Erfahrungsbericht: Stefan Schneider

„Wie man an den PISA Studien sehen kann, in denen Kanada regelmäßig in der Spitzengruppe landet, bietet Kanada eine Ausbildung auf hohem Niveau.“

Vorbereitung
Zunächst muss man sich bei der Vorbereitung auf sein Auslandssemester natürlich mögliche Länder und Universitäten aussuchen. In meinem Fall fiel die Wahl auf die University of Victoria in Kanada, da ich im englischsprachigen Raum und außerhalb der EU studieren wollte. Da ich als Werksstudent tätig bin, war ich bei den Semesterzeiten sehr eingeschränkt. In den USA und Australien beginnt das Semester jeweils im August was für mich ein zu früh war. Da die HS Augsburg neuerdings jedoch glücklicherweise die (University of Victoria) UVic als Partnerhochschule hat und das Semester in Kanada Anfang September beginnt hat es doch noch mit dem Auslandssemester geklappt. Wie man an den PISA Studien sehen kann, in denen Kanada regelmäßig in der Spitzengruppe landet, bietet Kanada eine Ausbildung auf hohem Niveau. Natürlich sollte man sich im Vorfeld auch grob über das Klima, Wetter, Studiengebühren und Lebenshaltungskosten informieren um keine bösen Überraschungen zu erleben. Ich begann mit meiner Planung für das Auslandssemester ca. im März (6 Monate vor Semesterbeginn) was für mich ausreichend war.

Bewerbungsprozess
Die HSA besitzt jedes Semester einen Freiplatz an der UVic für den man sich beim International Office bewerben kann. Mit dem Freiplatz wird man von den Studiengebühren befreit (ca. 1700$ pro Kurs – Vollzeitstudium hat normalerweise 4 Kurse pro Semester = 6800$). Außerdem läuft dann die Bewerbung für die Uni etwas anders ab. Da ich statt dem Freiplatz vom Promos- Stipendium gefördert wurde musste ich mich auf normalem Weg bewerben. Die Bewerbung ist an IEC (International Education for Global Minds) zu senden.

Nun zu den Unterlagen:
Zunächst muss man ein Bewerbungsformular von IEC sowie ein „Exchange Student“- Bewerbungsformular der UVic ausfüllen. Außerdem benötigt man einen englischen Notenspiegel, der einfach in der Prüfungsverwaltung der HSA ausgedruckt werden kann. Ein TOEFL- Test wird für die UVic als Partnerhochschule nicht benötigt, lediglich ein DAAD- Sprachzeugnis, welches vom jeweiligen Englischprofessor ausgefüllt werden kann. Einen englischen Lebenslauf sowie eine Kopie des gültigen Reisepasses sollte man ebenfalls noch beilegen. Wobei gerade der Reisepass auch nachgereicht werden kann.

Finanzierung
Da die Studiengebühren außerhalb der EU üblicherweise sehr hoch sind, sollte man sich auf die Suche nach möglichen Förderern machen. Für diejenigen für die Auslands- BAföG nicht ausgeschlossen ist, sollten sich dafür bewerben. Auch andere Stipendiengeber wie z.B. Promos sind empfehlenswert. Natürlich ist mit jeder Bewerbung wieder mit etwas Aufwand verbunden. Im Fall von Promos musste ich beispielsweise ein Motivationsschreiben, ein Learning Agreement und ein Bewerbungsgespräch über mich ergehen lassen. Gefördert wird von Promos eine einmalige Reisekostenpauschale, eine monatliche Lebenskostenpauschale sowie anteilige Übernahme der Studiengebühren. Da ich neben dem Studium noch meine Bachelorarbeit schreiben musste und ich nur zwei Kurse belegt habe, war Promos für mich etwas günstiger als der Freiplatz.

Organisatorisches:
1. Learning Agreement
Um seine Noten später anerkannt zu bekommen ist es natürlich ratsam sich im Vorfeld über die Kurse an der Uni zu informieren und ein entsprechendes Learning Agreement aufzusetzen um später keine bösen Überraschungen zu erfahren.

2. Visum
Für einen Studienaufenthalt in Kanada benötigt man kein Visum. Das ist ein großer Vorteil im Vergleich zu den USA. Man kann einfach bequem mit seinem deutschen Reisepass einreisen und dort studieren. Dies ist gilt jedoch nur Aufenthalte bis maximal 6 Monate, was in meinem Fall ausreichend war.

3. Versicherung
Für das Auslandssemester benötigte ich eine Auslandskrankenversicherung für Studenten, die ich bei einer deutschen Versicherung abgeschlossen habe. Dies ist etwas günstiger, als wenn man sich über die kanadische Krankenversicherung, zu welcher man von der UVic standardmäßig angemeldet wird, versichert. Dies ist aber nur für Aufenthalte von bis 6 Monaten möglich.

4. Bank und Telefon
Überweisungen ins nicht europäische Ausland sind sehr teuer, daher sollte das soweit es geht vermieden werden. Wer noch keine Kreditkarte besitzt sollte sich am besten noch in Deutschland darum kümmern. Ich konnte mit meiner Kreditkarte sogar kostenlos Geld in Kanada abheben, lediglich für das Bezahlen mit Kreditkarte im außereuropäischen Ausland wird eine Servicegebühr fällig. Ich konnte damit auf ein Bankkonto bei einer kanadischen Bank verzichten. Ob man ein Handy im Auslandssemester benötigt oder nicht muss jeder selbst entscheiden. Die Preise für prepaid Simkarten und deren Gebühren für SMS und Telefonate sind recht teuer. Man muss selbst für eingehende Anrufe bezahlen. Bei den meisten Anbietern muss man außerdem mindestens 10$ alle 30 Tage aufladen, da sonst das Guthaben verfällt.

5. Anreise
Die Anreise ins über 8000km entfernte Victoria dauert entsprechend lange. Auch der Fakt, dass Victoria auf der Insel „Vancouver Island“ liegt verlängert die Reise. Internationale Flüge gehen für gewöhnlich von deutschen Flughäfen nach Vancouver. Dort kann man sich dann entscheiden mit einem kleineren Flugzeug nach Victoria zu fliegen oder jedoch die günstigere Fähre zu benutzen. Die Fähre dauert jedoch wesentlich länger, da man erstmals eine Stunde bis zum Fährenterminal mit dem Bus unterwegs ist, bevor man nach 90 Minuten Fährenfahrt auf der Insel ankommt. Von dort bis nach Victoria dauert es nochmals eine gute Stunde mit dem Bus bis man an der UVic angekommen ist. Die Entfernung vom Flughafen zur UVic ist ca. gleich lang. Meine Anreise von Haustüre zu Haustüre hat insgesamt mehr als 20 Stunden gedauert.

Allgemeines
Kanada
Ich spare mir jetzt viel über das Land an sich zu schreiben. Ich möchte lediglich auf ein paar wichtige Punkte eingehen. Als Europäer ist man das metrische System, Kilogramm, die Celsius -Skala und für Flüssigkeiten die Einheit Liter gewohnt. Glücklicherweise benutzt man in Kanada auch all diese Einheiten. Zumindest meistens. Wenn die Kanadier über Körpergrößen sprechen wird auf einmal von Fuß gesprochen. Das Gewicht wird dann auf einmal in Pfund angegeben. Einkaufen in Kanada ist ebenfalls etwas ungewohnt, da in den Läden sämtliche Preise nur auf den Nettopreis beziehen. Wenn man also an der Kasse ist wird nochmals je nach Provinz (in BC 12%) aufgeschlagen.

Die Preise für Lebensmittel sind allgemein höher als in Deutschland. Alkoholische Getränke, die übrigens nur in zertifizierten Liquor- Stores verkauft werden, und Süßigkeiten sind dabei besonders teuer im Vergleich zu Deutschland. Restaurants sind auch vergleichsweise etwas teurer als in Deutschland, wenn man zum Beispiel Fish&Chips in einem Pub isst, muss man ohne Getränk mit etwas Trinkgeld mit ca. 15$ rechnen.

Victoria
… ist mit 344k Einwohnern die Hauptstadt von der Provinz British Columbia und liegt wie zuvor geschrieben auf einer Insel vor der Weltmetropole Vancouver im Westen von Kanada. Die Zeitverschiebung beträgt 9 Stunden zu Deutschland, darum hat man zu Beginn erst mal mit dem Jetlag zu kämpfen. Auch Telefonate werden dadurch natürlich etwas erschwert. Victoria selbst ist eine Hafenstadt im Südwesten der Insel. Das Klima ist durch den Pazifik recht ausgeglichen, so hat es im Sommer ca. 20° und im Winter ca. 0°C. Es wird also für gewöhnlich selbst im Winter nicht zu kalt. Damit ist Victoria eine der wärmsten Städte Kanadas. Ich war im Herbstsemester (September – Dezember) dort. Zu Beginn hatte es dort immer schönes Wetter. Erst Mitte Oktober regnete es das erste Mal. Dann beginnt nämlich ca. die Regenzeit. Von November bis Januar regnet es auf Vancouver Island sehr viel, also unbedingt bei der Kleidungswahl schon in Deutschland berücksichtigen. Die Stadt hat ein paar markante Gebäude wie das Fairmont Empress Hotel am Hafen sowie das Parlamentsgebäude. Für den Nahverkehr gibt es lediglich Busse. Die Stadt ist insgesamt recht weitflächig. Von der UVic nach Downtown benötigt man mit dem Bus ca. 30 Minuten. Von der UVic zu Walmart benötigt man ca. 25 Minuten.

Campus
Die UVic besitzt einen großen Campus, dort ist dann alles untergebracht. Von den Vorlesungsgebäuden über die Universitätsverwaltung als auch die Sportanlagen. Fast alles was man benötigt liegt auf dem Campus. Selbst eine Apotheke, ein Kino und einen Friseur gibt es. Der nächste Strand ist ca. 10 Minuten per Fuß vom Campus erreichbar. Einzig der nächste Supermarkt könnte etwas näher sein, dieser ist mit dem Bus aber in weniger als 10 Minuten erreichbar.

Wohnen
Ich habe mich für ein Wohnheim auf dem Campus entschieden, da ich am 2. September angekommen bin und am 5. September bereits die Vorlesungen begannen. Dann wäre mir nur sehr wenig Zeit für die Wohnungssuche geblieben. Auf dem Campus muss man sich zwischen verschiedenen Wohnarten entscheiden. „Residence“ (Single- oder Double) entspricht dabei einem Wohnheim ohne Kochmöglichkeiten, darum ist ein Essensplan im Preis inbegriffen. Damit kann man dann Frühstücken, Mittagessen sowie Abendessen, auch am Wochenende und an Feiertagen. Die andere Möglichkeit ist es in einem Cluster unter zu kommen. Cluster sind wie kleine

Wohnungen in denen jeweils ca. 4 Personen sich eine Küche und ein Badezimmer teilen. In Residences sind üblicherweise mindestens 90% kanadische Erstsemester. Die älteren Kanadier, welche auf dem Campus wohnen wollen sind eher in Cluster Wohnungen. Da einem ein Platz im Wohnheim nicht garantiert werden kann und es immer eine große Nachfrage gibt, sollte man sich so früh wie möglich bewerben. Natürlich gibt es auch noch die Möglichkeit in einer Wohnung außerhalb des Campus unter zu kommen. Hierfür sollte man am besten vor Ort sein, da sich die Wohnungssuche von Deutschland aus schwierig ist und man natürlich die Wohnung im besser besichtigen sollte. Die Miete für ein Zimmer in einem Haus würde ich auf durchschnittlich 500$ oder etwas mehr einschätzen. Die Clusterwohnungen kosten für die 4 Monate ca. 2300$, die Residence 3300$ (double) bzw. 3800$ (single). Eine Empfehlung für eine Wohnungsart möchte ich nicht abgeben, da es sehr auf die Persönliche Vorliebe ankommt.

Freizeit
Freizeitkurse werden sehr viele direkt an der UVic angeboten. Ich war für mein Wohnheim sowie für ein „Intermurals“- Fußballteam für das Semester eingeschrieben. Es gibt jedoch auch eine große Vielfalt an Kursen, die man wählen kann, somit könnte man sogar im Herbstsemester Segeln oder Kajakfahren belegen. Es werden auch viele weitere Freizeitclubs und Diskussionsrunden angeboten, an denen man sich nach Interesse beteiligen kann. Auch der Outdoors Club sollte hier noch erwähnt werden. Dieser Organisiert während dem Semester immer wieder Wander- und Fahrradtouren.

Nachtleben
Das Nachtleben in Kanada findet insgesamt etwas früher als in Deutschland statt, da Pubs und Discos um 2 Uhr schließen. Auf dem Campus der UVic gibt es ein Pub in dem immer wieder Livebands und Karaoke Abende anstehen. Alkohol darf dort ebenfalls ausgeschenkt werden, darum ist der Zutritt nur für Studenten über 19 Jahren möglich. Ansonsten gibt es außer Wohnheims- und Clusterpartys in der Nähe des Campus nichts Interessantes in diese Richtung. Diese Partys gehen meist auch nicht allzu lange, da damit oft lärm verbunden ist und somit die Campus Security oder die Polizei das ganze frühzeitig beendet. Die interessanten Pubs und Discos befinden sich alle in Downtown Victoria. Was in 30 Minuten mit dem Bus zu erreichen ist. Der letzte Bus fährt an Wochenenden gegen 1:45 zurück zur UVic.

Reisen
Da es in Kanada sehr schöne Natur und Nationalparks zu sehen gibt, sollte man natürlich auch versuchen etwas von der Insel und der Umgebung zu erkunden. Die nächstgelegenen Großstädte sind Vancouver und Seattle, die beide per Fähre zu erreichen sind. Auch andere Inseln wie z.B. Saltspring Island laden zu Wandertouren ein. Neben dem weltbekannten Skigebiet „Whistler“ im nördlich von Vancouver gibt es auch auf der Insel ein Skigebiet. Ich selbst nutzte die Vorlesungsfreie Woche („Reading Break“) für einen Trip nach Hawaii. Dies ist zwar nochmal 6 Flugstunden von Vancouver entfernt, aber immer noch im Vergleich zu Deutschland recht nah. Meine letzte Empfehlung was das Reisen angeht ist, dass man sich vor oder nach dem Auslandssemester noch etwas Zeit nimmt um in Kanada oder den USA noch etwas Reist und besichtigt.

Soziale Integration
Da ich in einer Residence wohnte, konnte ich auch Kontakt zu einigen Kanadiern aufbauen, was als „exchange student“ nicht so selbstverständlich ist wie man annehmen könnte. Viele Aktivitäten werden vom International Office organisiert oder über eine Facebookgruppe von Internationalen und Exchange Studenten organisiert. Dadurch lernt man Menschen aus der ganzen Welt kennen, aber eher weniger einheimische. Da es in den Computer Science Kursen immer wieder Gruppenarbeiten gibt, fällt es dann aber doch recht einfach auch Kontakt zu Kanadiern aufzubauen. Die Leute hier erscheinen mir etwas freundlicher und höflicher als in Deutschland. Beim Aussteigen aus dem Bus zum Beispiel bedankt sich für gewöhnlich jeder einzelne Fahrgast beim Busfahrer.

Das Studium
Kommen wir zum Abschluss noch zum Hauptgrund des Auslandssemesters und damit zum Studium in Kanada. Ich studiere Informatik an der HS Augsburg und bin es daher eigentlich gewohnt unter dem Semester nur in ein paar Fächern „Hausaufgaben“ in Form von Abgaben im Praktikum zu haben. Dafür gibt es am Ende eine große Prüfung, die 100% der Endnote ausmacht. Dies ist ein großer Unterschied zum Studium in Kanada.

Je nach Kurs kann es etwas unterschiedlich sein, für gewöhnlich hat man in den Informatik und Ingenieurskursen unter dem Semester ca. 4 Assignments. Dies sind bewertete Hausaufgaben, welche man lösen und anschließend abgeben muss. In vielen Kursen gibt es dabei größeres Abschlussprojekt, in dem man je nach Vorliebe ein bestimmtes Themengebiet des Kurses vertiefen kann. Die Assignments sind meist recht Arbeitsintensiv und haben teilweise in manchen Kursen wenig mit dem Stoff aus den Vorlesungen gemeinsam. Man ist muss sich also darauf einstellen, vieles selbst zu lernen. Unter dem Semester gibt es in den meisten Kursen auch Zwischenprüfungen, sogenannte „Midterm exams“. Durch die ganzen Prüfungsleistungen welche man unter dem Semester erbringt, verliert das „Final exam“ an Bedeutung, da es Teilweise nur noch 20% der Note ausmacht.

Die reine Vorlesungszeit ist mit 3 Monaten kürzer als in Deutschland. Von der fachlichen tiefe und dem Niveau wurde ich insgesamt nicht enttäuscht. Je nach Kurs kann sich das natürlich unterscheiden. Ich belegte lediglich zwei Kurse, da ich nebenher noch meine Bachelorarbeit schreiben musste. Ein Kurs mit 1,5 Units entspricht normalerweise 6 ECTS- Punkten. Mehr als 4 Kurse kann ich aber auf keinen Fall empfehlen, da man die Zeit und vor allem die Wochenenden lieber auch etwas zum Entspannen und für andere Aktivitäten nutzen sollte. Bei der Kurswahl kann man anhand der ersten Zahl sehen, für welches Jahr die Kurse vorgesehen sind. Ich war zunächst für ein 400er und für den 200er Kurs eingeschrieben. Die 400er Kurse sind jedoch eher für Leute interessant, die selbst etwas Forschen wollen. Der Arbeitsaufwand kam mir gewaltig vor und ich war neben zwei anderen Bachelor- Studenten in einem Kurs mit sonst nur PhD und Master Studenten.

Darum habe ich mich dazu entschlossen den Kurs zu wechseln und stattdessen den 100er Kurs zu belegen, da ich sonst bereits alle anderen Kurse an der HSA schon abgelegt hatte. Doch selbst im 100er Kurs konnte ich einiges lernen und er ist mit dem Wahlpflichtfach „Games Development“ von Philip McClenaghan an der HSA vergleichbar. Zuletzt ist noch zu sagen, dass es in vielen Kursen wohl eine Pflichtlektüre gibt, die man sich beschaffen muss. Bei meinen Kursen war das zwar nicht der Fall, aber ich habe gehört, dass die Bücher teilweise 100 CAD kosten. Das sollte man ebenfalls vorher schon in seinem Budget einplanen.

CSC167: Game strategy, interaction and design
In diesem Kurs ging es wie der Name bereits ankündigt um Spieleentwicklung. Die Vorlesung selbst bietet teilweise ganz gute Ansätze und beleuchtet die Spieleentwicklung teilweise von einem Winkel, über den man sich zuvor noch keine Gedanken gemacht hat. Es gab 4 Assignments. In jeweils zwei davon musste in einer Gruppe ein „Game Design Document“ für ein Spiel erstellt werden, was anschließend im nächsten Assignment umzusetzen war. Da ich zuvor noch nie mit Flash Programmiert habe konnte ich in diesem Kurs einiges neues lernen. Dazu gehört zum Beispiel auch die Einbindung von verschiedenen Animationen in das Spiel. Die Zusammenarbeit mit den Graphikern und Sound- Leuten aus der Gruppe musste ebenso koordiniert werden um am Ende alle selbst gesetzten Vorgaben umsetzen zu können.

CSC205: 2D- Computer Graphics and Image processing
Hier ging es um 2D Computergrafiken und Bildverarbeitung sowie Manipulation. Behandelt wurden verschiedene Algorithmen um z.B. Linien mit Antialiasing, Kreise und andere Figuren zu Zeichnen. Weiter ging es mit Histogrammen, was man daran ablesen kann und wie man sie manipulieren kann. Der nächste große Teil waren Bildfilter zum Schärfen und Weichzeichnen. Mathematisch wurden immer wieder komplexe Verfahren vorgestellt und selbst die Fourier- Transformation spielte in so mancher Vorlesung eine Rolle. Die Assignments für diesen Kurs mussten komplett in C++ mit OpenGL und Qt implementiert werden. In den Assignments wurden die Themen aus den Vorlesungen (Paint- Programm Implementierung, Histogramme und Filter) behandelt. Dies halt sehr gut dabei den Stoff bis in die tiefe verstehen zu können. Zum Ende des Semesters musste noch ein Abschlussprojekt erstellt werden, welches man sich nach Vorliebe selbst auswählen konnte.