Erfahrungsbericht: Julia B.

Julia B.
„Ein Auslandssemester an der HPU war eine unvergessliche Erfahrung für mich und ich kann es jedem sehr empfehlen.“

Bewerbung

Eine riesige Hilfe bei der Auswahl der Uni sowie bei der Bewerbung war IEC. Vielen lieben Dank an Julia Werner, die sich immer viel Zeit genommen hat meine Fragen zu beantworten!!! Nach dem umfassenden Telefongespräch war für mich sehr schnell klar, dass es für mich schon sehr bald nach Hawai'i gehen wird. Nach dem ich die Bewerbungsunterlagen bei IEC Ende Dezember 2014 eingereicht habe, musste ich mich um nichts mehr kümmern, hat sich die Agentur um alles weitere gekümmert. Die Zusage kam erfreulicherweise bereits Mitte März 2015, womit mir genug Zeit für die Vorbereitung und Vorfreude blieb.

Vorbereitung und Anreise

Anders als bei vielen amerikanischen Universitäten konnte man bei der HPU die Kurse im Vorfeld wählen. Ich würde jedem empfehlen im Vorfeld der Kursanmeldung mit dem/r Studienkoordinator/in abzustimmen. Die Kursinhalte können vorab geprüft werden und man bekommt eine Sicherheit, dass die Kurse nach dem Auslandsaufenthalt auch angerechnet werden können.

Des Weiteren musste ich nach der Zusage ein Studenten-Visum für USA beantragen. Hierfür musste man div. Formulare ausfüllen und Anträge stellen. Danach wurde ich zu einem Interview eingeladen. Man sollte definitiv rechtzeitig mit der Vorbereitung beginnen, da es sehr zeitaufwendig werden kann. Die Kosten fürs Visum haben umgerechnet ca. EUR 350 betragen.

Eine Woche vor Studienbeginn wurde eine Orientierungsveranstaltung an der HPU angeboten. Die Anwesenheit war verpflichtend, da im Rahmen der Veranstaltung u. a. die Visa-Formalitäten, die Kursauswahl sowie allgemeine Infos zur Universität und Leben in Honolulu erläutert wurden. Aus diesem Grund bin ich zwei Wochen vor Studienbeginn in Honolulu angekommen. Außerdem war es sehr hilfreich bereits vor Studienbeginn sich mit den neuen Gegebenheiten vertraut zu machen und die ersten Kontakte zu knüpfen.

Finanzierung des Auslandsstudiums/ Kosten vor Ort

Da O’ahu ein beliebtes Touristenziel ist, sind die Lebenshaltungskosten grundsätzlich sehr teuer. Hinzu kommt, dass die Insel mitten im Pazifischen Ozean liegt und die Transportkosten dorthin sehr hoch sind. Pauschal kann man sagen, dass insb. die Lebensmittel um mind. 30% teurer sind als auf dem amerikanischen Festland und dreimal so teuer wie in Deutschland. Etwas günstiger bekommt man die Lebensmittel, wenn man bei Don Quijote, Sam’s Club oder Walmart einkauft. Der Preisvorteil resultiert vor allem daraus, dass die dort erhältlichen Verpackungsgrößen sehr groß sind. Wenn man den Einkauf teilt, kommt man günstiger weg. Frisches Obst und Gemüse aus der Region bekommt man am besten auf einem der vielen Wochenmärkte oder in China Town.

Der Wohnungsmarkt ist ebenfalls sehr teuer und mit den deutschen Verhältnissen kaum vergleichbar. Ich habe ein Zimmer in einem Studentenwohnheim in Waikiki (Hawai’i Student Suites) geteilt. Die Ausstattung war alles andere als luxuriös, die Lage war dafür perfekt. Grundsätzlich kostet ein WG-Zimmer in Waikiki i. d. R. zwischen USD 700-1000 pro Person. Wohnen in Waikiki hat den Vorteil, dass man mitten im Geschehen ist und dass es nur einige Gehminuten zum Strand sind. Die Busverbindung zur Uni ist sehr gut. Für den Weg braucht man ca. 40 Minuten. Alternativ kann man sich in den umliegenden Stadtteilen umschauen, wo man ein Zimmer evtl. etwas günstiger bekommt.

Es ist sehr wichtig, sich rechtzeitig um die Finanzierung des Auslandssemesters Gedanken zu machen und ggf. die wichtigen Bewerbungsfristen einhalten. Es lohnt sich auf jeden Fall das Auslands-BAföG zu beantragen. Neben einer monatlichen Unterstützung gibt es im Rahmen der Förderung einen Reisekostenzuschuss sowie einen einmaligen Zuschuss zu den Studiengebühren, was eine sehr große finanzielle Hilfe ist.

Gastuniversität/ Gastinstitution

HPU ist die größte private Universität auf Hawai’i. Der Hauptcampus liegt im Geschäftsviertel der Stadt und besteht aus mehreren Gebäuden entlang der Fort Street Mall. Auf dem Downtown Campus gibt es viele Verpflegungsmöglichkeiten sowie einen Walmart für einen spontanen Einkauf. Eine Mensa gibt es leider nicht. Der Loa Campus hingegen ist Richtung Kailua im Grünen gelegen und bietet einen wunderschönen Blick auf die Ko’olau Bergkette.

Meine Kurse fanden alle am Downtown Campus statt. Die Kurse waren sehr interessant und die Gruppen klein. Die Professoren waren kompetent und haben sich immer Zeit genommen um Fragen zu beantworten, auch außerhalb der Vorlesungszeiten. Anders als in Deutschland musste man während des gesamten Semesters sehr viel machen. Die HPU legt einen sehr großen Wert auf Soft-Skills. Daher setzte sich die Endnote für die Kurse aus mehreren Teilleistungen wie Präsentationen, Papern und Gruppenarbeiten zusammen. Außerdem gab es neben der Klausur am Ende des Semesters (Final) auch  eine Zwischenprüfung (Midterm). Der Arbeitsaufwand unter dem Semester hat sich am Ende aber ausgezahlt, da man für das Final meistens nicht mehr so viel lernen musste.  

Die Universität ist gut organisiert. Bei etwaigen Fragen oder Problemen war das Personal stets sehr hilfsbereit und zuvorkommend. Lernen auf dem Campus kann man sehr gut in der Bibliothek oder in den Learning Commons. Die Einrichtungen sind sehr modern gestaltet und mit moderner Technik ausgestattet.

Studentischer Alltag/ Freizeitmöglichkeiten

Hawai’i ist ein traumhaft schöner Ort und bietet eine Reihe von Freizeitmöglichkeiten an. Die Insel ist sehr gut geeignet für diverse Wassersportarten wie Surfen, Paddle Boarding, Kite Surfing etc. Außerdem bietet O’ahu sehr viele Möglichkeiten für Hikes mit unfassbar tollen Aussichten und Wasserfällen. Ob von einfachen Hikes wie Diamond Head oder Deamans Catwalk bis anspruchsvollen Hikes wie Three Peaks ist alles dabei. Da Waikiki sehr touristisch ist, empfiehlt es sich mal des Öfteren aus Honolulu zu entfliehen und die kleineren Ortschaften, vor allem an der Northshore zu erkunden.

Neben der Hauptinsel O’ahu besteht Hawaii noch aus sieben weiteren größeren Inseln, von denen man fünf besuchen kann. Diese sind: Big Island, Maui, Kaua’i, Moloka’i und Lana’i. Flüge von Honolulu gibt es schon für ca. USD 100-200. Zum Erkunden der anderen Inseln ist ein Mietauto sehr empfehlenswert, da es dort entweder kein oder nur ein sehr beschränktes Busnetz gibt. Die wunderschönen Landschaften, Strände, Wasserfälle und Vulkane sind atemberaubend schön. Daher würde ich jedem empfehlen Zeit für den Besuch der Inseln einzuplanen. 

Zusammenfassung

Mein Ziel war es mit dem Auslandssemester nicht nur meine Englischkenntnisse zu verbessern, sondern ein anderes Land und eine andere Kultur kennen zu lernen. Da die HPU sehr viele internationale Studenten aus aller Welt anzieht, habe ich nicht nur die typisch hawai‘i’anische Kultur, sondern Menschen aus der ganzen Welt kennen gelernt. Ein Auslandssemester an der HPU war eine unvergessliche Erfahrung für mich und ich kann es jedem sehr empfehlen.