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Erfahrungsbericht: Maximilian Milkowski

„Ich wollte in erster Linie an einer guten Uni in einem kulturfremden Umfeld studieren. Warum also nicht in China? Das Land hat riesiges Potenzial, nicht nur wirtschaftlich!“

Erfahrungsbericht zum Auslandssemester an der Fudan Universität in Shanghai

Liebe Chinainteressenten,

wenn man an China denkt, denkt man an Reis, Fahrräder und eine große Mauer.

Ich bin Student der BWL, komme aus Berlin und habe mich entschieden mein Sommersemester 2013 an der Fudan University zu studieren. Grundsätzlich war das eine Bauchentscheidung. Ich wollte in erster Linie an einer guten Uni in einem kulturfremden Umfeld studieren. Warum also nicht in China? Das Land hat riesiges Potenzial nicht nur wirtschaftlich!

SPRACHE
Grundsätzlich sprechen Chinesen wenig oder gar kein Englisch. Davor braucht ihr aber keine Angst haben, denn durch hilfreiche Apps oder Zeichensprache werdet Ihr euch in der ersten Woche super verständigen können. Ich habe vorher bei youtube einen „Sprachkurs“ von etwa 15h absolviert. Dieser hat mir in den ersten Wochen wirklich geholfen. Der Fudan Sprachkurs ist auch super. Die Gruppe besteht aus max. 8-12 Studenten aus Europa und den USA. Außerdem wird in dem Studentenwohnheim Tohee zusätzlich Chinesisch zu extrem guten Konditionen angeboten. Ich selbst habe etwa 4h Einzelunterricht zusätzlich zu den 6 Wochenstunden Chinesisch von der Fudan gebucht. Nach dem Auslandsaufenthalt bin ich auf HSK II Niveau, was in etwa einen Wortschatz von 300 Vokabeln entspricht.

UNI
Die Uni ist fußläufig von Tohee entfernt, wer will kann sich ein Fahrrad für 15€ kaufen.
Die Klassen bestehen aus 50% Amerikanern 45% Europäern und 5% Chinesen. Die Professoren haben einen chinesischen Akzent, der jedoch nach den ersten beiden Wochen kein Problem mehr ist. Ich habe insgesamt 5 Kurse absolviert. Darunter Political Economy in China, Marketing Placement in China, Shanghai Studies, Global Sourcing und Supply Chain Management und Doing Business in China. Grundsätzlich ist das akademische Niveau sehr gut machbar. Die Organisation entspricht dem amerikanischen System, das heißt Papers schreiben, (Gruppen)Präsentationen, Examina und viele Readings. Dadurch dass es viel quantitatives Arbeiten ist, ist der Zeitaufwand der gleiche wie in Deutschland, besonders im letzten Monat, wenn alle Papers, Präsentationen und Examina fällig werden. Dadurch, dass man viele Papers und Präsentationen vorbereitet, lernt man extrem viel über China. Man lernt den Politikstil, sowie kulturelle Zusammenhänge kennen und verstehen.

SHANGHAI
Shanghai ist Superlativ. Der Rest, siehe Reiseführer.

UNTERKUNFT
Wenn Ihr euch für die Unterkunft in Tohee entscheidet, dann werdet ihr etwa 20-30min mit dem Taxi brauchen um ins Zentrum (Bund) zu gelangen. Tohee bietet preisgünstiges Wohnen mit 95% der internationalen Studenten. Hier war es super einfach Leute kennen zu lernen. Obwohl der Stadtteil sehr Chinesisch ist, würde ich aufgrund der guten Lage, des Preises und der Kontakte zu anderen Studenten auf jeden Fall Tohee empfehlen. Wenn Ihr das Taxi zu viert teilt sind das knapp 2€ pro Person zur Innenstadt.

ESSEN
Das einheimische Essen um den Campus und Tohee ist auch sehr günstig. (>2€ pro Mahlzeit). Wenn Ihr jedoch internationale Küche bevorzugt, bietet eine Straße ungefähr 8 min zu Fuß von Tohee ausreichend Auswahlmöglichkeiten. Die Preise hierfür sind die gleichen wie in Deutschland.

REISEN
Was wäre ein Auslandssemester ohne Reisen? Ich selbst bin meistens in einer internationalen Gruppe gereist. Zum Beispiel nach Xi’an (Terrakotta Armee), Guilin (Reisterassen und traumhafte Landschaften), Peking (Mauer, usw.) und Nanjing (Massaker Denkmal aus dem zweiten Weltkrieg). In dem Kurs Shanghai Studies habe ich den Frachthafen von Shanghai, ein Buddha Tempel und ein Internat besucht. Von der Uni aus werdet Ihr die Stadt Hangzhou (Großer See und Buddha Tempel) besuchen.