Erfahrungsbericht: Lea Brüderl

Lea Brüderl
„Man wird wirklich sehr herzlich aufgenommen und bekommt jede Unterstützung die man braucht. Freunde zu finden ist deshalb nicht schwer, weil fast alle so herzlich auf einen zukommen.“

Die UIDE hat ein sehr gutes Buddy Programm und eine Art internationalen Club, den CEI. Mein Buddy hat mich beispielsweise direkt vom Flughafen abgeholt und schon in der Woche bevor die Uni losging war ich fast jeden Tag mit den Leuten vom CEI und den ‚intercambios‘ (den internationalen Studenten) unterwegs. Man wird also wirklich sehr herzlich aufgenommen und bekommt jede Unterstützung die man braucht. Freunde zu finden ist deshalb ebenfalls nicht schwer, weil fast alle so herzlich auf einen zukommen. Es wird viel gefeiert, aber auch Wochenendausflüge zum Wandern oder Ähnliches sind nicht selten. Allerdings sind die Ecuadorianer ein bisschen unorganisiert, also wenn man irgendwo unbedingt hinmöchte, schadet es nicht, es einfach selbst zu organisieren. Auch wenn natürlich einige Dinge hier anders laufen sind es keine so drastischen Sachen dass man sich nicht schnell daran gewöhnen würde. Quito ist eben immer noch eine Großstadt, das ist schon was anderes als wenn man hier etwa in einem kleinen Dorf leben würde. Eine der größten Einschränkungen für mich persönlich ist, dass man wenn es dunkel wird nicht mehr allein draußen sein sollte. Zum Glück sind Taxis sehr billig bzw Uber und Cabify sehr verbreitet, sodass man trotzdem abends weg kann, nur eben nicht zu Fuß oder im Bus.

Die Preise im Supermarkt sind zum großen Teil vergleichbar mit denen in Deutschland. Wein ist allerdings teurer, wenn man bei uns als Student für 2€ locker einen Wein findet ist hier der billigste bei 5$. Obst und Gemüse ist dafür billiger, vor allem wenn man es nicht im Supermarkt sondern in einer kleinen Tienda (die gibt’s praktisch überall) kauft. In den Shopping Centern in der Stadt, wie das Quicentro oder El Jardín findet man eigentlich alles was man so braucht, und beim Mercado Artesanal kann man etwas kunstvolleres Zeug kaufen.

Uni ist hier eher wie Schulunterricht. Kleine Klassen, regelmäßig Hausaufgaben und es wird durchaus erwartet, dass man mitarbeitet. Die Professoren an der Uni sind zum größten Teil entspannt, vor allem gegenüber den Austauschstudenten. Das ist einerseits natürlich super, weil man ja seinen Aufenthalt genießen will und sich nicht ausschließlich auf die Uni konzentrieren möchte, aber bezüglich akademischer Weiterbildung gibt es definitiv Universtitäten an denen man etwas mehr lernen würde. Insgesamt ist die Atmosphäre an der Uni schön familiär und es liegt allen viel am Wohlergehen der Studenten.