Erfahrungsbericht: Ivett Avellan

Ivett Avellan
„Singapur war die beste Entscheidung überhaupt“

Hallo,

im Folgenden findest du meinen Erfahrungsbericht zum Aufenthalt in Singapur, mit Tipps und allem Drum und Dran. Viel Spaß beim Lesen! Liebe Grüße Ivett

Planung des Auslandsaufenthalts:

Informieren im international Office

     Die Planung für das Auslandssemester im Februar 2016 hat bei mir im September des Vorjahres begonnen. Ich habe mich im International Office meiner Heimatuni informiert und dort keine für mich passende Partnerhochschule gefunden. Daraufhin hat mir das Office empfohlen, ein Freemover Programm zu machen, bei dem ich mich um den Kontakt zur Hochschule selbst bemühen musste. Hierfür wurde mir die Organisation IEC empfohlen, die kostenlos Studenten an Universitäten vermittelt.

Marina Bay Sands

Bewerben bei IEC, Antragstellen bei der Heimatuni für ein Auslandssemester und Antragstellen Studienstiftung

     Die Bürokratie, die mit einem Auslandsaufenthalt verbunden ist, sollte nicht unterschätzt werden. Ich hatte mit 3 Parteien zu tun: Hochschule, Organisation IEC und Studienstiftung, mit denen ich viele Formulare austauschen musste. IEC hat mir alle erforderlichen Unterlagen (z.B. Vertrag mit der Uni, Visumsantrag) weitergeleitet, sodass ich zu Beginn keinen Kontakt zur Curtin hatte. Besonders viel Papierkram gab es im Oktober und im Januar. Da kam zusätzlich noch der Kontakt zur Auslandshochschule hinzu (über die IEC, die mir Emails weitergeleitet hat), weil sich Rückfragen ergeben haben.

Zahlung der Studiengebühren im Januar

Die Zahlung der Studienstiftung auf mein Konto verlief sehr schnell. Die Zahlung ins außereuropäische Ausland kann jedoch nicht einfach online erfolgen. Dafür muss man bei der Bank ein extra Formular ausfüllen und Gebühren bezahlen. Ich hatte eine Woche nach Unterschreiben des Vertrages mit der Uni Zeit, das Geld zu überwiesen. Die Zeit dafür, war sehr knapp.

Eintauchen in andere Welten

Dinge, um die ich mich nebenbei noch kümmern musste

Visum:

Die Curtin University hat mir über IEC einen Visumsantrag weitergeleitet. Nach dem Zurücksenden, wurde der Antrag aber erst weiterbearbeitet nachdem ich den Vertrag mit der Uni unterschrieben habe. Erst danach hatte ich mit der „Einreisebehörde von Singapur“ zu tun, der ICA. Über ein Antragssystem von der ICA musste ich noch eine Gebühr bezahlen und habe daraufhin ein vorläufiges Visum bekommen – das IN-PRINCIPLE APPROVAL: STUDENT'S PASS. Dieses Dokument musste ich bei der Einreise in Singapur unbedingt vorzeigen, da die Immigration Control einen sonst nicht ins Land lässt (, besonders wenn man wie ich nur einen One-Way-Flug gebucht hat). In Singapur angekommen, musste ich in der ersten Woche einen Termin mit der ICA machen, um dort das endgültige Visum abzuholen, den sogenannten Student Pass

Wohnung in Deutschland untervermieten und Wohnung im Ausland mieten

Die Curtin University hat mir Hilfe bei der Suche angeboten, die ich aber nicht angenommen habe, da ich über einen Freund eines Freundes ein Zimmer gefunden habe. Die Kommilitonen von mir haben entweder einen Broker eingestellt, um eine Wohnung zu finden (sehr typisch hier) oder www.easyroommate.com.sg benutzt.

Die Großstadt, die alles hat

Impfungen:

Ich habe mich beim Tropeninstitut beraten lassen. Es ist wichtig, unbedingt 6 Wochen vorher anzufangen!

Krankenversicherung:

Ich habe die Travelsecure Krankenversicherung gewählt (www.travelsecure.de), da sie einen speziellen Tarif für Studenten im Ausland hat. Sie haben auch problemlos und sehr schnell meine Rechnungen bezahlt.

Ankommen und Zurechtfinden:

Die Curtin University hat eine obligatorische Kennlernwoche angeboten. Dank ihr, habe ich dort schnell Freunde gefunden und die Stadt kennengelernt. Wir haben Spiele gespielt und eine Stad Rallye gemacht. Ansonsten sind die Leute, die ich hier kennengelernt habe, sehr nett und relativ offen.

Strand gefällig?

Singapur ist sehr organisiert (mehr als Deutschland) und sehr sicher. Es ist nicht schwer, sich hier zurechtzufinden. Die Menschen hier helfen einem gern weiter und GoogleMaps ist auch sehr hilfreich.

Am Anfang war es noch schwer, den einheimischen Dialekt zu verstehen, aber man gewöhnt sich schnell dran. Außerdem hilft es, ein bisschen Malaiisch zu lernen, um besser Essen in den Coffeshops bestellen zu können.

Singapur ist sehr modern. Es gibt hier alles, was es in Deutschland auch gibt, wenn nicht sogar noch mehr. Es ist nicht schwer, sich an die Standards hier anzupassen.

Besonderer Gewinn des Auslandsaufenthaltes:

Singapur hat seine Versprechen gehalten. Ich habe hier einen guten Einblick in die Süd-Ost-Asiatische Kultur bekommen. In der Uni habe ich mit Indern, Chinesen, Vietnamesen, Malayen, Singapurern, Indonesiern, Philippinern usw. zusammengearbeitet.

Wonderfull Water and Light Show

Ich habe einen großartigen Einblick in die muslimische Religion bekommen und viel über Buddhisten und Hindus gelernt. Ich bin sehr froh über diese Erfahrung, denn ich habe viele Vorurteile überwinden können.

Auch die kulinarische Vielfalt hier habe ich ausgekostet. Ich fühle mich, als hätte ich Südostasien verstanden.

Fachlicher Gewinn des Auslandsaufenthaltes

Fachlich hatte ich die Möglichkeit an Kursen teilzunehmen, die in Deutschland nicht angeboten wurden oder in der Art und Weise nicht möglich gewesen wären. Der Kurs Asian Management zum Beispiel bekommt nochmal einen zusätzlichen Wert, wenn diese Kulturen im Unterricht wirklich vertreten sind.

Ich habe ganz bewusst Kurse gewählt, die ich in Deutschland nicht wählen konnte, z.B. Business Ethics und Communication in Business.

Pulau Ubin

Empfehlungen

Ich würde Singapur als Einstieg für Asien auf jeden Fall weiterempfehlen. Hier angekommen, kann man sich immer noch auf Entdeckungsreise in Asien begeben. Das Essen in Coffeeshops ist hier sehr günstig, ansonsten wird Singapur seinem Ruf als teuerste Stadt der Welt gerecht.

Wer günstig einkaufen möchte, sollte z.B. Drogerieartikel auf Nachbarschaftsmärkten kaufen.  Wer ein Zimmer mieten möchte, kann es sich ruhig vorher über das Internet suchen, anders wird es hier auch nicht gemacht. Ich würde dabei darauf achten, dass das Zimmer Klimaanlage hat. (Es geht auch nur mit Ventilator, ist aber 1000 Mal angenehmer) und das Non-Plus-Ultra ist ein eigenes Bad.

Die Entscheidung, nach Singapur zu gehen, war bisher die beste meines Lebens. Falls ihr euch für Singapur entscheidet, wünsche ich euch ganz viel Spaß!