Erfahrungsbericht: Lisa Konietzko

Lisa Konietzko
„Die Kiwis sind ein sehr aufgeschlossenes und nettes Völkchen, die Hilfestellung anscheinend verinnerlicht haben und es ist echt einfach mit ihnen in Kontakt zu kommen.“

Der Abflug nach Neuseeland rückte immer näher und mit zweifelndem Blick auf meine Weltkarte dachte mir nur: „Was habe ich mir da wieder eingebrockt…?“ Ist ja tatsächlich total am anderen Ende der Welt und ziemlich Down Under so gequetscht am Rande meiner Welt(karte).

Aber erst einmal angekommen, fühlte ich mich sehr schnell sehr wohl und bemerkte, dass wohl 6 wundervolle Monate auf mich warten würden. Und siehe da Neuseeland war auf einmal auch in die Mitte der Weltkarte gerückt und ich war mitten drin. Anfängliche Zweifel haben sich während meines Aufenthalts noch diverse Mal in unvergesslich positive Erfahrungen verwandelt.

Universität und Studium

Die Uni bietet mit ihren herzlichen Mitarbeitern jede erdenkliche Hilfe an, weshalb ich mich niemals alleine fühlte oder unbeantwortete Fragen offen blieben. Man hat Zugriff auf ein breites Lehrangebot in allen möglichen Bereichen (z.B. Computerkurse, Präsentationskurse oder Einführungen um die Bibliothek effizient zu nutzen). Auch in den Kursen selbst ging es sehr angenehm und locker zu, obwohl man schon ständig am Arbeiten gehalten wird (aber man gewöhnt sich dran ;-)).

Die Professoren werden mit Vornamen angesprochen und scheinen sich sogar zu freuen, wenn man zu ihnen in die Sprechstunde kommt.

Überhaupt sind die Kiwis ein sehr aufgeschlossenes und nettes Völkchen, die Hilfestellung anscheinend verinnerlicht haben und es ist echt einfach mit ihnen in Kontakt zu kommen. Dennoch haben sie mich gerade zu Anfang ihrem Slang zum Wundern gebracht. Aber spätestens nach dem zweiten sweet as (All right, cool, yeah!) ahnte ich, dass die Herren nicht meinen Allerwertesten bestätigen wollten, sondern eher die allgemeine Situation.

Auckland und Neuseeland

Zum anderen ist da Auckland selbst mit 1,3 Millionen Einwohnern- man muss sich wundern, wo die wohl alle sind! Ich hatte mich auf eine pulsierende Großstadt eingestellt und Angekommen war ich in einer gemütlichen Stadt, mit einigen sehr netten Stadtteilen in denen man gemütlich die Cafes und die easy going Mentalität genießen konnte. Die meisten Menschenmassen fand man immer noch an der Uni, an der alles immer sehr quirlig und aufgrund der Nationalitäten Vielfalt sehr bunt zuging. So bunt ging es auch unter uns internationales zu und ich war überrascht, wie schnell eine so enge Bindung und Freundschaft entstehen kann, die sicherlich auch über die Zeit bestand hat.

Das „richtige“ Neuseeland habe ich aber wohl erst kennen gelernt, nachdem ich die Nord- und Südinsel bereiste habe. Ich hatte mir ja schon gedacht, dass die Natur ganz nett sein würde, aber hier sind meine Erwartungen unermesslich übertroffen worden. Alles war grüner und saftiger, es gab mehr Schafe und Kühe, als ich jemals vorher gesehen hatte, das Meer schien weiter, die Wanderwege abwechslungsreicher und Reisen auf eigene Faust wurde durch sehr gut organisierten Tourismus zum Kinderspiel.