecht. Es ist zwar eine Millionenstadt, aber völlig entspannt. Man kann echt viel unternehmen, denn es gibt einen guten Mix aus Attraktionen und Erholung. Zudem macht sich hier die Diversität der Kulturen stärker als anderswo in den USA bemerkbar, zum Beispiel durch die asiatische oder mexikanische Küche.

Frage: Wie haben Sie die Menschen in den USA erlebt?

Mohammad Khanjar: Alle Leute sind sehr freundlich und hilfsbereit. Zum Auftakt war ich übrigens in New York und durfte feststellen, dass die Kalifornier tatsächlich viel relaxter sind. Das liegt wohl doch am guten Wetter. Trotzdem habe ich auch Berlin vermisst. Der Alltag ist im Vergleich in den USA ein bisschen überreguliert. Für alles Mögliche gibt es Restriktionen, auch auf dem Uni-Campus.

Frage: Würden Sie im Master-Studium noch mal ein Auslandssemester machen? Welches Ziel käme in infrage?

Mohammad Khanjar: Sehr gerne! Wenn es so kommen soll, wird es wieder auf ein Land der angelsächsischen Welt hinauslaufen. Großbritannien und USA sind im Hinblick auf ihre Forschungen in der Politikwissenschaft oder Internationalen Beziehungen sehr gefragt. Auf jeden Fall würde ich mich wieder an IEC wenden. Die Betreuung war super und hat die ganze Organisation des Auslandssemesters in den USA echt vereinfacht. Gerade für die USA muss man doch viel Papierkram erledigen und ich hatte bei IEC immer jemanden, die oder der weiterhelfen konnte.

Mit IEC und Stipendium ins Auslandssemester

Das IEC Beratungsteam ist der kompetente Ansprechpartner für ein Auslandssemester in den USA oder in rd. anderen 25 Ländern. Es informiert Sie gerne über Finanzierungsmöglichkeiten. Dazu können z.B. Stipendien gehören. Für bestimmte Ziele bietet IEC auch selbst Stipendien an. Fragen Sie uns jetzt!

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