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NorthWest Trip

Alle, die an einem Studium an der Murdoch Uni interessiert sind, werden wahrscheinlich schon etwas über den NorthWest Trip (kurz NWT) gehört haben. Für alle, die noch nichts davon gehört haben, ein kurze Beschreibung. Es ist ein 10-tägiger, mehr als 4000km-langer Trip entlang der Nordwestküste Australiens, welcher von der Murdoch Uni organisiert wird. Man besucht unter anderem Shark Bay, Monkey Mia, Coral Bay und den Karijini Nationalpark. Ich werde jetzt kurz meine eigenen Erfahrungen schildern.

Also nachdem ich die ca. 850 Dollar für diesen Trip bezahlt habe, der leider nur für study abroad - Studenten vorgesehen ist, entschied ich mich für den zweiten Trip möglichen Termin. Ja, man kann zwischen zwei Terminen wählen. Wenn man ein Jahr bleibt sogar zwischen vier Terminen. Ich kann leider nur etwas über die ersten beiden Termine schreiben.

Der erste Termin liegt Mitte März. Zu diesem Zeitpunkt ist es in Perth noch um die 30°C heiß. Im nördlichsten Punkt er Trips kann es da schon 10° wärmer sein. Wers mag. Der zweite Trip ist dann bereits im April und zwar zu Ostern. Die Temperaturen sind im Norden um 30° also sehr angenehm. Größtes Manko hier ist, dass Osterferien sind, d. h. ne Menge australischer Touristen. Größter Vorteil.....Walhai-Saison.

Okay nun zu meinem Trip. Ich kam Freitag morgens am vereinbarten Treffpunkt an. Das war so ziemlich 11 Tage her:)  Nachdem alle anderen Teilnehmer eingetroffen sind, 13 Amerikaner von denen ich Null kannte, ging es auch schon los.  Per Bus fährt man nun die Küste entlang. Jedem sollte nun klar sein, dass man eine Menge Zeit in Bus verbringt, also nehmt euch ordentlich was zu lesen mit. Schlafen und Karten spielen sind gute Alternativen. Aller 2 Stunden gibt es einen Halt. Meist dort wo es auch was zu sehen gibt. Mittags werden dann Sandwiche zubereitet, von euch selbst versteht sich, gibt ja nur 1-2 Führer. Dann kann man auch gleiche all die unbekannten Gesichter kennen lernen inklusive den aufgeschlossenen Führer (unserer hieß Craig). Man fährt die ersten Tage also die atemberaubend schöne Küste entlang, um abends dann die Zelte rauszuholen, ein Bierchen zu trinken und den Sonnenuntergang mit ein paar Karaokeeinlagen, insofern jemand eine Gitarre mitgebracht hat, zu genießen. Abends wird dann auch richtig gegessen, Curry, BBQ oder selbstgemachter Pudding, alles bei weitem besser als das was ich sonst gegessen habe. In so einer entspannten Atmosphäre war es für mich auch kein Problem, die neuen Leute kennen zu lernen und das als einziger nicht Native-Speaker.

Am dritten Tag kommt man dann zum ersten größeren Ausflug....Monkey Mia. Hier kann man morgens die Delfine füttern, wobei das im April schwieriger ist aufgrund der vielen anderen Touristen und an einer Katamaran-Tour teilnehmen, wo nach interessanten Meeresbewohnern wie z. B. eben die Delfine, Meeresschildkröten, Seeschlangen, Mantas und Dugongs Ausschau gehalten wird. Man kann sich auch 60 Dollar sparen und am Strand die Sonne genießen, wo der ein oder andere frei lebende Emu vorbeischaut.

2 Tage später gibt es dann einen Tag zur freihen Verfügung in Coral Bay und dem Ningaloo Reef. Hier kann man mit Manta-Rochen oder Meereschildkröten schwimmen oder eine Quad-Tour unternehmen. Allerdings müssen für diese Unternehmungen extra Kosten eingeplant werden (Mantas bis zu 170 Dollar). Wer kein Geld ausgeben will, kann aber entspannt bis zum Riff schnorcheln. Dort kann dann allerlei Gefisch, mitunter auch harmlose Riffhaie, bestaunt werden. Ich habe mich persönlich für den teuersten Trip entschieden, 370 Dollar um mit einem Walhai zu schwimmen. Ich kann diesen Trip nur empfehlen, es ist ein atembraubendes Gefühl mit so einem Riesen (bis zu 18m lang) zu schnorcheln. Leider ist dies nur von April bis Juli möglich, also nur während des 2. NWT Semester 1. Dies war auch der Grund, warum ich mich für den zweiten Termin entschieden habe und die Wahrschinlichkeit wirklich einen zu finden ist sehr hoch.Es werden unter anderem Spotter planes eingesetzt.

Weitere 2 Tage später steht das letzte große Highlight an, der Karijini-Nationalpark. Hier kann es tagsüber 30° warm und abends unter 10° kalt werden. Also schön warm anziehen abends. Man unternimmt eine Tour durch die Schluchten des Outback zu unglaublich schönen Wasserstellen. Selbst unser Führer konnte sich hier einen Sprung in kühle Nass nicht mehr entziehen. Leider gibt es während der Osterfeiertage nicht so viele wildlebende Tiere zu bestaunen, da sie von all den Touristen bereits verschreckt worden sind. Hier liegt der Vorteil des ersten Trips. Man kann bis über 1m lange Warane bestaunen und die ein oder andere Schlange.

Danach geht es langsam Richtung Heimat bzw. Murdoch Uni. Im Gepäck einzigartige Erlebnisse und neu gewonnene Freunde. Für alle, die sich noch nicht entschieden haben, geht zur Murdoch Uni und nehmt an diesen Trip teil. Ihr werdet es 100pro nicht bereuen.

Anbei ein Bild vom Ningaloo Reef, auf das eure Münder wässrig werden:)

Sebastian Bierende zuletzt bearbeitet am 16.04.2012