Erfahrungsbericht: Benjamin Hilpert

Benjamin Hilpert
„Nun nach rund zwei Monaten wieder in Deutschland vermisse ich das Wohnen am Meer, den unglaublichen Ausblick von den Klippen sowie die „limenische“ Gemütlichkeit im Chaos der Monster-Stadt.“

Teil 1 – Vorbereitung

1) Warum habe ich mich für ein Semester im Ausland entschieden?

Meine Entscheidung hing vor allem von zwei Faktoren ab. Den ersten Faktor habe ich schon vor Studienbeginn gewählt indem ich mich für einen internationalen Studiengang entschieden habe, in dem ein Auslandssemester vorgeschrieben ist. Als zweiten Einflussfaktor kann ich nur meinen eigenen Drang nennen unbedingt einmal im Ausland leben und lernen zu wollen. Es trägt unglaublich viel zur Persönlichkeitsbildung bei.

2) Welche Kriterien waren ausschlaggebend bei der Uni-Wahl?

Meine Ziel-Universität habe ich nach dem Ausschlussverfahren gewählt. Wegen meiner vielen Kommilitonen, die wie ich auch ins Ausland mussten und wollten, war es mein Ziel nicht an einer Universität im Ausland zu studieren an die meine Kommilitonen gingen. So wählte ich den Weg ins Ausland als FreeMover. Durch einen Freund habe ich von IEC erfahren. IEC habe ich auch gleich als sehr hilfsbereit und freundlich empfunden und so habe ich mich kurz mit der zuständigen Betreuerin in Verbindung gesetzt und über meine zweite Fremdsprache Spanisch sind wir dann auf das Land Peru und die dortige Universität San Ignacio de Loyola (USIL) gekommen.

3) Welche Sprachtests habe ich abgelegt und wie habe ich mich darauf vorbereitet?

Von Seiten der USIL wurden keine Sprachtests angefordert. Ich habe dennoch das DAAD-Sprachzertifikat in Spanisch und Englisch absolviert.

4) Über IEC: Wie zufrieden war ich mit dem Info- und Bewerbungsservice?

Wie oben genannt, empfand ich das Verhältnis zu IEC von Anfang an als sehr hilfsbereit. Die Bewerbung war wirklich einfach und ich hatte ein gutes Gefühl während des gesamten Bewerbungsprozesses. Die entsprechenden Betreuerinnen von IEC haben mich immer über alles Weitere informiert und auf dem Laufenden gehalten, sodass ich nie das Gefühl bekam in der Luft zu hängen.

5) Thema Finanzierung: Wie habe ich mein Auslandssemester finanziert?

Mein Auslandssemester habe ich mir über Erspartes finanziert. Da der Auslandsaufenthalt schon länger geplant war, konnte ich mich auch finanziell darauf vorbereiten. Während des Semesters hatte ich zwei Kreditkarten unterschiedlich in Benutzung, was ich für Südamerika im Allgemeinen sehr empfehlen kann.

Teil 2 – Uni, Studium und Kommilitonen

1) Wie wurden wir an der Universität aufgenommen?

Zu Beginn des Semesters wurde von der USIL ein Welcome Day veranstaltet. Dort wurden wir in verschiedenen Sprachen begrüßt und auch die kurze Einführung in die Struktur und zu den Ansprechpartnern wurde in Spanisch und Englisch gehalten. Nach dieser Veranstaltung mussten wir noch einmal, trotz vorheriger Einschreibung in die Kurse vom Heimatland aus, mit in die verschiedenen Büros gehen und unseren endgültigen Stundenplan auch anhand der Vorlesungszeiten wählen. Leider dauerte das bei über 150 Internationalen Studenten eine ganze Weile. Im weiteren Verlauf des Semesters konnten wir uns ohne Probleme an die genannten Ansprechpartner wenden und bekamen auch direkt Hilfe.

2) Was macht Peru und die USIL speziell attraktiv im Hinblick auf die Fachrichtung die ich dort studiert habe?

Für mich war gerade Peru wegen der Sprache sowie der Tatsache, dass es sich bei der USIL um eine Bilinguale (Spanisch und Englisch) Universität handelt, eine besonders attraktive Alternative. Im Hinblick auf die Fachrichtung Marketing, die ich dort studiert habe, kann ich nur sagen, dass die USIL generell, neben 3 anderen Universitäten, eine der angesehenen Universitäten in Lima ist.

3) Welche Unterschiede gibt es im Studium zu Deutschland?

Das Studium in Peru unterscheidet sich komplett vom Studium in Deutschland. Es werden in den meisten Fächern pro Fach insgesamt mehr Prüfungen, Präsentationen, Kurztests und Lesekontrollen gehalten als Studienwochen im Semester vorhanden sind.

Manche Professoren haben auch einen derart speziellen Vorlesungsstil, dass man sich als Europäer eventuell etwas schwer tut diesen anzunehmen. Andererseits gibt es auch, meiner Ansicht nach, sehr gute Professoren mit wirklich guten Vorlesungsstilen. Ich kann dennoch nur empfehlen diese Erfahrung zu machen, gerade weil es sich meiner Meinung nach derart vom Europäischen System unterscheidet. Das hilft wirklich sehr viel und erweitert den Horizont unwahrscheinlich.

4) Wo habe ich während meines Auslandssemesters gewohnt?

Während meines Auslandssemesters habe ich in einem internationalen Haus, einer 10er WG gewohnt. Das Haus war sehr groß mit vielen kleineren und ein paar größeren Zimmern, Küche, Wohnzimmer, Esszimmer, 3 Etagen, Garten und Zugang zu einem privaten Garten. Die Preise in Lima variieren sehr. Meiner Einschätzung nach liegen sie im Bereich von 250 – 600 USD als Extrema.

Teil 3 – Freizeit

1) Nur einen Tag Zeit – Was muss man in Lima gesehen haben?

Hätte man nur einen Tag in Lima würde ich Parque de la Reserva, einen Brunnenpark, Miraflores mit dem Parque Kennedy, der Steilküste und dem Einkaufszentrum Larcomar sowie den Stadtteil Barranco mit all seiner künstlerischen Vielfalt, Restaurants und Musikern empfehlen.

2) Stressiger Tag hinter dir? – Wo kann man seine Motivation wieder finden?

Einfach in Miraflores ans Meer gehen, surfen oder das Meer von den Klippen aus beobachten oder in Barranco einen der schönen Flecken ausfindig machen und die Zeit genießen.

3) Dieses Erlebnis wird mir in Erinnerung bleiben.

Ich kann kein einzelnes Erlebnis meines Auslandssemester heraus picken, aber nun nach rund zwei Monaten wieder in Deutschland vermisse ich das Wohnen am Meer, den unglaublichen Ausblick von den Klippen sowie die „limenische“ Gemütlichkeit im Chaos der Monster-Stadt.

Teil 4 – Fazit

Als Schlusspunkt meines Erfahrungsberichtes kann ich es nur empfehlen ein Auslandssemester zu machen. Geht in das Land, das euch schon immer fasziniert hat oder das euch ganz plötzlich als die beste Alternative erscheint. Ihr werdet und solltet garantiert nichts bereuen was euch während dieser unglaublichen aber auch sehr intensiven Zeit passiert. Die meisten meiner internationalen Kommilitonen die ich nun wieder in Deutschland getroffen habe wollen am liebsten sofort wieder weg. Egal ob über ein zweites Auslandssemester, ein Auslandspraktikum oder erst später im Master.