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Auslandssemester im Mittleren Westen: erste Wahl für Patrick

Von Ulm in den Mittleren Westen Amerikas: Patrick Barth absolviert gleich zwei Auslandssemester an der University of Minnesota. Was sein Mathematik-Studium dabei besonders macht und was sich nebenher entdecken lässt, berichtet er im IEC Interview.

Patrick Barth
Patrick Barth verbringt zwei Auslandssemester an der University of Minnesota.

IEC: Hallo Patrick, Du hast gerade die letzten Semesterprüfungen absolviert. Wie ist es gelaufen? Nimmst Du Credit Points aus den USA mit nach Hause?

Patrick Barth: Alles ist sehr gut gelaufen. Zwei Mathematik-Kurse werden mir auf jeden Fall angerechnet und beim dritten, den ich an der Carson School of Management belegt hatte, bin ich sehr zuversichtlich, dass ich ihn nachmelden kann. Da ich für meine Auslandssemester im Gegensatz zum Studium in Deutschland Gebühren zahlen muss, war es mir wichtig, das vielseitige Kursangebot auch voll auszukosten. Deshalb habe ich im Entrepreneurship Center einen Grundlagenkurs zur Gründung eines Start-ups besucht. Da gibt es unter anderem auch eine Menge praktischer Beispiele von erfolgreichen Gründungen der hiesigen Studierenden. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Studierende selbstständig machen. Diese Denkrichtung wird sehr gefördert. Außerdem habe ich kulturelle Interessen gepflegt und Einsteiger-Kurse in Klavier und Schauspiel besucht. Das war sehr bereichernd.

IEC: Hat die Region Mittlerer Westen eine Rolle bei der Studienwahl gespielt?

Patrick Barth: Vor allem hat mich das vielseitige Angebot der Universität beeindruckt. Außerdem war mir die Anbindung an eine Kirchengemeinde wichtig. Mit der Bethlehem Baptist Church habe ich einen guten Anlaufpunkt gefunden. Sie hat auch ein eigenes Wohngebäude auf dem Campus, sodass ich leicht Anschluss gefunden habe. Trotz der enormen Größe geht es hier ziemlich familiär zu. Zu Thanksgiving und zu Weihnachten habe ich gleich mehrere Einladungen bekommen, mit zu den Familien meiner Kommilitonen zu kommen. Die Menschen sind hier wirklich so gastfreundlich und offen wie man ihnen nachsagt.

Auslandssemester mit vielen Optionen

IEC: Was hatte Dich bewogen, Dich an der University of Minnesota für ein Auslandssemster im Bachelor zu bewerben?

Patrick Barth: Ich wollte ins englischsprachige Ausland, damit ich mich weniger auf das Sprache lernen konzentrieren muss und mehr Raum für meine Umgebung habe. An der Uni Ulm wurde die University of Minnesota von IEC vorgestellt. Das hörte sich interessant an und ich habe dann verglichen, ob es für mich relevante Studienoptionen in Mathematik gibt. Auch die Forschungsvorhaben hier waren überzeugend. So habe ich mich dann nur an der UMN beworben und gar nicht woanders.

IEC: Welche Eindrücke vom Studium hast Du nach einem Semester?

Patrick Barth: In Deutschland bringt man vom Gymnasium schon größere Mathematik-Kenntnisse mit als es hier üblich ist. Deshalb habe ich in Mathematik Master-Kurse belegt. Nicht zuletzt dadurch sind die Lerngruppen kleiner als zu Hause. Die Professoren kennen dich mit Namen und haben die Prüfungsergebnisse im Auge. Überhaupt gefällt mir das Prüfungssystem hier sehr gut. Die Tests verteilen sich über das ganze Semester, sodass es nicht eine entscheidende Abschlussprüfung gibt. Das nimmt den Druck raus und gibt ein besseres Bild von der eigenen Leistung. Die Lehre unterscheidet sich nicht so sehr von Ulm: Bei uns Mathematikern steht halt die Tafel im Mittelpunkt. Mit einer schicken Power-Point-Präsentation kommt man nicht so weit.

Abwechslungsreiche Stadt...

Twin Cities
Skyline der Twin Cities

IEC: Was ist Dir am Leben in der Stadt so aufgefallen?

Patrick Barth: Alles ist sehr modern und gepflegt. Die Stadt Minneapolis hat einen guten öffentlichen Nahverkehr und es wird überall Fahrrad gefahren. Auch in den Bussen und Bahnen gibt es überall Abstellplätze für Fahrräder. Recycling gehört zum Alltag und beim Essen bekommt man nicht nur klassische deftige Speisen, sondern kann sich auch sehr gesund und bewusst ernähren. Zu Thanksgiving hatten wir schon mal richtig viel Schnee und alles ist darauf vorbereitet, inklusive beheizter Bushaltestellen. Außerdem liegt der Campus direkt neben Downtown mit einer echt beindruckenden Skyline. Es gibt wirklich außergewöhnlich viele Theater und auch sonst ein reichliches kulturelles Angebot an Musik, Kunst, Museen usw. Generell hat man mit den Twin Cities eine echte Großstadt, wo es trotzdem noch familiär zugeht.

...vielfältiger Campus

IEC: Und auf dem Campus?

Patrick Barth: Da geht das so weiter. Es besteht ein unterirdisches Verbindungssystem, damit man im Winter nicht durch die eisige Kälte muss. Auf dem Campus fällt schon ein Kulturunterschied zu Deutschland auf. Die University of Minnesota ist eine Marke mit entsprechendem Merchandising. Alle zeigen gerne, dass sie dazu gehören und sei es nur mit dem Basecap. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Universitätssport. Die UMN gehört zu den sogenannten Big 10. Da spielen zahlreiche Mannschaften in der obersten Liga mit und viele Studierende werden später Profis. Neben dem Stadion mit Platz für 40.000 Zuschauer gibt es ein Theater und eine Konzerthalle, zwei Museen, ein Hotel und Restaurants – und sogar eine eigene Polizeistation.

Außerdem merkt man, dass man als zahlender Student ein Kunde ist. Das Betreuungsangebot ist toll. Go Minnesota, die sich um die internationalen Studierenden kümmern, ist sehr serviceorientiert. Gerade bei der Kurswahl waren sie sehr hilfreich. Praktisch ist der One-Stop-Student-Service: Die haben mir am Anfang bei allen organisatorischen Fragen viel geholfen, beginnend bei der Überweisung der Studiengebühren. Das läuft ganz unkompliziert und ohne Terminvorgabe. Hilfreich sind auch Einrichtungen wie das Writing Center. Dort bekommt man Unterstützung bei schriftlichen Arbeiten: Jemand geht einfach mal 45 Minuten einen Text mit dir durch, um ihn zu verbessern.

Chicago
Patrick auf Weihnachtsbesuch in Chicago

IEC: Was passiert außerhalb des Campuslebens?

Patrick Barth: Ich war schon auf einem Kongress in Montréal und habe schon einiges von der direkten Umgebung gesehen. Das Outdoor Recreational Center bietet Sachen wie Kanu fahren an. Für den Winter steht z.B. noch Eisfischen mit einem Mitbewohner an. Weihnachten habe ich mit der Familie eines Studienkollegen in Chicago verbracht und wir wollen noch mit ein paar Leuten einen Roadtrip nach Iowa machen. Im Frühjahr, nach dem Ende meines zweiten Auslandssemesters, fahre ich mit Freunden in ein Haus der Gemeinde in South Carolina. Das wird dann noch mal ein ganz anderer Eindruck werden.

 

Packendes Auslandssemester an der University of Minnesota

Die University of Minnesota ist in vielen Fächern eine akademische Spitzenuniversität. Hat Patricks Bericht Sie neugierig gemacht? Das IEC Beratungsteam bringt Sie gerne auf den Weg dorthin und berät Sie zu allen Fragen, auch zur Finanzierung.

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