Erfahrungsbericht: Yannick Schütte

„Wir alle waren ausnahmslos froh und dankbar, dass wir diese Zeit erleben konnten.“

Unabhängig von Hawaii:

Auch wenn es zu Beginn mit viel lästigem Aufwand verbunden ist und es meist eine gute Stange Geld kostet, würde ich jedem empfehlen eine Zeit im Ausland fernab von Zuhause zu verbringen. Durch unterschiedliche Erfahrungen lernt man viel über das Leben und über sich selbst. Dafür spielen Aufenthaltsort und Aufenthaltsdauer im Detail gar nicht die größte Rolle. Wir alle waren ausnahmslos froh und dankbar, dass wir diese Zeit erleben konnten.

IEC:

IEC ist bei der Planung des Aufenthalts ein perfekter Begleiter: Man bekommt komplett kostenlos einen persönlichen Studienberater zugeteilt welcher durch jeden Planungsschritt führt und immer für Fragen, Probleme und Tipps zur Verfügung steht. Absolut top!

Kosten:

Abseits von Flug und Unigebühren ist Hawaii leider sehr teuer: Grob kann man sagen, dass gängige Lebenshaltungskosten 2-3x so hoch sind wie in Deutschland/Europa, z.B. ist es üblich für eine normale Unterkunft 700-1000$ pro Monat oder für eine mickrige Packung Käse 6-7$ zu bezahlen. Ein ganz bisschen kann man sparen wenn man eine Mitgliedskarte des Supermarkts hat, die sind auch gebührenfrei. Mit Abstand am günstigsten ist Walmart, der befindet sich auf Oahu aber nur in Downtown, ist aber wie gesagt immer noch recht teuer.

Neben den normalen Lebenshaltungskosten sollte man auch die Ausflüge/Hobbys einplanen. Wenn man die Nachbarinseln bereist, ein eigenes Surfboard oder Auto kauft (und wieder verkauft), ab und zu feiern geht und diverse Ausflüge macht, kommt da was zusammen. Dazu kommen auch noch die Bücher und Materialien für die Kurse (siehe unten).

Wohnen:

Unterkunftssuche startet man am besten vor Ort, indem man die ersten Tage im Hostel verbringt und dann von dort sucht (am besten das Seaside-Hostel nehmen). Direkt nach Ankunft und zu Beginn der Suche sollte man sich eine Sim-Karte mit Datenflat fürs Handy holen, das erleichtert die Suche total, am einfachsten nach einer GoSmart-Simcard googlen und im nächstgelegenen Laden kaufen. Viele weitere Austauschstudenten im Hostel sind auch auf Wohnungssuche sodass dann gemeinsam gesucht und eine WG aufgemacht werden kann. Oft wird auch ein WG-Zimmer zu zweit bewohnt. Hauptsächlich gesucht wird über die Online-Plattform Craigslist, man braucht oft ein wenig Geduld aber meistens findet man nach ein paar Tagen irgendetwas. Lohnenswert ist es auch einfach mal in die großen Wohnkomplexe hinein zu gehen, oft finden sich dort Angebote auf Zetteln/Papieren an einer Art Hausbrett. Insgesamt muss man einfach die Augen aufhalten und viel Fragen/Suchen dann klappt das schon.

Waikiki ist sehr touristisch und städtisch, trotzdem wohnt man da am besten: Dort ist hauptsächlich das allgemeine Leben, es ist nah zum Strand und mit dem Bus kommt man bequem zur Uni. Außerdem ist es wesentlich schöner als Downtown, dass nicht hübsch ist und oft mit einer Menge Obdachlosen auf den Straßen.

Freizeit:

Es lohnt sich ungemein für die Zeit ein Auto anzuschaffen. Man ist wesentlich flexibler, kann deutlich angenehmer die Insel erkunden und länger als 6 Monate muss das Auto meistens sowieso nicht durchhalten. Mit dem Bus kommt man außerhalb Honolulus nicht sonderlich vorwärts und Mietwagen sind auf Dauer sehr sehr teuer. Ein eigenes Auto ist im Gegensatz zu vielen anderen Dingen in Hawaii bezahlbar, insbesondere wenn man sich ein Auto mit mehreren teilt: Das Benzin ist günstig, die Versicherung nicht allzu teuer und das Auto kann am Ende für nicht viel weniger als Einkaufspreis wieder verkauft werden. Viele gute Angebote findet man auf Craigslist.

An freien Tagen werden dann die unzähligen Freizeitmöglichkeiten genossen (Strände, Schnorcheln, Wandern, Surfen, Bootstouren, Fallschirm springen, shark-diving und mehr). Dazu gibt es viele Tipps und viel Material im Internet oder klassisch im Reiseführer. Selbst nach Monaten findet man immer noch spannende Ausflugsziele, insgesamt gibt es wohl kaum einen Ort der mehr zu bieten und entdecken hat als das paradiesische Hawaii.

Außerdem sollte man unbedingt einen Abstecher auf die Nachbarinseln von Oahu machen (vor allem Kauai!!). Dort gibt es teilweise noch mehr und tollere Orte zu entdecken als auf Oahu. Als Unterkunft kann man entweder zelten oder man geht ins Hostel. Zelte können auch temporär gemietet werden, einfach mal googlen. Busse gibts auf den Nachbarinseln recht wenig, deshalb ist man auf ein Mietauto quasi angewiesen, wenn man sich ein Auto mit mehreren zusammen teilt ist das aber bezahlbar. Die (sehr kurzen) Flüge dahin nach Möglichkeit früh buchen um noch einen guten Preis zu bekommen. Ein Flug kostet abhängig von Buchungszeitpunkt und Flugzeit ca. 75-250$.

Die Surf-Wettbewerbe am North Shore im Dezember sollte man auch nicht verpassen, sehr beeindruckend wie Profi-Surfer in so riesigen Wellen surfen und was am Strand selbst los ist.

Uni:

Die Uni läuft anders als in Deutschland: Es wird in kleineren persönlicheren Klassen gearbeitet in der (oft) Anwesentheitspflicht besteht. Der Arbeitsaufwand ist abgesehen von den midterm und final Klausuren über das Semester hindurch verteilt, sprich man hat meistens immer ein bisschen zu tun (Quizzes/Assignments/Groupwork/Presentationen) und nicht zu einem Zeitpunkt sehr viel. Alles in allem überarbeitet man sich aber sicher nicht, es bleibt durchaus Zeit neben der Uni und mit ein wenig Einsatz bekommt eine sehr gute Note, die den Notenschnitt an der Heimatuni deutlich nach oben hebt.

Bei Planung der Kurse im Vorhinein empfiehlt es sich den Dozenten des angebotenen Kurses bei Google bzw. ratemyprofessors.com zu suchen, viele ehemalige Studenten haben schon Bewertungen über den Kurs und den Dozenten geschrieben. Bei mir haben diese Berichte/Bewertungen zu großen Teilen gestimmt.

Die meisten Studenten der Kurse kommen aus den USA, aber auch ein guter Teil sind Austauschstudenten (meistens aus Skandinavien oder Deutschland/Schweiz/Österreich).

Plant euren Kursplan am besten so, dass möglichst wenig zu Uni hingefahren werden muss, das spart Zeit. Online-Kurse bei denen man nicht zur Uni muss sind dafür eine gute Möglichkeit.

Oft wird gesagt, dass ein bestimmtes Buch für einen Kurs gebraucht wird. Da die Bücher aber selbst zum leihen (um die 100$ je nach Buch) unverschämt teuer sind wartet man am besten ein paar Tage/Wochen des Kurses ab, oft werden die Bücher dann viel weniger gebraucht als vorher gesagt oder man kann sich irgendwie anders behelfen. Vereinzelt gibts die Bücher auch kostenlos als PDF im Internet zu finden, welche Ausgabe des Buches ist nicht wichtig.