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Ausflug nach Tijuana

Hey, ich bin’s wieder!

Letztes Wochenende bin ich endlich nach Tijuana in Mexiko gefahren. Das war schon länger geplant, nun bin ich zusammen mit anderen Austauschstudenten aus Deutschland, Mexiko und Kolumbien dort hin. Es war natürlich sehr praktisch, zwei Muttersprachler in Spanisch dabei zu haben. Ich fand es wirklich cool und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich habe mich auch nirgends unsicher oder bedroht gefühlt, davor haben manche Angst, aber ich kann das nicht bestätigen. Tijuana ist zwar nicht schön oder idyllisch im klassischen Sinne, aber ich finde es auch spannend wenn alles etwas chaotischer zugeht,  und es ist wesentlich exotischer als San Diego. Besonders das Essen hat mir gefallen, die Restaurants die wir besucht haben waren sehr gut, schon dafür lohnt sich ein Besuch. Außerdem ist natürlich alles wesentlich günstiger, vor allem wenn man die Getränkepreise mit Downtown San Diego vergleicht. Da wir nicht nachts noch in die USA zurückkehren wollten, haben wir vorher ein Hotelzimmer nahe der belebten Avenida Revolución gebucht. Für ein Viererzimmer haben wir nur 45 Dollar bezahlt, also auch äußerst günstig und meiner Meinung nach wesentlich entspannter als mitten in der Nacht die Grenze zu überqueren. Um die langen Wartezeiten an der Grenze zu umgehen, sind wir bei unserer Rückkehr am nächsten Tag nicht an den großen Grenzübergang gegangen, sondern an einen kleineren ca. 15 Minuten östlich. So haben wir nicht nur 1,5 Stunden Zeit gespart und sind sofort drangekommen, auch die Fahrt war interessant, um etwas mehr von Mexiko zu sehen. Der Grenzübergang verlief in beide Richtungen äußerst harmlos. Solange man seinen Reisepass und sein I-20 Formular, das man von IEC bekommt, dabei hat, ist alles in Ordnung. Mir wurden nur zwei Fragen gestellt, dann hat der Grenzbeamte mich freundlich willkommen geheißen. Der Hinweg nach Mexiko ging wie erwartet sogar noch schneller, und ich habe einen Stempel im Reisepass bekommen, eine nette Erinnerung. Übrigens fährt der „Trolley“, also die S-Bahn von San Diego, direkt bis an die Grenze. Wenn man also schon hier ist, sollte man die Gelegenheit auf jeden Fall nutzen!

An der  SDSU bin ich noch immer sehr zufrieden, mittlerweile habe ich mich an das verschulte System mit Hausaufgaben und Zwischenprüfungen total gewöhnt. Außerdem ist die Betreuung sehr angenehm. Alle Dozenten bieten „Office Hours“ an, zu denen man ohne Anmeldung vorbeikommen kann um Fragen zum Unterrichtsstoff zu stellen. Anfangs habe ich die Einladung, vorbeizukommen, nur für eine freundliche Floskel gehalten. Mittlerweile habe ich aber festgestellt, dass es absolut üblich ist, dort hinzugehen und Fragen zu stellen. Kurz vor den Abgabeterminen ist der Andrang tatsächlich so groß, dass alle Studenten in einen Konferenzraum nebenan gesetzt werden. Vor allem für die Hausaufgaben ist das sehr hilfreich, denn diese werden ja benotet – so kann man immer nachfragen, falls man unsicher ist.

Ansonsten besteht mein Alltag hier neben der Uni noch aus Strandbesuchen am Pacific Beach, Stunden am Pool, und neuerdings besuche ich auch regelmäßig das Fitnessstudio der SDSU. Ich persönlich bin kein Experte, aber alle besonders Fitness-affinen Studenten sind von der Ausstattung dort begeistert – und die Nutzung ist in den Studiengebühren bereits enthalten.

Bis bald!

Karl

Avenida Revolución, Tijuana

Karl Richter zuletzt bearbeitet am 20.10.2015