Erfahrungsbericht: Julia Werther

Julia Werther
„Durch eine Informationsveranstaltung von IEC-Online an unserer Uni wurde ich erstmals auf Australien als Studienort aufmerksam.“

Ich denke gern zurück!

Ich habe von Februar bis Dezember 2005 an der University of Wollongong studiert und mit einem Master of Laws, International and Comparative abgeschlossen. Es war eine unvergessliche Zeit und ich kann jedem nur den Rat geben, der Uni in Wollongong eine Chance zu geben. Ich habe inzwischen mein Rechtsreferendariat in Deutschland begonnen und denke gern an diese Zeit zurück.

LL.M.

Durch eine Informationsveranstaltung von IEC-Online an unserer Uni wurde ich erstmals auf Australien als Studienort aufmerksam. Ich habe mir dann von IEC Informationsmaterial zukommen lassen und so ca. ab dem 7. Semester angefangen, den LL.M zu planen. Für Australien/ Ozeanien habe ich mich schließlich unter anderem aufgrund der günstigeren Studiengebühren und Lebenshaltungskosten im Vergleich zu den USA entschieden. Am günstigsten ist natürlich Neuseeland aufgrund des Studienabkommens mit Deutschland! Allerdings nehmen dieses Angebot auch viele Deutsche war, weswegen ich mich dagegen entschieden habe.

IEC-Online war mir eine große Hilfe auch bei dem eigentlichen Bewerbungsprozess.

Down Under

Noch heute denke ich wehmütig an die Zeit zurück! Die Menschen in Australien sind mir nur freundlich und hilfsbereit begegnet.

Also wer keine Angst vor dem langen Flug hat und mal was anderes erleben will, dem sei Australien nur anzuraten! Aber mit dem Kauf eines Flugtickets und der Visumsbestellung über das Internet ist man eigentlich schon ready to go. Sollte das Visum mal nicht rechtzeitig kommen, tut es auch ein Touristenvisum.

Die Stadt Wollongong

Wollongong (sprich Wullongong) ist die achtgrößte Stadt Australiens und liegt ca. 80 km südlich von Sydney. Es herrscht ein für australische Verhältnisse gemäßigtes Klima vor. In den Sommermonaten (Oktober-April) wird es nie zu heiß aufgrund der Seebrise, im Winter sank die Temperatur eigentlich nie unter 10 °C. Die Stadt hat ca. 200.000 Einwohner und liegt in der Illawarra-Area. Wollongong bedeutet soviel wie zwischen Bergen und Ozean, da die Stadt zu der einen Seite von grünen Wäldern und Hügeln umgeben ist, auf der anderen Seite aber 17 Strände hat! Die Uni befindet sich in North-Wollongong. Im Center der Stadt befinden sich eine größere Mall und auch diverse Clubs, Bars und Restaurants. Man ist allerdings mit dem Zug auch in ca. 1,5 Stunden für rund 5 € (8 A$) in Sydney. Daher pendeln viele Bewohner zur Arbeit in die Metropole.

Ich persönlich habe es nicht bereut nach Wollongong gegangen zu sein. Ein entscheidender Vorteil ist zum Beispiel die Übersichtlichkeit der Stadt. Zu Fuß ist man sowohl von der Uni als auch dem Stadtkern in ca. 10-30 Minuten am Strand- je nachdem, wo man wohnt. Lästiges Bus- und Zugfahren, wie man es zum Beispiel auf dem Weg zum Sydney Bondi Beach auf sich nehmen muss, gibt es also nicht.

Die Universität Wollongong

Die Uni ist ein großer Komplex, der einen zunächst in arge Orientierungsprobleme stürzt. Alles ist grün mit Pflanzen, die Gebäude alle aus rotem Backstein und man muss anhand von Nummern und Schildern seinen Weg finden.

Auf dem Universitätsgelände gibt es alles, was ein Student braucht. Neben Bibliotheken und Vorlesungssälen auch das obligatorische Uni-Centre inklusive Uni-Shop, Uni-Bar, diversen Cafes und natürlich ein Sportzentrum sowie einige Studentenwohnheime. Im Uni-Shop kann man alle seine Bücher erstehen und auch sonst alles von Sweatshirts bis Milch! Das Uni-Centre organisiert alle möglichen Ereignisse rund um das Studium, wie zum Beispiel die Uni-Movies am Mittwoch oder die Parties in der Uni-Bar (wo fast jeden Tag irgendetwas los ist). Das Sportzentrum nennt sich URAC (University Recreation and Aquatic Centre) und beherbergt ein großes schönes Fitnessstudio mit Blick auf den Pool und die Spielfelder, Tennisplätze, Squash-Räume etc. Daneben werden auch alle möglichen Sportkurse angeboten. Nach anfänglichem Sportmuffeln habe auch ich mich dem „Körperbewusstsein“ der Australier ergeben und das URAC schätzen gelernt. Ich habe zum Beispiel nach den Winterferien (also im Juli/August) mit einem Running Squad trainiert. Hört sich fies an, war aber eigentlich nur eine Gruppe von Studenten, die ein bisschen fitter bzw. schneller werden wollten und zusammen für den Sydney Bridge Run trainierten. Überhaupt ist Lunch Time Sport ein großes Thema in Australien - egal ob Basketball, OzTag (harmlose Football-Version), Laufen oder Schwimmen, zur Mittagszeit ist immer was los! Kontakte zu knüpfen fällt also nicht schwer.

Das Studium

Die Professoren waren durchweg sehr freundlich! Ich hatte eigentlich die Einschreibung für den Intellectual Property Kurs verpasst, weil dieser sehr beliebt ist und schon ewig vorher ausgebucht ist. Nach einem persönlichen Gespräch mit der Dozentin wurde ich aber doch noch zugelassen. Die Kurse sind sehr auf Mitarbeit angelegt, insbesondere Seminare sind mehr eine Art AG als ein eigentliches Seminar. Ich fand diese Art des Unterrichtens sehr lehrreich. Auch kurze Präsentationen des Erarbeiteten sind durchaus üblich. Nach ein paar überstandenen Präsentationen vor einem Muttersprachlerpublikum steigt zumindest das sprachliche Selbstbewusstsein stark an. Die Kurse waren so angelegt, dass man auch ohne größere Vorkenntnisse klar kam und von eventuellen requirements (also Kursen die Voraussetzung für die Teilnahme sind) wurde ich stets befreit und konnte die Kurse dann ohne Probleme besuchen.

Das Leben in Australien

Da das Studienpensum recht gut zu schaffen ist, hat man natürlich massig Freizeit! Wie schon erwähnt ist man sportlich in Wollongong auf der sicheren Seite! Sowohl Uni als auch die Surfclubs sorgen dafür. Wer es etwas ruhiger mag, der kann sich bei den unzähligen Studentenclubs umschauen. Es gibt für jeden Interessenbereich etwas.

Wer denn auf deutschen Kontakt aus ist, kommt auch in Wollongong nicht zu kurz. Ich war erstaunt, dass doch recht viele Deutsche ihren Weg dorthin gefunden hatten. Aber keine Bange - im Vergleich zur Sydney Uni konnte man die deutschen Studis in W’gong wirklich an den Händen abzählen.

Im angrenzenden Gebiet kann man tolle Ausflüge machen. Richtung Sydney grenzt der Royal National Park an und dort gibt es einsame Strände, Wanderwege durch Regenwald sowie Buschland und herrliche Ausblicke von der Steilküste. Im Süden gibt es die Minnamurra Rainforests und etliche kleinere Strandstädte wie Kiama und Berry.             

Ich möchte diese Zeit nicht missen!

Wollongong ist eine sehr schöne Stadt und wenn man nach der Arbeit aus dem hektischen CBD von Sydney heimkehrt, ist es jedes Mal wie Urlaub. Die Uni, die Menschen und die Umgebung sind einfach großartig und ich möchte diese Zeit nicht missen!

Die Auslandserfahrung hat sich stets als der Pluspunkt schlechthin erwiesen. Und Australien ist natürlich eine Erfahrung für sich!