Erfahrungsbericht: Elena Caterina Vossen

Elena Caterina Vossen
„Ein Semester an der University of Roehampton“

Ich habe ein Semester an der University of Roehampton in London verbracht. Die Bewerbung war aufwendig, wurde jedoch von IEC sehr gut begleitet und unterstützt. Ein großer Vorteil an der University of Roehampton ist, dass diese als Campus-University allen Internationals ein Zimmer in einem der Studentenwohnheime auf dem Campus vermitteln kann. So muss man sich nicht unbedingt selbst um eine Wohnung in London kümmern.

 

Roehampton ist ein kleiner Stadtteil von London, nicht zentral, aber man ist in 20 Minuten mit dem Bus, der U-Bahn oder dem Zug in der Innenstadt. Sehr schön ist auch die Nähe zum Richmond Park (10min zu Fuß), dem größten Park Londons. Dort kann man unendlich weit laufen, einen Kaffee trinken, Fahrräder leihen oder auch ausreiten. Zudem lebt auf dem Gelände eine sich frei bewegende Herde von Hirschen.

Richmond Park

 

Der Campus und die Universität sind sehr schön und weitläufig.

University Main Building
Die Studentenwohnheime sind zwischen Bäumen, einem kleinen See und Gärten verteilt. Auf dem Campus gibt es eine Bar, ein Diner und ein Cafe, das die Eier der auf dem Campus lebenden Hühner und das von Studenten selbst angebaute Gemüse für seine Gerichte verwendet. Außerdem finden viele Parties, aber auch Veranstaltungen wie Lagerfeuer, Filmabende und ein Weihnachtsmarkt statt.

 

Das Studieren hat sich sehr von meiner Heimatuniversität unterschieden. Während es zu Hause einen Vorlesungsblock mit Klausuren am Ende gibt, hatte ich in Roehampton gar keine Klausuren, sondern nur Assignments. Ich habe während meiner Bewerbung drei Module gewählt, von denen jedes 20 UK-Credits bzw. 10 europäische Credits erbrachte. Für jedes dieser Module musste ich zwei Essays abgeben, die benotet wurden. Das Notensystem basiert auf Prozentpunkten. Mit 40% hat man bestanden, die besten vergebenen Noten sind um die 80% (100% werden so gut wie nie erreicht). Beim Schreiben der Essays wurde man gut unterstützt, bei Bedarf konnte man Workshops in der Bibliothek belegen und die Dozenten waren auch gerne bereit persönliche Termine zu vereinbaren, um eventuelle Probleme zu besprechen. Auch wenn ich für mein Studium zu Hause fachlich nicht unbedingt weitergekommen bin, da die Universität überwiegend VWL lastige Module anbietet, war es doch interessant, mikro- und makroökonomische Strukturen aus anderer Perspektive zu betrachten und insbesondere die Brexit-Diskussion aus englischer Sicht zu erfahren.

 

Alles in allem hat es mir in Roehampton sehr gut gefallen. Nicht nur der schöne Campus und die tolle Lage, sondern auch die vielen Freizeitangebote waren dafür ausschlaggebend. Für Studenten, die neben der Verbesserung ihrer Englischkenntnisse und der fachlichen Inhalte London einmal ganz anders kennenlernen wollen, kann ich die University of Roehampton deswegen stark empfehlen.

London Eye