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Erfahrungsbericht: Baris Can

Baris Can
„Powering Silicon Valley“

Mein Auslandssemester an der San José State University

SJSU

“Powering Silicon Valley“

Der Wunsch ein Auslandssemester zu absolvieren stand schon am Anfang meines Studiums fest. Aufgrund meines großen Interesses am Silicon Valley und am Leben in Kalifornien fiel mir die Entscheidung für die San José State University nicht schwer. Nach einer sehr studentenfreundlichen, unkomplizierten und unbürokratischen Bewerbung bei IEC, erhielt ich auch prompt eine Zusage für das Springsemester 2018. Im nachfolgenden möchte ich Euch meine Erfahrungen schildern, die ich in den letzten 5 Monaten machen durfte. 

Studium an der San José State University (SJSU)

Die Kurse an der SJSU sind insgesamt alle ein bisschen verschulter als in Deutschland. Die Teilnahme am Unterricht und Anwesenheit haben Einfluss auf die Abschlussnote. Es ist möglich, während des Semesters durch Tests, mündliche Mitarbeit und Präsentationen Punkte für seine Note zu sammeln. Die Klausuren bestehen überwiegend aus Multiple Choice Aufgaben und kleineren Rechenaufgaben.

Die Anmeldung zu den Kursen erfolgt in mehreren Teilabschnitten über MYSJSU. Zuerst gibt man unverbindlich seine Präferenzen an, damit die Uni einen gewissen Überblick bekommt, welche Kurse gerne besucht werden möchten. Im Nachfolgenden werden einem aufgezeigt welche Kurse die Vorauswahl überstanden haben. Wenn man Glück hat bleiben die eigenen Präferenzen bestehen, wenn nicht, muss man sich andere Kurse suchen.

Noch bis zu 2 Wochen nach Semesterbeginn kann man Kurse hinzufügen oder streichen. Man sollte also möglichst viele Kurse in den ersten beiden Wochen besuchen, um zu schauen welche Kurse einem zusagen oder eben nicht.

 

 

Meine Kurse:

Dynamic System Vibration and Control:

Dynamic System Vibration and Control war eines meiner Hauptfächer und mein Ersatzfach für Grundlagen der Maschinen- und Strukturdynamik an der RWTH Aachen. Der anspruchsvollste Kurs während meines Auslandssemesters. Man muss während des Semesters schon fleißig Punkte sammeln um an der Klausur am Ende des Semesters teilnehmen zu dürfen. Wöchentliches Nacharbeiten der Kursinhalte sind hier Pflicht, da der Stoff in unregelmäßigen Abständen durch kleinere und größere Tests abgefragt wird. Die Dozenten sprechen alle ausgezeichnetes Englisch und präsentieren den Stoff klar und stukturiert.

Hybrid and Electric Vehicle Fundamentals:

Einer meiner Lieblingskurse während meines Semesters. Besonders interessant an dem Kurs waren die ganzen Gastvorträge von den verschiedenen Unternehmen am Silicon Valley. Besonders interessant war der Vortrag von Herrn Wei Yan von VisualThreat. Der Vortrag handelte von Vehicle Cyber Security. Am Ende hatten dann zwei Studienkollegen und ich die Möglichkeit über VisualThreat nach China zu reisen und an einem Hackathon teilzunehmen. Darüber berichte ich später mehr.

Engineering Statistics:

Ein sehr angenehmer Kurs bei einer äußerst netten Dozentin. Es können insgesamt 100 Punkte erzielt werden, wovon 30 in der Klausur zu holen sind. Die restlichen 70 müssen durch Examen, Quizzes und Hausaufgaben reingeholt werden. Ab 50 Punkten ist das Modul bestanden. Der Kurs ist relativ einfach und benötigt nicht viel Nacharbeit.

Elementary Spanish:

Einer meiner weiteren Lieblingskurse an der SJSU bei einer der besten Professorin in meinem gesamten Auslandssemester. Aufgrund meines Interesses an der Sprache und der Vielzahl an spanischsprechenden Menschen, die ich in den USA kennengelernt habe, haben meinen Wunsch verstärkt Spanisch zu lernen. Der Kurs hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe die Grundlagen gelernt.

Das Leben in San José

Bedenkt man, dass die Bay Area die teuerste Region Kaliforniens ist, lässt es sich hier ganz angenehm leben. Einzig die Mietpreise sind mit 1300 Euro pro Monat extrem hoch.

In der Universität bekommt man für rund 6 Euro in verschiedenen Kantinen eine vollwertige Mahlzeit. Außerhalb ist das Essengehen teurer als in Deutschland.

Möchte man zu Hause kochen, so bieten einem die Lebensmittelläden WholeFoods oder Safeway ausreichend Möglichkeit zur Selbstversorgung.

San José bietet einem ein reichhaltiges Angebot an verschiedenen Speisen aus aller Welt. Zu empfehlen wäre das Restaurant LaTaqueria, das einem alles bietet was die mexikanische Küche zu bieten hat und das zu einem günstigen Preis.

Die Transportmittel sind leider nicht so gut. Die Züge zwischen den Städten sind veraltet und die Dämpfung lässt manchmal zu wünschen übrig. Oft kommt es vor, dass man während der Fahrt hin und her geschleudert wird. Außerdem sind die Preise für die Züge sehr hoch. Eine einfache Fahrt zwischen benachbarten Städten kostet z.B. umgerechnet 8€. Jedoch ist dies in Deutschland nicht wirklich günstiger, wenn man keine Studentenkarte hat. Es empfiehlt sich also für kürzere Wege auf das Fahrrad umzusteigen. Hierfür muss man sich lediglich die App „LimeBike“ holen, sich registrieren, die E-Mail bestätigen und schon kann man sich an einem der vielen Stationen ein Fahrrad günstig ausleihen und durch San José biken. Für jede weitere Stunde zahlt man ein geringes Entgelt.

Das Partyleben ist abwechslungsreich und vielfältig. An der Uni finden regelmäßig Events statt, wo auch viele bekannte DJ’s auftreten. Die wohl bekannteste Bar unter Studenten ist der deutsche Biergarten „Ludwigs“. Ansonsten sollte man einfach die Orientierungswoche mitnehmen.  

Reisen in- und außerhalb der USA

San José hat eine unschlagbare geographische Lage. Von hier aus lassen sich unzählige Städte wie San Francisco, Los Angeles oder San Diego günstig mit dem Bus oder Flugzeug erreichen. Aber auch entlang der Küste lohnt es sich, den Half Moon Bay, Santa Cruz oder Monterey anzuschauen. Besonders für Surfbegeisterte ist Santa Cruz ein Muss. Auch Reisen ins Ausland ausgehend von der Uni sind möglich. Wie bereits oben erwähnt, bekam ich die Möglichkeit gratis nach Tianjin, China zu reisen, um am Hackathon teilzunehmen. Dort hatte mein Team im Bereich Vehicle Cyber Security teilgenommen. Wir wurden von den Gastgebern herzlichst empfangen und für uns wurde in vollstem Umfang gesorgt.

Santa Cruz

Santa Cruz, Kalifornien

San Diego

San Diego, Kalifornien

San Francisco

San Francisco, Kalifornien

Tianjin

Tianjin, China

 

Fazit und Dankessagung

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Entscheidung mein Auslandssemester in San José absolviert zu haben. Besonders bei meinem Buddy Keon möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Sie stand mir bei Fragen immer zur Seite und hat dafür gesorgt, dass ich mich in San José wie zu Hause fühle.

Auch beim International Gateway-Team möchte ich mich herzlich bedanken. Nahezu wöchentlich wurden Veranstaltungen für Austauschstudenten organisiert, seien es die unzähligen Pubcrawls, die Ausflüge in den Zoo oder das gemeinsame Grillen. Es wurde sich immer bemüht, den Austauschstundenten eine angenehme Zeit in San José zu bereiten. Besonders beim Rotary Club Krefeld möchte ich mich für die finanzielle Unterstützung bedanken.

Insgesamt kann ich jedem empfehlen, sein Auslandssemester in San José oder den USA allgemein zu absolvieren. Die Amerikaner sind sehr offenherzige und liebevolle Menschen, die einen schnell ins Herz schließen.

Die San José State University trägt absolut zurecht den Titel „Powering Silicon Valley“

San José

San José, Kalifornien