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Erfahrungsbericht: Chris Maik Ehrich

Chris Maik Ehrich
„It was just perthfect!“

1. Einleitung

 

Auslandssemester. Der Traum von neuen Orten, neuen Kulturen, neuen Freunden und unvergesslichen Erlebnissen. Für mich stand schon vor Beginn des Studiums fest, dass es mich mindestens einmal ins Ausland verschlagen würde. Trotzdem war der Weg an die Murdoch University kein leichter.

 

2. Vorbereitungen

 

Die Vorbereitungen für mein Auslandssemester haben eigentlich schon im 4. Semester (SoSE 2017) begonnen, da mein Plan vorsah ein halbes Jahr später mein Auslandssemester zu absolvieren. Leider wusste ich noch gar nicht so richtig wohin ich eigentlich gehen wollte. Englischsprachig sollte das Land sein, da ich andere Fremdsprachen nicht so wirklich beherrsche. Leider gab es verschiedene Hindernisse, die verhinderten, dass mein Plan aufging. Das größte Hindernis war für mich, dass mein Studiengang umgebaut wurde und ich somit nicht wusste, welche Kurse ich belegen sollte damit ich sie angerechnet bekomme. Auch wenn es so nicht geklappt hat, so habe ich doch einige nützliche Dinge erfahren. Ich wollte unbedingt nach Australien und ich habe IEC kennengelernt. Also was ich damit sagen möchte: Gebt nicht auf, nur weil es beim ersten Versuch nicht klappt!

Im 6. Semester sollte dann also das Auslandssemester stattfinden. Da ich meine Suche nun auf Australien beschränken konnte und ich keinerlei Kursbedingungen einhalten musste, standen mir plötzlich alle Türen offen. Schnell kristallisierten sich meine Favoriten heraus (Murdoch University, University of South Australia, Griffith University). Alle drei Unis hatten gemeinsam, dass sie eine familiäre Atmosphäre und kleine Seminargruppen boten und zudem in Städten lagen, welche mir allgemein sehr zusagten. Die Entscheidung pro Murdoch fiel dann auf Grund einer persönlichen Empfehlung. Die Webseite von IEC sowie der IEC Study Guide waren meine meistgenutzten Informationsquellen. Auch unzählige Telefonate mit den engagierten und kompetenten Mitarbeitern von IEC haben mir sehr geholfen. Speziell Pia Hoppe möchte ich hier explizit loben, da ich sie wirklich mehrmals pro Woche mit vielen, vielen Fragen gelöchert habe und sie jede einzelne beantworten konnte und mir darüber hinaus noch viele weitere Tipps geben konnte. Außerdem bin ich durch ihre Informationsveranstaltung bei mir an der Hochschule überhaupt erst auf das IEC aufmerksam geworden.

An den oben bereits erwähnten Unis habe ich mich dann unkompliziert über IEC beworben und dann auch die Zusage für die Murdoch bekommen. Nachdem ich dann die Zusage erhalten hatte, mussten weitere sehr wichtige Punkte abgearbeitet werden. Das Visum, die Finanzierung, die Unterkunft in Australien, Flüge, Versicherung und vieles anderes. Da ich euch damit nicht langweilen möchte, hier meine Lösungen in der Kurzform. Das Visum erhält man durch das Ausfüllen eines Onlineantrags. Finanziert habe ich das Auslandssemester zur Hälfte aus Ersparnissen und zur Hälfte durch die Studienförderung der Deutschen Bildung. Zur Unterkunft schreibe ich später nochmal etwas. Flüge habe ich über STA-Travel gebucht und war sehr zufrieden mit dem Service und den Preisen. Die nötige Versicherung (OSHC) muss man abschließen, um den Studienplatz annehmen zu können, aber dazu kann ich nichts weiteres sagen, da ich keine Leistungen in Anspruch nehmen musste.

 

3. Australien

 

Dann war ich also auf dem Weg nach Australien, auf dem Flughafen Dubai habe ich dann schon die erste deutsche Murdoch Studentin kennengelernt, was wirklich ein glücklicher Zustand war und wir viele Herausforderungen gemeinsam gemeistert haben. Australien allgemein ist ein riesiges Land mitten im Ozean, mit mehr Stränden als man zählen kann und mir Tieren die man sonst nur im Zoo sieht. Aber das wusstet ihr bestimmt schon. Australien ist wunderschön, die Lebensart dort ist sehr entspannt und nicht annähernd so hektisch wie bei uns in Deutschland, was mir sehr gefallen hat. Ich habe es auf jeden Fall genossen in Australien zu leben und habe mich unglaublich wohlgefühlt. Speziell Perth ist mir natürlich ans Herz gewachsen.

Koala
Koala

 

4. Perth

 

Perth hat ca. 1,5 Mio Einwohner, allerdings so sehr verteilt, dass man die meiste Zeit garnicht merkt, dass man in einer Millionenstadt ist. Man kann die Vorzüge einer Großstadt genießen ohne den üblichen Stress oder die erdrückenden Menschenmassen. Wie ich finde eine hervorragende Kombination. Wer es entspannt mag, der genießt die Sonne im Kingspark, im botanischen Garten oder fährt raus an den Strand. Wer lieber Feiern gehen möchte, der findet abends in Southbridge alles was zu einer gutenPartynacht dazugehört. Dort kann man aber auch wunderbar Essen gehen und verschiedene Landesküchen entdecken. Natürlich gibt es auch genügend Möglichkeiten zum Shopping in der Stadt. Viele Parks und Grünflächen laden zum Sport oder entspannen ein und wer möchte kann sich am Wochenende Footy live im Stadion ansehen. Der einzige Kritikpunkt den ich bezüglich Perth habe, ist das schlechte öffentliche Verkehrssystem. Allerdings denke ich, dass das eine Problem ist, welches in ganz Australien präsent ist, da für Australier das Auto das Verkehrsmittel der Wahl ist. Gelebt habe ich in den Suburbs, wo auch die Uni zu finden ist. Zu erst in (nicht lachen aber das heißt wirklich so) Cockburn bei einer Gastfamilie. Dort habe ich den ersten Monat meines Aufenthalts gelebt. Über die AHN-Agentur (Australian Homestay Network) wurde ich dorthin vermittelt. Leider hatte ich etwas Pech da ich mich nicht wirklich mit der älteren Dame, die mich aufgenommen hat verstanden habe. Außerdem musste ich jeden Tag eine Stunde bis zur Uni laufen und der Rückweg dauerte noch länger. Allerdings kenne ich auch Leute die dort super viel Glück gehabt haben. Also falls euch das Wohnheim an der Uni zu teuer sein sollte, dann könnt ihr euch dort vermitteln lassen. Es war für den Einstieg perfekt, da man dort verpflegt wird, das heißt einkaufen gehen und kochen muss man erstmal nicht. Danach bin ich dann ins Wohnheim (Student Village) gezogen und war dort recht zufrieden, allerdings ist es sehr teuer.

Perth bei Nacht

 

5. Murdoch University

 

Vom Village zur Uni. Die Murdoch ist an sich eine wunderschöne Universität mit einem tollen Campus und allem was das Studentenherz begehrt. Leider gab es auch Probleme. Die Kurse die man wählen möchte, die muss man selbst online eintragen. Die Kurse die ihr auf eurer Bewerbung angeben müsst, die habt ihr keinesfalls sicher. Leider hat mir das niemand gesagt, da ich auch nach der Annahme des Studienplatzes keinerlei Informationen bekommen habe. Ich denke das lag am Personalwechsel der stattgefunden hatte und ein neuer Mitarbeiter für die Inbound-Studenten verantwortlich war. Also lasst euch davon nicht verschrecken, alles in allem ist die Murdoch eine sehr gut organisiert Einrichtung. Der zweite negative Punkt den ich ansprechen möchte ist die O-week (Orientierungswoche). Die wichtigsten Dinge werden einem nicht gezeigt. Die Student-ID, also der Studentenausweis, wird in der Bibliothek am Infoschalter ausgestellt. Diese wird benötigt um sich eine Smart-Rider-Card zu holen, also die Bezahlbare für den öffentlichen Nahverkehr. Ihr als Studenten bekommt dann damit Rabatt. Sonst ist die Uni wie gesagt sehr sehr schön. Ein sehr grüner Campus auf dem man sich mit Freunden treffen kann zu quatschen, lernen und mehr. Besonders gut finde ich die Peer-Angebote, dort helfen euch Studenten aus höheren Semestern mit euren Hausarbeiten oder geben Tipps für die Prüfungen. Auch die Bibliothek ist sehr gut ausgestattet und rund um die Uhr geöffnet. Eine Mensa gab es während meiner Zeit nicht, diese ist aber im Bau und wen der Hunger plagt der kann sich trotzdem verköstigen, da jeden Tag verschiedene Foodtrucks auf dem Campus sind. Wer abends noch etwas trinken möchte mit seinen Freunden kann das sogar On-Campus in der Tavern tun oder man geht ins das Fitnessstudio, welches auch auf dem Campus ist. Ich habe aufgrund der Tatsache, dass ich durch die fehlenden Informationen mich erst sehr spät in Kurse einschreiben konnte, keine Kurse bekommen, die zu meinem Studiengang passen, was aber kein Problem war, da die einzige Auflage für mich war, 15 CP zu erreichen. Also habe ich einen Businesskurs, einen Psychologiekurs und Fotografie studiert. Zum Niveau kann ich sagen, dass es was den Stoff angeht nicht so hoch ist wie in Deutschland, aber dafür sehr zeitintensiv ist, da eine Anwesenheitspflicht besteht und pro fach mindestens 4 Hausarbeiten zu erledigen waren. Das war zum Teil stressig aber definitiv machbar und zum Abschalten konnte man immer mit seinen Freunden nach Fremantle fahren.

 

6. Fremantle

 

Fremantle oder Freo ist eine Hafenstadt, die mit Perth verwachsen ist. Dort kann man sehr gut Essen gehen, feiern, oder am Strand liegen. Für mich ist Freo in ganz besonderer Erinnerung geblieben, wir dir sehr sehr oft am Strand waren und die Sonne genossen haben. Natürlich nur wenn wir uns sicher waren dass keine Haie im Wasser auf uns warten. Sharksmart sei dank. Übrigens in der Little Creatures Brauerei gibt es das beste Bier Australiens und lecker Essen. Die Fremantle Markets sind ebenso ein Muss, wie die Möglichkeit von Fremantle aus nach Rottest Island zu fahren.

Fremantle

 

7.Trips

Whaleshark Diving

Auf eigene Faust bin ich von Perth aus in einem Study-Break nach Sydney geflogen und habe dort drei unvergessliche Tage erlebt, aber leider hatte ich schlechtes Wetter und konnte so nicht alles erleben, was diese unvergleichliche Stadt zu bieten hat.

Sydney

Viel wichtiger ist aber dass die Murdoch für die Study-Abroard Studenten (also nur ein Auslandssemester) selbst auch zwei verschieden Trips anbietet, die während den Study-Breaks stattfinden. Zum einen den South-West Trip, welchen ich nicht gemacht habe ,welcher aber über drei Tage den Südwesten Australiens erkundet. Und zum Anderen den North-West Trip. 10 Tage durch den Nordwesten Australiens. Jede Sekunde und jeder einzelne Cent der 825$ haben sich gelohnt. Jurien Bay, Geraldton, der Pink Lake, Kalbarri National Park mit Natures Window, Monkey Mia, Shell Beach, Stromatolites, Karijini National Park und das Highlight für mich Walhai-Schnorcheln in Coral Bay.

Bis auf das Walhaischwimmen ist alles inklusive. Die Walhaie kosten ca. 325$ extra. Aber es gibt auch günstigere Angebote die man in Coral Bay erleben kann, z.B. Scuba Diving. Insgesamt waren wir in den 10 Tagen mehr als 4000 km unterwegs und wir haben nur einen kleinen Teil von Australien sehen können. Aber es war verdammt gut und eine der besten Erfahrungen meines Lebens. Ein kleinen Einblick in diesen fatastischen Roadtrip kann euch dieses Video liefern. (Und die Musik unterstreicht wunderbar den australischen Lifestyle.)

 

8. Zusammenfassung

 

Mein Auslandssemester in Australien hat mir definitiv geholfen. Ich habe viel tolle Freunde gewonnen, viele unvergessliche Augenblicke erlebt und wunderschöne Orte gesehen. Aber am Wichtigsten für mich ist, dass ich eine ganze Menge über mich selbst gelernt habe und Australien hat mich verändert und wird euch auch verändern. Aber keine Angst es ist auf jeden Fall zum Besseren und ich möchte die Zeit in Australien nicht missen. Ich weiß jetzt schon dass ich bald wieder nach Australien möchte und ganz viele weitere wundervolle Erinnerungen sammeln möchte. Wenn ihr euch über das IEC bewerbt seid ihr auf jeden Fall in besten Händen! Ich konnte hier nicht alles aufschreiben was ich euch gerne sagen würde. Deshalb, wenn ihr fragen an mich habt dann schreibt mir eine Mail an [email protected] oder und das würde ich bevorzugen ihr schreibt mir bei Instagram @chrsmkhrch . Ich werde versuchen alle Fragen bestmöglich zu beantworten.