Erfahrungsbericht: Nicole Dobrowolski

„Es hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich damals sogar meinen Flug umgebucht habe, um etwas länger zu bleiben und selbst jetzt noch zieht es mich wieder zu der Sonne nach Kalifornien.“

1. Entscheidung für ein Auslandssemester mit IEC
Da es schon immer ein großer Wunsch von mir war nach Amerika zu reisen, habe ich mich dafür entschieden, statt einer kurzen Reise einen längeren Aufenthalt mit dem Studium zu kombinieren. Meine Universität hatte nicht viele freie Plätze für ein Auslandssemester in den USA zur Verfügung. Nach kurzer Internetrecherche bin ich auf IEC gestoßen. Mit IEC ins Ausland zu gehen, war eine super Entscheidung. Mein persönlicher Studienberater (DANKE David Nitschke) hat mir immer sehr schnell auf Fragen geantwortet und mir die notwendigen Informationen und Links zukommen lassen. Somit war ich gut für mein Auslandssemester vorbereitet.


2. Vorbereitung

Auslands-BAföG habe ich ca. ein halbes Jahr vor Beginn des Auslandssemesters beantragt. Für mich war es eine große Hilfe, dass die Studiengebühren komplett übernommen werden, auch wenn man das Geld erst einmal vorstrecken muss. Um den Betrag für den Flug nicht vorstrecken zu müssen, kann man einen Brief an das BAföG-Amt schicken und eine einmalige Zahlung statt einer monatlichen Aufteilung anfragen. Für mich wäre ein Auslandssemester ohne BAföG nicht möglich gewesen, deswegen habe ich versucht die Kosten gering zu halten. Dies war auch der Grund, weshalb ich mich gegen ein Studentenwohnheim entschieden habe und mich stattdessen auf Wohnungssuche machte. Über die Gruppe in Facebook „CSUF Roommate Needed Database“ habe ich ein Zimmer in einer WG gefunden. Mit drei weiteren Mädchen habe ich in einem kleinen Haus gewohnt und hatte dort mein eigenes Zimmer und ein kleines eigenes Bad. Dafür habe ich ca. die Hälfte an Mietkosten im Vergleich zu einem Studentenwohnheim gespart und konnte mehr für Ausflüge ausgeben. Allen, die auch vorhaben, privat ein Zimmer zu suchen, empfehle ich, sich genau über die Wohnung zu erkundigen, Bilder anzufragen und sich mit den WG-Mitbewohnern vorher schon mal über Skype zu unterhalten. In meinem Fall hat das super geklappt. Ein weiterer Vorteil war, dass meine drei Mitbewohner alle Amerikanerinnen waren und ich so viel Neues der amerikanischen Lebensweise kennenlernen konnte.



3. Während des Auslandssemesters
Mitte August bin ich in Fullerton angekommen und hatte ein paar Tage Zeit mich am Campus und in der Gegend umzuschauen, bevor der Orientation Day angefangen hat. Am Orientation Day lernt man viele andere internationale Studenten kennen und macht eine Campus Tour. Davon war ich wirklich begeistert. Besonders die Sportausstattung war super. Von Gym, Tennis bis Pool gibt es einfach alles.
Während der ersten Woche habe ich meine Kurszuteilung bekommen. Von meiner Wishlist wurde ich meinen ersten drei Favoriten zugeteilt, den vierten Kurs musste ich „crashen“, d.h. ich musste unterschiedliche Kurse, für die ich Learning Agreements hatte, besuchen und mit den Professoren reden, ob sie noch einen freien Platz haben, so dass ich teilnehmen kann. Dafür hat man die ersten zwei Wochen Zeit. Daher ist es von Vorteil, wenn man sich bereits an der Heimatuniversität viele Learning Agreements besorgt, so dass man später nicht einen Kurs besucht, den man womöglich nicht angerechnet bekommt.
Die vier Kurse, die ich besucht habe, waren an drei Tagen der Woche verteilt. In meiner Freizeit versuchte ich, so viel wie möglich zu reisen und mir viele unterschiedliche Städte und Strände anzuschauen. Fullerton selbst ist relativ klein. Supermärkte, Restaurants und kleine Geschäfte sind vom Campus aus zu Fuß zu erreichen. Los Angeles kann man mit der Metro in ca. 30 Min. erreichen. Es ist auch möglich mit den Bussen zu fahren, wobei es viel zeitaufwendiger ist und ein Auto von Vorteil ist. Während der Thanksgiving Break bin ich nach Hawaii geflogen und kann es absolut empfehlen. Es war wirklich wie ein Paradies. Wer das vorhat, sollte sich jedoch frühzeitig über die Flug- und Hotelpreise erkundigen.


4. Fazit

Mittlerweile habe ich mit meinem Master angefangen und mich bereits wieder über IEC für ein weiteres Auslandssemester in Kalifornien beworben. Es war eine unglaublich tolle Erfahrung, die jeder während des Studiums machen sollte. Die Planung und Organisation im Vorfeld lohnt sich auf jeden Fall. IEC hilft einem bei allen Fragen, so dass man sich nicht davor scheuen muss, sich an sie zu wenden. Durch die gute Vorbereitung wird einem auch ein bisschen die Angst genommen, da man durch die vielen Informationen weiß, was auf Einen zu kommt. Das Auslandssemester hat mir viel bei meinem weiteren Studium geholfen, da ich für meine Bachelorarbeit alle Texte auf Englisch lesen musste und jetzt im Master komplette Kurse auf Englisch besucht habe. Nicht nur für das Studium, sondern für die Persönlichkeit war es wichtig. Man lernt viele unterschiedliche Menschen unterschiedlicher Kulturen kennen, wird offener und lernt verschiedene Sichtweisen zu akzeptieren. Außerdem gewinnt man langfristig neue Freunde. Es hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich damals sogar meinen Flug umgebucht habe, um etwas länger zu bleiben und selbst jetzt noch zieht es mich wieder zu der Sonne nach Kalifornien.

 

Ausflug nach Hawaii
Ausflug nach Hawaii