Studieren in Europa

Ein Auslandsstudium in Europa ist über IEC in Großbritannien, Spanien, den Niederlanden oder in der Schweiz möglich. IEC vermittelt Studienplätze sowohl für ein Auslandssemester als auch für ganze Bachelor, Master oder PhD.

Kurzprofil

Was Europa sei, darüber kann man höchst intellektuelle Streitgespräche führen. Während seine Grenzen im Norden, Süden und Westen durch Meeresküsten klar definiert sind, wird es in östlicher Richtung schwierig, denn geografisch gesehen, muss man Europa als asiatische Halbinsel betrachten. Das führt dazu, dass die Türkei, die nur einen Bruchteil ihres Staatsgebiets in Europa hat, und geografisch Vorderasien zugerechnet wird, kulturell eng mit Europa verbunden ist, während gleichzeitig dies- und jenseits des Bosporus gerne die Unterschiede hervorgehoben werden. Wenn das kein Grund ist, sich selbst ein Bild während eines Auslandssemesters zu machen!

Europas Sprachenvielfalt im Großen und Kleinen

Rund 50 Staaten gibt es zzt. in dem Gebiet, das allgemein als Europa betrachtet wird, doch die Zahl der Sprachen liegt um ein vielfaches höher. Sie sind Ausdruck einer kulturellen Vielfalt, die Europa prägt. Beispiel Schweiz: Sie wird auch kleine EU genannt, denn sie ist kein Nationalstaat und hat vier Amtssprachen. Drei davon werden auch bei den großen Nachbarn Deutschland, Frankreich und Italien gesprochen, aber Rätoromanisch ist eine helvetische Besonderheit.

Auch Spanien kennt mehr als nur eine Amtssprache und der nationale Zusammenhalt ist seit Jahren Gegenstand heftiger Kontroversen, vor allem seitens der Katalanen und Basken. Und selbst Großbritannien, das vom Kontinent betrachtet, so klar definiert zu sein scheint, kennt neben Englisch noch sieben offizielle Regionalsprachen. Diese werden im Vergleich zu Spanien allerdings von deutlich weniger Menschen gesprochen – was Schotten, die nur Englisch sprechen, nicht davon abhält, mit tiefer Abscheu von Engländern zu reden. Was umgekehrt allerdings auch vorkommen soll.

Auf den zweiten Blick kann Europa also ganz schön exotisch sein. In jedem Falle sind viele von Deutschlands Nachbarländern begehrte Ziele für ein Auslandsstudium. An der Spitze steht übrigens Österreich, von dem es heißt, dass uns vor allem unsere gemeinsame Sprache trenne.

Echt europäisch: die Universität

Was klar für ein Auslandsstudium auf dem alten Kontinent spricht, ist seine kulturelle Vielfalt. Ein traditionell verbindendes Element stellen die Universitäten dar. Sie sind eine echte europäische Erfindung als eine Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden, wie der vollständige lateinische Name übersetzt lautet. Während einerseits Latein als gemeinsame Sprache die Gelehrtenwelt verband, ist die Entwicklung der Universitätslandschaft anderseits eng verbunden mit dem Entstehen eines Nationalgefühls. Als älteste Universität der Welt gilt Bologna, gegründet im Jahr 1088. In den folgenden 130 Jahren folgten u.a. Paris, Oxford und Cambridge. Die Gründung deutscher Universitäten begann im 14. Jahrhundert. Die älteste auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik ist die Universität Erfurt, die 1379 gegründet wurde.

Latein wurde als weltweite Wissenschaftssprache längst vom Englischen abgelöst und in den letzten Jahren hat sich ein breites Angebot englischsprachiger Studienprogramme außerhalb Großbritanniens entwickelt. Für ein spannendes Auslandssemester mit niedrigen sprachlichen Hürden stehen in Europa alle Türen offen. Wer innerhalb der EU oder der Schweiz sein komplettes Studium absolvieren will, kann dies sogar staatlich gefördert tun, denn das Auslands-BAföG wird in diesem Fall für die gesamte Regelstudienzeit gewährt. Ebenso unproblematisch sieht es mit Nebenjobs und bezahlten Praktika aus, weil EU-Bürger in dieser Hinsicht fast überall auf dem Kontinent Freizügigkeit genießen.

Grenzenlos studieren in Europa

Europäische Zusammenarbeit gibt es in der Welt der Wissenschaft auf vielen Ebenen. Zum einen sind das Großprojekte wie CERN mit seinem der Grundlagenforschung dienenden Teilchenbeschleuniger in den Schweizer Alpen. Zum anderen gibt es das europäische Austauschprogramm Erasmus, das seit seiner Gründung 1987 für rege Reiseaktivitäten unter Studierenden sorgt und das weltweit größte Förderprogramm für ein Auslandsstudium geworden ist. Inzwischen spricht man von einer Generation Erasmus. Denn die Erfahrungen, die viele Studierende durch ihren Studienaufenthalt in der näheren oder ferneren europäischen Nachbarschaft gemacht haben, haben das Denken vielfältig beeinflusst und zu zahllosen Untersuchungen und Kooperationen geführt, die sonst nie entstanden wären. Mit einem Auslandsstudium werden Sie ein Teil davon!

geschrieben von Hilka Leicht