Erfahrungsbericht: Jeannine Westerkamp

Jeannine Westerkamp
„Eine unvergessliche Zeit in Kalifornien, die mir einiges an Lebenserfahrung gebracht hat“

Die Wahl auf die California State University Long Beach fiel recht schnell für mich. Einfach weil sie nahe am Strand gelegen ist und nicht zu weit in der City von Los Angeles liegt. Außerdem hatte ich mir einige Erfahrungsberichte über diese Uni gelesen, die alle positiv waren.

Von meiner heimischen Hochschule kam leider wenig Hilfestellung, nachdem die CSULB keine Partneruniversität ist. Zu einem Glück bin ich über das Internet auf IEC-Online gestoßen, bei denen ich ein paar Informationen über verschiedene Hochschulen in Kalifornien angefordert hatte. Bei dem ganzen Bewerbungsprozess für die CSULB hatte ich Hilfe von IEC und meine Fragen wurden auch immer beantwortet.

Als dann die Zusage für die CSULB kam, war ich natürlich sehr aufgeregt und konnte es schon gar nicht mehr abwarten, bis es endlich losging. Davor gab es aber noch ein paar Dinge zu erledigen, wie die vorläufige Kurswahl und natürlich die Flüge zu buchen und das Visum zu beantragen. Das Visum sollte man recht früh beantragen, da es ein paar Wochen Bearbeitungszeit in Anspruch nimmt.

In Long Beach angekommen habe ich mir noch vor den ersten Tagen die Uni mit eigenen Augen angeschaut, damit ich nicht am ersten Tag umherirre, denn der Campus ist doch deutlich größer, als man es von deutschen Hochschulen kennt.

CSULB Schriftzug mit Pyramide

Die erste Woche ist eine Orientierungswoche für alle ausländischen Studenten, die nur ein oder zwei Semester an der CSULB verbringen. Danach geht es auch schon los damit, zu den einzelnen Dozenten zu gehen und sie darum bitten, einen in seinem Kurs aufzunehmen. Bei mir hatte das reibungslos geklappt und ich bin in alle Kurse gekommen, die ich gerne belegen wollte. Das „Study Abroad“-Team von der Uni stand uns immer zur Verfügung, wenn wir Fragen oder Hilfe jeglicher Art benötigt haben, was sehr angenehm war. Durch die Nutzung des Vornamens und dem nicht vorhandenen „Sie“ aus der deutschen Sprache, fühlt man sich gleich richtig wohl.

An der Uni selber mangelt es einem an so gut wie nichts. Es gibt sehr viele Möglichkeiten sich irgendwo am Campus an einem Starbucks oder woanders einen Kaffee zu holen und einige Schnellrestaurants und Food-Ketten, sodass man sich jeden Tag ein anderes gutes Mittagessen kaufen kann. Auch gibt es jede Menge Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen, sei es auf dem Tennisplatz, dem Fußball- oder Leichtathletikplatz oder einfach dem Fitnessstudio und Pool. Natürlich ist alles auf dem Campus gelegen.

Nachdem ich ein eigenes Auto besaß, war es für mich nie schwer, von A nach B zu kommen. Der öffentliche Verkehr ist in LA eine Katastrophe, weswegen man sich eigentlich echt ein Auto kaufen oder mieten sollte, oder sich Freunde suchen sollte, die eines besitzen. Uber ist auch eine gute Möglichkeit, in LA von einem Ort zu einem anderen zu kommen und weniger zu zahlen als für ein Taxi.

Auch sollte man sich schon so früh wie möglich mit der Frage bescäftigen, weleche Orte man denn gerne alle besuchen möchte und das planen. Die Zeit und die Wochenenden vergehen doch schneller als man denkt und uns lieb war. Auf diesem Bild beispielsweise haben wir den Spring Break genutzt und sind nach Hawaii geflogen.

Honolulu im Spring Break

Man kann auf jeden Fall sagen, dass es sich dort drüben anders lebt als hier in Deutschland, nicht nur, weil es hier viel wärmer ist und man das Meer tagtäglich vor der Nase hat, sondern auch weil die Mentalität sich doch von Unserer unterscheidet. Das macht das Erlebnis Auslandssemester noch einmal viel aufregender, da man so wirklich die Menschen, die an diesem Ort leben, und deren Lebensweise kennenlernt.

California Dreaming

Ich kann zusammenfassend nur sagen, dass es ein einmaliges Erlebnis war, und man bestimmt nicht so schnell wieder die Chance bekommt, für ein paar Monate in einem anderen Land zu leben und die Kultur dort kennenlernen kann. Ich kann jedem nur ein Auslandssemester empfehlen. Und da ist es, nehme ich mal an, egal, ob man nach Amerika, England, China oder ganz wo anders hingeht.