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Finanzen, Finanzen

Das ein Auslandsemester nicht ganz günstig ist, ist den meisten vermutlich bewusst. Dass man die kompletten finanziellen Mittel aber schon zur Visabewerbung vorweisen muss, war mir zu mindest nicht ganz so klar.

Da das Dream New Scholarship die Tuition Fees abdeckte, war schon mal ein grosser Batzen der Finanzierung geklärt. Die nächsten Hausmarken waren (natürlich immer mal drei):

  • Flüge
  • Versicherung
  • Visagebühren (obwohl sich das noch etwas in Grenzen hält)
  • Lebenshaltungskosten für sechs Monate

 

Da mein Bachelor in Psychologie mein Zweitstudium ist, stehen mir die gängigen Finanzierungsmöglichkeiten, wie z.B. Auslands-Bafög nicht zur Verfügung. Da die Fernuni Hagen aber Promos Stipendien an ihre Studenten vergibt, bewarb ich mich hier um zusätzliche Förderung; mit positivem Ausgang.

Ich hatte noch einen ruhenden KfW Studienkredit von einem Praktikum im Ausland, den ich wieder aktivieren ließ und der nun wieder monatlich ausgezahlt wird.

 

Wer bei der Visabewerbung schon eine feste Unterkunft und einen Rückflug nachweisen kann, hat es hier mit dem Nachweis der finanziellen Mittel deutlich leichter, weil sie nur noch etwa die Hälfte betragen müssen. Weiterhin ist das Ganze wohl auch immer Ermessenssache. Wenn man nachweislich eine günstigere Unterkunft hat, muss man folglich auch weniger Kapital nachweisen.

 

Mit den Flügen und der Versicherung wandten wir uns ganz vertrauensvoll an STA Travel, denn die sind hier unten in Neuseeland auch weitverbreitet. Beim Versicherungsvergeleich war das Angebot hier auch deutlich günstiger und für die Flüge gibt es eine „Book now – pay later“-Aktion, was recht praktisch war, weil die Flüge erst bis einen Monat vor Reiseantritt vollständig bezahlt werden mussten. Gerade mal 50,00 EUR pro Person wurden dafür fällig. So hat man seinen Rückflug für die Visabewerbung in der Tasche und das Geld für die Tickets noch auf dem Konto. Also nochmal ein bisschen mehr, was man „nachweisen“ kann.

 

Generell sollten die Kosten, die vor Reiseantritt entstehen (Reisepass, Visagebühren, Übersetzungen, Flüge, Anzahlungen für Wohnungen etc), als auch vor Ort nicht unterschätzt werden. Besonders hier in Neuseeland kann eine gesunde Ernährung schon mal richtig ins Geld gehen; eine Gurke kostet hier je nach Saison NZ$5,49 und für das Kilo Hühnerbrustfilet können schon mal NZ$20 über den Ladentisch wandern.

 

Eine Extraposten, der oben noch nicht beschrieben wurde, sind die Kosten für die Überbringung des Visaantrages. Nachdem das neuseeländische Visabüro in Hamburg Ende Januar 2017 nach London übergesiedelt wurde, habe ich mich spontan entschlossen einen Daytrip nach London zu unternehmen und die etwa 100-seitige Dokumentation und unsere drei Pässe persönlich im Visaoffice abzugeben. Alles hinzuschicken, versichert und mit allem Pipapo wäre vermutlich aufs Gleiche rausgekommen, was ich für den Hin- und Rückflug im Billigflieger nach London bezahlt habe.

Short trip to the London Visa office

Wer seinen nicht studierenden Partner mitnimmt, der dort kein Working Visa bekommen kann oder Work and Travel (mein Mann ist Kolumbianer,d er darf gar nichts :p ) der muss eine komplette Dokumentation einreichen, die nachweist, dass man tatsächlich ein Paar ist und das schon länger. Alte Emails, Briefe, Textnachrichten, Fotos, Banknachweise, Ehezertifikat etc pp... Nichts was sie nicht wollten.

Spontan in London angekommen, habe ich kurz ein bisschen gezittert, bis meine Unterlagen alle angenommen wurden und bin dann aber recht erleichter noch mit meiner Omi und Mami frühstücken gegangen und durch Lodon getüdelt. Omi war ja erst einmal da, da hatte sie noch ein bisschen was aufzuholen an Sightseeing.

Frühstück in London <3

Nicht ganz eine Woche später waren die Pässe dann auch schon mit den Visas in der Post und wir natürlich super happy und aufgeregt; meine Chefin nicht so sehr, die hatte gehofft ich würde unter welchen Umständen auch immer doch nicht gehen ;)

Visas are here! We're going!

Sina Schmiester zuletzt bearbeitet am 27.10.2017