Erfahrungsbericht: Katrin Schumacher

Katrin Schumacher
„Ich konnte noch so viele Fragen haben, bei IEC wurden sie immer schnell, freundlich und präzise beantwortet. Zudem ist mir unter anderem mit der Übersetzung der Zeugnisse viel Arbeit abgenommen worden. “

Entscheidung und Vorbereitung

 

Als ich früh am Morgen in Melbourne den Flughafen verließ, und zum ersten Mal australischen Boden betrat, konnte ich es zunächst gar nicht realisieren. Endlich habe ich meine Pläne in die Tat umsetzen können, endlich war ich in Down Under angekommen. Und vor allem: endlich waren all die Vorbereitungen abgeschlossen. Doch dank der Hilfe von IEC hatte der Berg an Vorbereitungen schnell ein zu bewältigendes Maß angenommen. Ich konnte noch so viele Fragen haben, bei IEC wurden sie immer schnell, freundlich und präzise beantwortet. Zudem ist mir unter anderem mit der Übersetzung der Zeugnisse viel Arbeit abgenommen worden wodurch meine To-Do-Liste auch immer kürzer wurde.

Der ausschlaggebende Punkt in Australien zu studieren war für mich, mein Englisch noch ein wenig zu verbessern und vor allem dieses Land, seine Leute und deren Mentalität und Lebensweisen kennen und verstehen zu lernen, von dem ich schon so viel gelesen und gehört hatte. Gerade da ich sehr an dem Thema Migration interessiert bin, reizte es mich für eine gewisse Zeit, in diesem Einwandererland zu leben und seine Geschichte und Bewohner kennen zu lernen.

So ein Auslandsaufenthalt ist meiner Meinung nach für Studenten aller Fachrichtungen förderlich, denn es ist interessant zu erfahren, wie Menschen anderer Nationalitäten und Mentalitäten an Aufgaben des jeweiligen Faches herangehen und Probleme lösen.

 

 

Welcome Festival

 

An der La Trobe University fühlte ich mich vom ersten Tag an gut aufgehoben. Alle internationalen Studenten wurden mit einem Welcome Festival begrüßt. Diese erste Woche voller Aktivitäten auf und um den Campus trug wesentlich dazu bei, einige der anderen Studenten kennen zu lernen. Zudem wurde man mit dem gesamten Uni-System, dem Campus und der Stadt vertraut gemacht. Auf dem Tagesprogramm standen dann zum Beispiel Bibliotheks- und Campusführungen, eine Stadtralley und eine Tour durchs wildlife sanctuary sowie Veranstaltungen rund um das Uni- und Campusleben.

 

 

Wohnung

 

Während dieser Zeit habe ich in einem Hostel in der Innenstadt gewohnt und habe die Wohnungssuche dann vor Ort vorgenommen. So musste ich zwar täglich eine lange Pendelei in Kauf nehmen, da der Campus eine knappe Stunde von der Innenstadt entfernt liegt und Hostels in Campusnähe kaum zu finden sind. So allerdings lernt man auch gleich viele Ecken der Stadt kennen. Auf dem Campus findet man viele Wohnungsanzeigen von Studenten, die Mitbewohner/-innen suchen: Einzel- oder Doppelzimmer, möbliert oder unmöbliert, in Uninähe oder etwas näher zur Innenstadt – da ist für jeden Geschmack etwas zu finden. Empfehlenswert ist es, sich so bald wie möglich eine neue SIM-Karte für das Handy zu kaufen, damit man – besonders während der Wohnungssuche - auch zurückgerufen werden kann. Ich bin schon nach wenigen Tagen fündig geworden und in eine WG ganz in der Nähe des Campus gezogen. Das war wohl das Beste, was mir passieren konnte, denn mit meinen Mitbewohnern aus Sri Lanka, Australien, China, Vietnam, Schweden, Italien und Deutschland wurde es nie langweilig.

 

 

Kurswahl und Einschreibung

 

Nachdem ich nun auch den Punkt „Wohnung“ von meiner Liste streichen konnte, hieß es, sich den Stundenplan zusammen zu stellen. Die Vorlesungen finden häufig einmal die Woche statt; die Seminare jedoch werden meistens mehrmals die Woche angeboten, so dass man sich das Seminar wählen kann, welches einem zeitlich am besten passt. Manchmal kann es sein, dass bestimmte units nicht mehr angeboten werden. Dennoch ist die Auswahl an attraktiven Alternativen groß. Eine Woche vor Vorlesungsbeginn fand dann die Einschreibung in alle units statt.

 

 

Studium, Campus und Unialltag

 

Nun war auch das erledigt. Die Angst aber, die Professoren nicht zu verstehen und die Vorlesung mit leerem Papier zu verlassen, war geblieben. Doch spätestens nach der ersten Woche Uni hatten sich die letzen Zweifel gelegt. Vieles versteht man, auch wenn man Englisch noch nicht perfekt spricht. Zudem sind die Professoren das internationale „Publikum“ gewohnt und stehen gerne Rede und Antwort.

In den Seminaren wurden dann sowohl die Aspekte aus den Vorlesungen als auch die zu lesende Lektüre diskutiert. Das schöne an den Seminaren ist, dass sie von der Zahl der Teilnehmer sehr überschaubar sind und man sich dann nicht mehr so sehr wie einer von vielen vorkommt. Ich hatte vielmehr das Gefühl, schnell integriert zu werden.

Besonders was die geisteswissenschaftlichen Fächer betrifft, hält sich die Zahl der Semesterwochenstunden in Grenzen. Doch die Vorbereitung von Seminaren kann besonders bei umfangreicher Lektüre ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Auch Kurzreferate sind Teil der Seminarleistungen, doch überschreiten diese selten mehr als fünf Minuten. Die meiste Zeit war ich vielmehr mit dem Verfassen meiner Essays beschäftigt. Aber sowohl in der Bibliothek beim Recherchieren als auch im ESL-Center (English as a second language) haben kompetente Mitarbeiter der Universität Orientierungshilfen gegeben und zur Verbesserung des eigenen Sprach- und Schreibstils beigetragen.

 

 

Freizeit und die Stadt Melbourne

 

In puncto Freizeit bietet die Uni ein interessantes Sportangebot: Tanzen, Schwimmen, Ballsport, Fitness oder Yoga. Auch hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wer erst einmal „schnuppern“ möchte, kann in einer der ersten Wochen viele Kurse vor Anmeldung kennen lernen. Zudem gibt es viele Clubs an der Uni; auch hier mag der eine oder andere etwas für sich finden.

Unsere Wochenenden und freien Tage haben wir gerne in der Innenstadt verbracht. Es vergeht kaum ein Wochenende, an dem kein Festival stattfindet. Gärten, Märkte, Eureka Tower, St. Kilda Beach, … Melbourne bietet viel. In der Umgebung lohnen sich besonders Ausflüge nach Phillip-Island, an die Great Ocean Road, nach Ballarat und zum Puffing Billy.

Nach dem Semester sollte man noch genügend Zeit einplanen, um die vielen weiteren Sehenswürdigkeiten, National Parks und Städte Australiens kennen zu lernen.

Nun wünsche ich allen, die an einem Semesteraufenthalt in Australien interessiert sind, ganz viel Spaß!