Erfahrungsbericht: Saskia Pfaff

„Die Menschen auf Hawaii sind beispiellos unvoreingenommen, freundlich, entspannt und hilfsbereit. Es wird einem stets mit einem ehrlichen Lächeln begegnet.“

Mein Auslandssemester auf Hawaii

Vorbereitung
Ich liebe es zu Reisen! Ob Australien, Südafrika, USA oder sämtlichen Staaten von Europa – ich bin immerzu damit beschäftigt, mich über andere Länder zu informieren oder meine nächste Reise zu planen. Auch ein Auslandssemester stand auf meiner „To-Do-Liste“. Ich scheiterte bei jeder Planung nur immer wieder daran, ein solches Semester finanzieren zu können. Bis ich auf die Seite von IEC online (International Education Center) gestoßen bin. IEC hat ihren Sitz in Berlin und dient als Informations- und Bewerbungszentrum für das Auslandsstudium, berät zu Studienprogrammen, Universitäten, Stipendien und über Förderungsmöglichkeiten. Online kann man seinen Studienschwerpunkt eingeben, woraufhin automatisch gefiltert wird, welche der Universitäten in Frage kommen. Da ich sehr spät dran war, konnte ich nur noch zwischen folgenden Optionen wählen: Connecticut, Arizona und Hawai´i. Arizona, Connecticut? Nein! Wenn schon, denn schon! Wenn ich schon so viel Geld investiere, dann doch wenigstens für einen schönen Platz auf der Welt. IEC hat mir eine genaue Auflistung aller Bewerbungsunterlagen zukommen lassen und meine vollständige Studienbewerbung an die Hawai´i Pacific University in Honolulu weitergeleitet. Man findet online viele solcher Anbieter, IEC finanziert sich jedoch aus den Provisionen der ausländischen Unis und ist somit für uns Studenten kostenlos. 6 Wochen später bekam ich meine Zusage. Jetzt musste alle sehr schnell gehen, denn es blieben mir nur noch 6 Wochen bis ich auf Hawaii sein musste. Visum beantragen, Flüge buchen, Unterkunft für die erste Zeit organisieren, Kurse wählen, Absprachen mit der Hochschule Fresenius, Auslands-BAföG beantragen, die restliche Finanzierung klären, die Klausuren standen auch noch aus und meinem Chef musste ich die Botschaft auch noch schonend beibringen. Die To-Do-Liste nahm kein Ende und das Chaos begann.

Visum
Ein Visum kann man nämlich nur beantragen, wenn man das sogenannte „I-20-Formular“ der ausländischen Universität postalisch zugestellt bekommen hat. Auf diesem Formular steht die Personalnummer, mit der ich in den Staaten als Student registriert bin. Erst wenn man diese Nummer bei der Online-Bewerbung des amerikanischen Konsulates eintragen kann, bekommt man die Möglichkeit einen Termin zu bekommen. Die Wartezeit für einen solchen Termin war in Frankfurt zu dieser Zeit mindestens 7-10 Werktage. Meine Zusage konnte ich online schon einsehen, allerdings war das Formular in hawaiianischer Gemütlichkeit unterwegs nach Deutschland, wodurch die Zeit immer knapper wurde. Anrufe und E-Mails nutzen bei der „Hang-Loose“-Mentalität der Hawaiianer auch nichts. Es hieß sinngemäß: „Das wird schon passen.“ Gut, dass vor Ort Anja Frommelt tätig ist, die sich um die Europäer kümmert. 4 Wochen vor Abflug kam dann endlich das Formular und ich konnte den Termin beim Konsulat machen. Die empfohlene Antragszeit beläuft sich auf 6 Wochen, naja 3 mussten diesmal dann wohl reichen. Beim Konsulat angekommen wurde man schlimmer durchsucht als am Flughafen. Verboten war im Prinzip alles, außer den Unterlagen selbst. Man nahm mit etwa 200 anderen Leuten (größtenteils Schülern und Studenten) in einer riesigen Wartehalle platz und wartete bis seine Nummer erschien. Am 1. Fenster wurde lediglich geprüft, ob alle Unterlagen vollständig waren. Nach einer weiteren Wartezeit wurde man an ein 2. Fenster gerufen und befragt. Ich hatte den Eindruck als wäre es sehr typabhängig, wie intensiv die Befragung verlief. Manche standen gute 20 Minuten am Fenster, andere nur 2-3 Minuten. Ich schien wohl eher harmlos zu wirken. Die nette Dame sagte: „So erst mal auf Deutsch. Sie wollen nach Hawaii studieren ...  als ob!“ und belachte sich. „Was für Fächer?“ Ich antwortete: „Marketing“. Daraufhin sagte Sie: „Gut, jetzt auf Englisch. Was studieren Sie in Deutschland und wo?“ Somit antwortete ich auf Englisch. „Na wunderbar, Frau Pfaff. Jetzt nochmal auf Deutsch. Haben Sie vor, zurückzukommen nach Deutschland?“ Ich antwortete: „Ja natürlich, im Sommer nächsten Jahres schreibe ich meinen Bachelor.“ Daraufhin lächelte sie und beglückwünschte mich zu meiner Eintrittskarte ins Paradies. Nach gut 2 Stunden hatte ich also auch das geschafft. 7 Tage vor Abflug, und somit gerade noch pünktlich, lag das Visum im Briefkasten.

BAföG
Das BAföG-Amt stellte ebenfalls eine größere Herausforderung dar, da der empfohlene Beantragungszeitraum bei 6 Monaten liegt. Dank einer sehr freundlichen Sachbearbeiterin und ihrer Vorgesetzten konnte aber auch hier alles „just in time“ geregelt werden und ich bekam pünktlich zum 01.10. Geld überwiesen. Viele Studenten denken, dass sie sowieso keine Chance auf BAföG haben. Das stimmt vielleicht beim Inlands-BAföG, die Richtlinien für Auslands-BAföG sind jedoch beträchtlich geringer. Die Eltern dürfen zum Beispiel mehr verdienen. Fast alle Deutschen, die ich auf Hawaii getroffen habe, bekamen BAföG. Der Rest hatte es erst gar nicht beantragt. Die Förderung beläuft sich auf 4.600 € Studiengebühren, 1.000 € Flugpauschale, die Auslandskrankenversicherung sowie den Grundbedarf + USA-Zuschuss. Somit belief sich mein Pauschalbetrag, den ich monatlich bekam (abgesehen von den Studiengebühren, die separat überwiesen werden) auf knappe 1.000 €. Da sich die Studiengebühren der Hawaii Pacific University bei dem im August äußerst schlechten Kurs auf etwa 7.200 € beliefen, konnte ich mit BAföG wenigsten diese Abdecken, Bücher, Buspass und sonstige Ausgaben (wie z.B. die Gebühr zum Wechseln eines Kurses), die in der Uni noch anfielen, begleichen. Eins ist sicher, in den USA wird den Studenten NICHTS geschenkt und die knapp 8.000 € vom Deutschen Staat waren allein zur Finanzierung der Universität.

Am 18.8.12 ging endlich der Flieger. 21 Stunden Reisezeit, inklusive Zwischenlandung in San Francisco, standen vor mir.  Auf Hawaii angekommen, kam ich für die ersten 2 Wochen im Hostel unter. Genug Zeit, um eine Wohnung zu finden, dachten wir zumindest. Die Wohnungspreise Waikikis sind fern von gut und böse. Für eine Ein-Zimmer-Wohnung musste man im Durchschnitt mit 1.800 Dollar rechnen. Die meisten Studenten teilten sich eine solche. Eine Freundin und ich waren nach 2 Horrorbesichtigungen so geschockt, dass wir uns spontan entschieden in das im Zentrum gelegene Studentenhaus zu ziehen. Wir teilten uns ein Apartment mit Küchenzeile und Badezimmer für ebenfalls 900 Dollar p.P. Natürlich völlig überteuert, allerdings hatten wir dort ein schönes Zimmer, mussten keine Nebenkosten zahlen, Internet war inklusive, die Rezeption war 24h lang besetzt, das Haus hatte einen Pool, man hat ständig neue Leute kennengelernt (600 Studenten) und zum Strand waren es gerade einmal 5 Minuten zu Fuß. Alles in allem eine gute Entscheidung!

Studieren an der Hawai´i Pacific University
Nachdem wir in den ersten 2 Wochen auf Hawaii schon viel Zeit hatten, um die wunderschöne Insel Oahu zu erkunden und viele andere Studenten im Hostel kennenlernen dürften, begann auch endlich die Uni.
Mit knapp 8.100 Studenten aus insgesamt 100 anderen Ländern konnte das Abenteuer Hawai‘i Pacific University losgehen. Nach einer kleinen Einführungswoche, die nicht wie üblich mit dämlichen Kennenlernspielchen begann, sondern durchzogen war mit Angeboten, wie Katamaran fahren, Schnorcheln & Tauchen, Surfen oder Trips zu Spots auf Oahu, fanden wir uns in der kommenden Woche in unseren Kursen zusammen. Die meisten Internationals auf Hawaii haben Wirtschaftskurse belegt, da sie in Deutschland BWL, VWL o. ä. studieren. Aus diesem Grunde bestanden diese auch zu 80 % aus internationalen Studenten, wovon fast alle Deutsche oder Skandinavier waren. Anfangs hat mich das sehr gestört! Da fliege ich ans andere Ende der Welt, um mein Englisch zu verbessern und sitze mit lauter Deutschen in einem Kurs. Als es dann aber später um effektives Arbeiten ging, war man sehr froh darüber, mit Europäern zusammenzuarbeiten. Effizientes Arbeiten ist bei Amerikanern auf einem anderen Level, als bei uns.  Der Großteil meiner Dozenten und auch der meiner Freunde begrüßten uns mit der Aussage:“ Alles was wir hier tun werden, kennen die Deutschen sowieso schon und wenn nicht, ist es für sie kein Problem. Auch die Skandinavier sind ein anderes Niveau gewohnt.“ Da ich meinen Schwerpunkt Marketing größtmöglich abdecken wollte, habe ich ausschließlich Marketingkurse besucht. Principles of Marketing, Marketing Management, International Marketing und Market Research, welches ich zwar im 3. Semester schon belegt habe, auf Wunsch von Herrn Menges aber ein 2. Mal besucht habe.
Das Niveau der normalen amerikanischen Universitäten (ist es nicht gerade Harvard oder Stanford) ist im Vergleich zu unseren deutschen sehr niedrig. Dort wird viel Wert auf Quantität gelegt, die Qualität und der Anspruch bleiben jedoch häufig auf der Strecke. Ich hatte in allen Fächern viel zu tun mit Hausaufgaben, Assignments, häufigen Tests und einigen Präsentationen. Die Klausuren werden nicht zum Ende des Semesters geschrieben, sondern auch schon zwischendrin. Das alles ist aber nicht besonders anspruchsvoll, es nimmt einfach nur viel Zeit in Anspruch. Der Großteil der internationalen Studenten wird das ganze bestätigen. Viele haben ein Zeugnis voller A (1,0) mit nach Hause genommen, ohne auch nur einmal richtig etwas getan zu haben. Trotzdem darf man das Ganze nicht pauschalisieren. Ich hatte auch Freunde, die 4 Monate durchgehend hart gearbeitet und gelernt haben. Das hing ganz von Department und den dazugehörigen Dozenten ab. Persönlich hatte ich eine gute Mischung aus sehr einfach, mittelmäßig, bis hin zu äußerst anspruchsvoll. In Principles of Marketing und Marketing hatte ich den gleichen Dozenten. Ein ziemlich genialer Typ: Er war früher Profisurfer, hat schon ganz früh im Marketing von Quicksilver mitgearbeitet (hat die Marke mit groß gemacht), ist heute im Marketing & Vertrieb von dem deutschen Unternehmen Bayer und ist alleine Chef Trainer für alle Krankenhäuser und medizinischen Einrichtungen auf ganz Hawaii & Kalifornien, um dem Führungskräften BWL näher zu bringen. Zusätzlich doziert er an der HPU, hat seine eigene Surfschule und ist Stuntman für Hawaii 5-0 für die ganzen Wasseraktionen. Er hatte zwar nicht so viel Interesse an Frontalunterricht und hat uns eher arbeiten lassen, wenn man ihn allerdings mal was Fachliches gefragt hat, wusste er einfach alles. Wir mussten viel arbeiten und haben bei ihm sehr viel für die Zukunft mitgenommen. Vor allem erfolgreich sein und trotzdem das Leben in vollen Zügen genießen können. Denn wenn wir mal eine Frage hatten, konnte man ihn mit Sicherheit beim Surfen am Waikiki Beach antreffen. Von der Dame, die uns in International Marketing unterrichtet hat, konnte ich sehr viel mitnehmen. Sie hat sehr gute Vorlesungen gemacht, der Anspruch und die Qualität waren da und sie hat sehr viel von uns erwartet (vielleicht lag es auch daran, dass die gute Frau selbst 4 Jahre in Deutschland gelebt hatte ;)). Sie wäre die einzige Dozentin, die ich auf eine deutsche Uni loslassen würde.Der letzte und zugleich schlimmste Dozent hat Market Research unterrichtet. Schlechte Vorlesung, kein Interesse an seinen Studenten und man konnte als „International“ sowieso nichts richtig machen. Bei seinen Tests musste er alleNoten hochsetzen, weil gut die Hälfte durchgefallen war. Da der Schnitt am Ende insgesamt ziemlich miserabel war, hat er uns allen kurzerhand 10 Punkte geschenkt, wodurch sich fast alle Noten um eins verbessert haben. Ich war nur froh, dass ich das Fach an der Fresenius bereits bestanden hatte. Es herrschte Anwesenheitspflicht, was bei den meisten Dozenten auch ziemlich genau genommen wurde. Anwesenheitskontrollen zu Beginn der Stunde, sowie Unterschriften waren Standard. Da wir als internationale Studenten allerdings nicht unbedingt zum Arzt gehen wollten bzw. konnten, reichte auch eine E-Mail oder ein Anruf zur Abmeldung. Die Uni bot außerdem viele Veranstaltungen an, wie Filmabende im Freien, Ausflüge an verschiedene Spots oder Vorträge zu vielen verschiedenen Themen. Es gab natürlich auch die Möglichkeit in einer der Sportteams tätig zu werden, allerdings ist das Niveau dort sehr hoch und Aufnahmetests schon vor Unistart.

Freizeit
Da wir fast alle 1-2 Tage frei hatten, blieb genug Zeit die anderen Inseln zu sehen. Ich besuchte Maui, Kauai und Big Island. Außerdem gab es lustigerweise sehr günstige Angebote nach Las Vegas. (Dadurch wollten die Fluggesellschaften die scharenweisen japanischen Touristen nach Vegas locken. Wir überlegten nicht lange und buchten über das verlängerte Thanksgiving-Wochenende. Ein Trip, der sich definitiv gelohnt hat. Auch Maui, Kauai und Big Island. Inseln, die zu einer Gruppe gehören, jedoch so unterschiedlich sind. Auf Big Island zum Beispiel gibt es einen Berg, der 4.200 HM hoch ist. Im Winter kann man dort sogar Ski oder Snowboard fahren. Außerdem gibt es auf Hawaii noch einen aktiven Vulkan, dessen ins Meer laufende Lava zu beobachten ist. Die eine Seite Big Islands ist wunderschön grün, je näher man Richtung Vulkan kommt, wird es immer lebloser, trotzdem eine tolle Landschaft. Außerdem waren wir am Wochenende des Ironman auf der Insel. Die Stimmung war unbeschreiblich.
Auf Maui war ich mit meinen Eltern. Meine absolute Lieblingsinsel. Auch hier ist die Landschaft so unbeschreiblich schön. Weg vom lauten Tourismus Waikikis, endlich Zeit um ein bisschen Ruhe zu genießen. Das Beeindruckendste auf Maui war für mich die Road to Hana. Die etwa 90 Meilen lange Küstenstraße führte uns an Regenwald, dem Drehort von Jurassicpark, einer sagenhaften Landschaft und kleinen, einfachen Dörfchen vorbei. Eine Tankstelle gab es auf der engen Straße nur auf halben Weg.
Kauai ist ebenfalls eine tolle Insel. Vor allem der Weimea Canyon hat es mir angetan. Die Weite dieser Schlucht ist kaum vorstellbar. Es gibt auch einen wunderschönen Wanderweg an der Napalicoast entlang. Dieser zieht sich über 35 km anstrengenden Küstenpfad entlang und ist eines der Highlight auf Hawaii. Wale konnten wir ebenfalls beobachten. (Ich hatte meine Kamera die ganze Zeit auf Anschlag, aber als dieses gigantische Tier dann tatsächlich aus dem Wasser gesprungen ist, habe ich mich so erschrocken, dass ich nur ein Foto vom Himmel gemacht habe. ;))

Da ich auf Oahu gelebt habe, konnte ich dort natürlich am meisten erkunden. Ob es unsere vielen Wanderungen, die Strandbesuche, die Partys oder auch die Uni waren, die Insel ist ein einziger Traum. Wir haben uns nichts entgehen lassen. Vor allem die nicht so touristische Northshore, an der im Dezember der wichtigste Surfwettkampf der Welt stattfand, die Schildkröten, die man dort antreffen konnte und die ewig langen Strände, an dem man seine Tage ausklingen lassen konnte, hatten es mir angetan. Aber auch der Osten, wo der schönste Strand (Lanikai) war, den ich jemals gesehen habe. Der Westen, wo sich einfach gar keine Touristen tummeln und das Wasser so wunderschön klar ist. Auch im sehr touristischen Süden der Insel gab es so viel Wunderschönes zu entdecken.  Zwei meiner Höhepunkte auf dieser Insel waren einmal der Marathon, für den ich mich am Freitag Mittag spontan anmeldete und der am Sonntag Morgen um 5 Uhr startete. Ziemlich untrainiert, aber mit einem riesen Ehrgeiz, den Lauf durchzustehen, lief ich durchs Ziel. Die 32.000 anderen Läufer, die tolle Landschaft und meine Freunde am Rand der Strecke ließen die 42,198 km ein wenig leichter erscheinen. Dann gab es noch unser nächtliches Vorhaben, die „Stairways to Heaven“ hochzusteigen. Hier bei handelt es sich um einen alten Treppenaufstieg zu einem Funkturm der Navy. Um auf den Gipfel zu gelangen, mussten wir 2.120 Stufen und über 800 HM zurücklegen. Außerdem ist das Ganze nicht erlaubt. Da aber von 0.00 Uhr bis 3.00 Uhr kein Wächter da ist, muss man das Ganze in einer Nacht- und Nebelaktion machen. Der Sonnenaufgang dort oben ist traumhaft. Der Abstieg zwar eine Qual, gelohnt hat es sich dennoch. Das Einzige, was der Wächter fragt, wenn man gegen 8.00 Uhr wieder unten ist: „Na, wie war‘s? Habt ihr Spaß gehabt?“

5 Monate auf Hawaii verändern. Man trifft tolle Menschen, mit denen man tagtäglich zusammen ist und mit denen man auch nach diesem Auslandssemester immer noch einmalige Erinnerungen teilt, diese Freunde stellen den Familienersatz dar. Das hawaiianische Wort „Ohana“, was Familie bedeutet, ist in diesem Zusammenhang nicht gerade selten gefallen. Die Menschen auf Hawaii sind beispiellos unvoreingenommen, freundlich, entspannt und hilfsbereit. Es wird einem stets mit einem ehrlichen Lächeln begegnet.

Trotz diesem unvergesslichen halben Jahr auf Hawaii, bin ich froh wieder hier in Deutschland zu sein. Diese Reise war einmalig und wenn ich jetzt nach Hawaii zurückkehren würde, könnte ich diese unvergessliche Zeit trotzdem nicht zurückholen – ich wäre im schlimmsten Fall sogar noch enttäuscht. Es war einfach perfekt! Genau so, wie es war. Irgendwann noch einmal einen Urlaub auf Hawaii, würde ich mir natürlich trotzdem nicht entgehen lassen. Herr Türck bat mich einen 2 – 3 Seiten Bericht über meine Zeit auf Hawaii zu schreiben, der sich aber hauptsächlich um die Uni drehen sollte. Ich habe es versucht, bin allerdings zu dem Entschluss gekommen, dass man Uni und Leben auf Hawaii unmöglich trennen kann, denn die Erfahrungen mit den Menschen und der traumhaften Umgebung haben es zu dem gemacht war es war: Das schönste Auslandssemester, was man sich jemals hätte wünschen können!