Geisteswissenschaften

Ein Studium der Geisteswissenschaften steht nicht für den direktesten Weg ins Berufsleben, aber häufig für einen besonders interessanten.

Geisteswissenschaften ist ein weit gefasster Begriff, dessen Bedeutung sich historisch gewandelt hat. Gemeint sind damit in der Regel alle Studienfächer, die nicht zu den Naturwissenschaften zählen. Im engeren Sinne gehören dazu Theologie, Religionswissenschaften und Philosophie. In einem weiteren Sinne zählen auch die sozial- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächer sowie die Sprach-und Kulturwissenschaften dazu.

Für die Studiengänge die sich mit geistigen Erzeugnissen beschäftigen ist es besonders interessant, Denkansätze aus anderen Kulturkreisen kennenzulernen. Als Freemover können Sie frei wählen und Geisteswissenschaften im Ausland studieren:

Beratung zum Auslandsstudium

Ein Studienfach mit langer Tradition

Die Aufzählung der engeren Fächer zeigt bereits, dass es sich um die Disziplinen mit den noch vor Jura und Medizin ältesten akademischen Traditionen handelt. Da sie abgesehen von der Ausbildung von Religionslehrern und Geistlichen außerhalb der Universität keine klar umrissenen Berufsfelder anvisieren, ist ihre Bedeutung im 20. Jahrhundert immer wieder in Frage gestellt worden.

Häufig ging damit die Konstruktion eines Dualismus zwischen Geisteswissenschaften einerseits und natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern andererseits einher. Mit der zunehmenden Bedeutung von interdisziplinären Studiengängen haben diese Streitigkeiten an Intensität verloren.

Geisteswissenschaften machen offen für die Welt

Wer keine universitäre Karriere im Bereich der Geisteswissenschaften anstrebt, tut gut daran, sich frühzeitig über die Anwendbarkeit des im Studium erworbenen Wissens Gedanken zu machen. Die geisteswissenschaftlichen Erkenntnismethoden lassen sich vielfach an unerwarteter Stelle praktisch nutzen. Voraussetzung sind Offenheit und Weltzugewandtheit auf Seiten der Studierenden und potentieller Arbeitgeber. Praktika spielen deshalb im Verlauf eines geisteswissenschaftlichen Studiums eine immer größere Rolle, weil sie wichtige Orientierung geben.

Der übliche Terminus im englischsprachigen Sprachraum ist Humanities

Geisteswissenschaften im Ausland studieren

Das gilt auch für ein Auslandssemester in den Geisteswissenschaften. Der übliche Terminus im englischsprachigen Sprachraum ist Humanities. An vielen US-amerikanischen Universitäten gibt es auch Liberal Arts. Interessanterweise ist die Durchlässigkeit des amerikanischen Arbeitsmarktes für Absolvent/innen dieser Fachrichtungen viel größer als in Deutschland. Insofern eröffnet ein Auslandstudium vielfältige Horizonte und fördert die Persönlichkeitsentwicklung.

Englisch als Wissenschaftssprache und Arbeitssprache der Weltwirtschaft verbessert man im Auslandsstudium fast nebenbei. Stark gefragt sind auch interkulturelle Kompetenzen, die sich durch ein Auslandsstudium entwickeln. Außerdem bietet es sich natürlich an, ein Land passend zum eigenen Studienschwerpunkt zu wählen.