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Arten der Finanzierung

Zunächst einmal gibt es das Auslands-BAFöG. Aufpassen! Ihr musst nicht Inlands-BAFöG bekommen, damit ihr berechtigt seid Auslands-BAFöG zu erhalten. Und wer nun denkt, die paar Euro machen das Schwein auch nicht fett… Ihr könnt eine Reisekosten- und Studiengebührenpauschale mit beantragen und das sind dann bis zu 1000€ mehr im Monat. Vorteile des BAFöGs sind klar. Man muss nur die Hälfte zurückzahlen und nur wenn man genug Geld hat und es werden einkommensschwache Familien unterstützt.  Nachteil hier ist, dass man sich die Studiengebührenpauschale von 4600€ erst im ersten Monat des Bewilligungszeitraums ausgezahlt bekommen lassen kann. Leider müssen Studiengebühren in der Regel ein bis 2 Monate vorher bezahlt werden. Außerdem muss man den Antrag auf Auslands-Bafög min. 6 Monate vor dem ersten gewünschten Auszahlungszeitpunkt abgeben.

 

Dann gibt es noch den Bildungskredit. Bis zu 7200€ von KfW-Bank zu günstigen Zinssätzen (glaube um die 2%) klingt doch ganz gut. Aber es kann nur die Summe von 3600€ auf einmal ausgezahlt werden. Zu wenig für die meisten Studiengebühren.

Da kann ein Studienkredit einer privaten Bank weiterhelfen. Allerdings ist hier festzuhalten, dass man nicht die niedrigen Zinssätze wie bei der KfW erhält und auch eine fixe Zinsschuld hat.

 

Ich habe meine Studiengebühren durch eine Förderung von einem Bildungsfond erhalten. Hier handelt es sich um einen Fond in dem Unternehmen einzahlen und aus deren Mitteln das Studium ausgewählter Personen finanziert wird. Bei dem Wort ‚ausgewählt‘ liegt der Knackpunkt. Man muss eine Art Bewerbung (mit Motivationsschreiben) abgeben, dann einen kleinen 2-stündigen Test ablegen, um dann nochmal in einem Telefoninterview geprüft zu werden. Großer Nachteil ist, dass man die Fördersumme prozentual vom späteren Gehalt zurückzahlt, was mitunter zu einer Rückzahlung des 1,5-fachen des Förderbetrages führen kann. Vorteile sind, dass die Zahlungen nur bei einem bestehenden Arbeitsverhältnis über einen bestimmten Nettolohn erfolgt. D. h. Arbeitssuchende und Akademiker mit einem geringeren Verdienst sind davon zunächst einmal befreit. Außerdem bietet der Bildungsfond ein Karrierenetzwerk an. Dies beinhaltet neben Neuigkeiten über freie Stellen, der mitarbeitenden Unternehmen, auch Schulungen z. B. für Bewerbungen oder auch alljährliche Treffen, um sich mit anderen Studenten und potenziellen Arbeitgebern zu vernetzen. Mehr Infos unter: www.bildungsfonds.de/de/index.html.

 

Sebastian Bierende zuletzt bearbeitet am 29.04.2012