Erfahrungsbericht: Jakob Hagmann

„Ich habe die lockere Zeit and der Gold Coast sehr genossen und die freundliche und hilfsbereite Art der Aussies schätzen gelernt und kann ein Studium in Australien auf jeden Fall empfehlen.“

Die Vorbereitung 

Nach langen Überlegungen, in welchem Land ich mein Auslandssemester verbringen möchte, fiel die Wahl schließlich auf die Gold Coast in Australien.

Folgende Voraussetzungen, die ich an den Studienort gestellt hatte, konnten dort erfüllt werden: ein englischsprachiges Land, interessante Kurse, eine Uni in Strandnähe und Aussicht auf gute Bedingungen für das Kitesurfen ohne Neoprenanzug ;)

Mit der zuverlässigen Hilfe von IEC konnten alle Verwaltungsangelegenheiten trotz der kurzfristigen Entscheidung rechtzeitig erledigt werden. Noch am Tag des Abflugs beantragte ich das Visum und eine Auslandskrankenversicherung, durch die ich auch noch nach Ende des Semesters versichert war.

Studieren an der Griffith University

Als nach der schier endlosen Anreise die Hitze Australiens auf meinen übermüdeten Körper einhämmerte, dachte ich zuerst, es wäre unmöglich, dort zu überleben oder gar zu studieren. Doch dank der leistungsstarken Kühltechnik, die die gefühlte Temperatur in den Vorlesungsräumen und der ansonsten gemütlich eingerichteten Bibliothek auf gefühlte 10°C absenkt, geht das Studieren erstaunlich gut.

Einige der Learning Centers sind rund um die Uhr geöffnet und mit guten PC-Arbeitsplätzen ausgestattet. Die Lüfter der Rechner eignen sich gleichzeitig gut zur Aufwärmung der kalten Flip-Flop tragenden Füße.

Die Dozenten sind meist sehr gut vorbereitet und stets bereit bei Fragen und Problemen auch außerhalb der Vorlesungen zu helfen. Generell hatte ich das Gefühl, dass die Beziehung zwischen Studenten und Dozenten persönlicher als in Deutschland ist und die Kommunikation auf gleicher Ebene stattfindet.

Durch diese Stimmung und die gute Kurswahl verbrachte ich deutlich mehr Zeit in der Uni und mit dem Studium als ich mir zuvor ausgemalt hatte. Natürlich blieb trotzdem noch genug Zeit um zu Surfen, Kiten, für Beach-Volleyball, kurze Trips in die Umgebung und Party übrig.

Freizeitaktivitäten

Als sehr gut geeignetes Transportmittel für die Gold Coast hat sich ein Fahrrad mit Helm (!) erwiesen. Hierdurch konnte ich die nervenaufreibende Benutzung der „Surfside-Buslines“ begrenzen. Busfahren ist dank des Studentenausweises zwar recht günstig, was aber leider auch der einzige Vorteil der ebenfalls tiefgekühlten Busse ist. Die Fahrpläne können nur sehr selten eingehalten werden, da an jeder Ecke eine Bushaltestelle ist und das Verkehrsaufkommen durch die autobegeisterten Australier sehr hoch ist. Man sollte also viel Geduld und immer ausreichend Zeit für Busfahrten mitbringen. Das Radfahren ist ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, da man nicht als vollwertiger Verkehrsteilnehmer behandelt wird.

Die Gold Coast ist zu Recht als das Mallorca Australiens bekannt, bietet aber auch wirklich schöne Plätze auf denen man dem Trubel entgehen kann. Schwieriger ist es allerdings, den vielen internationalen Studenten zu entkommen ;). Dadurch entstehen natürlich viele neue Bekanntschaften und jede Menge Spaß, aber das Erlernen des sympathischen aussie accent wird dadurch erschwert.

Ich habe die lockere Zeit and der Gold Coast sehr genossen und die freundliche und hilfsbereite Art der Aussies schätzen gelernt und kann ein Studium in Australien auf jeden Fall empfehlen.